Grutholz und Nierholz, Deininghausen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Castrop-Rauxel
Kreis(e): Recklinghausen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Grutholz und Nierholz sind ein zusammenhängendes Waldgebiet von rund 116 Hektar, das in seiner heutigen Ausdehnung und Größe schon im preußischen Kartenblatt von 1842 eingetragen ist. Das Eichen-Hainbuchenwaldgebiet, dessen ältere Rotbuchenbestände rund 160 und Stieleichenbestände rund 120 Jahre alt sind, liegt im Gebiet des Emscherbruchs. Es bietet mit feuchten Niederungen und trockenen Höhen unterschiedliche Wuchsbedingungen. Die älteren Buchen sind sehr umsturzgefährdet, weil in der Folge der Bergsenkungen der Grundwasserstand angestiegen ist. Zudem ist der ältere Baumbestand teilweise durch Bombensplitter aus dem zweiten Weltkrieg beschädigt.

Während der Bergbauepoche existierte im Grutholz eine Liegehalle der freiwilligen Sanitätskolonne des Roten Kreuzes. Hier unterzogen sich insbesondere Kinder einer Luftkur, um den Atemwegserkrankungen dieser Zeit zu begegnen. Die starke Luftverschmutzung und die ungünstigen Wohnverhältnisse waren sicherlich für die Verbreitung solcher Erkrankungen mitverantwortlich. Heute erscheint es eher abwegig, den Patienten ausgerechnet in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Industrieanlagen einen Aufenthalt im Freien zu verordnen.

Der Regionalverband Ruhr hat die Wälder erworben und sie für die Naherholung reserviert. Im Jahre 1969 entstand nach dem Bau der Siedlung Deininghausen ein Wildgehege von 4 Hektar Größe. Mit einem 6,5 Kilometer langen, fest ausgebauten Wanderwegenetz, sowie den renaturierten Flächen des ehemaligen Abwasserkanals Deininghäuser Bach ist das Grutholz für die Naherholung gut erschlossen

Internet
www.kreisguide-re.de/pages/kultur/sehenswuerdigkeiten/castrop-rauxel/wildgehege-grutholz.php (Abgerufen: 02.09.2010)
www.metropoleruhr.de/regionalverband-ruhr/forstwirtschaft/waldgebiete/grutholz-nierholz.html (Abgerufen: 02.09.2010).

Grutholz und Nierholz, Deininghausen

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten
Historischer Zeitraum
Beginn 1842
Koordinate WGS84
51° 34′ 25,39″ N, 7° 19′ 26,42″ O / 51.57372°, 7.324°
Koordinate UTM
32U 383856.13 5714958.89
Koordinate Gauss/Krüger
2591832.14 5716306.04

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„Grutholz und Nierholz, Deininghausen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-P363N410-20090727-0001 (Abgerufen: 22. Oktober 2017)
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