Militärflugplatz Wahn

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Köln, Troisdorf
Kreis(e): Köln, Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Rückkehr der Delegation um Bundeskanzler Konrad Adenauer nach der Moskau-Reise, bei der die Freilassung der letzten 9.626 deutschen Kriegsgefangenen aus dem Zweiten Weltkrieg erreicht wurde (14. September 1955 auf dem Flughafen Köln-Wahn). Im Hintergrund das viermotorige Verkehrsflugzeug "Lockheed Super Constellation" der Lufthansa (Kennung D-ALIN), mit dem die Reise durchgeführt wurde.

    Rückkehr der Delegation um Bundeskanzler Konrad Adenauer nach der Moskau-Reise, bei der die Freilassung der letzten 9.626 deutschen Kriegsgefangenen aus dem Zweiten Weltkrieg erreicht wurde (14. September 1955 auf dem Flughafen Köln-Wahn). Im Hintergrund das viermotorige Verkehrsflugzeug "Lockheed Super Constellation" der Lufthansa (Kennung D-ALIN), mit dem die Reise durchgeführt wurde.

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    Wolf, Helmut J. / Bundesarchiv, Bild 146-2005-0141, CC BY-SA 3.0 de
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    Helmut J. Wolf
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  • Zeitungsartikel "Wachablösung" zur offiziellen Übergabe des vormaligen Militärflugplatzes Wahn zum zivilen Flughafen Köln/Bonn (1957).

    Zeitungsartikel "Wachablösung" zur offiziellen Übergabe des vormaligen Militärflugplatzes Wahn zum zivilen Flughafen Köln/Bonn (1957).

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  • Ausschnitt aus der Preußischen Kartenaufnahme 1:25.000 (1891-1912 Neuaufnahme), Blätter 5108 - Köln-Porz (Wahn) und 5109 - Lohmar (Wahlscheid) mit dem Areal des Schießplatz in der Wahner Heide.

    Ausschnitt aus der Preußischen Kartenaufnahme 1:25.000 (1891-1912 Neuaufnahme), Blätter 5108 - Köln-Porz (Wahn) und 5109 - Lohmar (Wahlscheid) mit dem Areal des Schießplatz in der Wahner Heide.

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Militärflugplatz in der Wahner Heide
Der Militärflugplatz Wahn war Teil des Militärgeländes in der Wahner Heide und wurde in den 1930er Jahren zunächst zeitgleich mit dem zivilen Flughafen Butzweilerhof genutzt. In den 1950er Jahren wurde er einer zivilen Nutzung überführt und zum heutigen Flughafen Köln/Bonn ausgebaut.
1938 legte die Deutsche Luftwaffe in der Wahner Heide auf einem ehemaligen Artillerieschießplatz einen Fliegerhorst an, welcher zunächst aus einer Startbahn, einem Tower und mehreren Hallen bestand. Im Gegensatz zu der Kaserne in der Wahner Heide blieb die strategische Bedeutung des Fliegerhorstes jedoch nur gering und verlor aufgrund seiner Entfernung von den westlichen und östlichen Fronten innerhalb der Kriegsjahre 1939 bis 1945 weiter an Bedeutung. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nutzte die britische Royal Air Force (R.A.F.) den Flugplatz und machte ihn zu einem ihrer Hauptflughäfen (master airport), welcher nach einem Ausbau mit zwei Startbahnen, sechs Flugzeughallen und Nebenanlagen ausgestattet war.

Gegen Ende der 1940er Jahre waren es mehrere Faktoren, die die Forderung nach einem Ausbau des Militärflugplatzes in der Wahner Heide zu einem zivilen Flughafen ins Leben riefen und fortan bestärkten. Zum einen war es die Ernennung Bonns zum vorläufigen Regierungssitz und das Bedürfnis nach einer besseren Verkehrsanbindung für internationale Diplomaten, Politiker und Regierende. Zum anderen war es der Einsatz von Konrad Adenauer (1876-1967), der über Jahre hinweg für einen zivilen Flughafen im Raum Köln plädierte.
Nach langen Gesprächen mit den Vertretern der britischen Besatzungsmacht, die zeitweise nur den Flughafen Düsseldorf-Lohausen als einzigen Flughafen mit ziviler Nutzung in Nordrhein-Westfalen dulden wollten, konnte man sich auf einen weiteren Nordrhein-Westfälischen Flughafen in Köln einigen.

Die Standortentscheidung innerhalb Kölns fiel auf Köln-Wahn, da das Gelände um den Butzweilerhof nicht die nötigen Ausmaße besaß, um einen modernen Flughafen zu beherbergen und der Standpunkt an der Wahner Heide sowohl aus geographischen als auch aus klimatologischen Gesichtspunkten als außerordentlich günstig galt und zudem nahe dem Regierungssitz Bonn gelegen war.
1951 wurde dem Kölner Flughafen vorerst eine einjährige Lizenz ausgestellt, um den militärischen Flughafen einer zivilen Nutzung zu überführen. 1952 waren es dann jedoch erneut die Britischen Streitkräfte, die den Flughafen Wahn für militärische Nutzung in Anspruch nahmen. Sie stationierten dort 80 Jagdflugzeuge und richteten eine Fliegerschule ein. Der Luftverkehr war nun der militärischen Nutzung untergeordnet und schränkte in den Folgejahren den zivilen Flugverkehr ein.
Erst 1957 übergab die Royal Air Force den bis dahin der NATO unterstehenden Flughafen endgültig den deutschen Behörden und der Flughafengesellschaft, so dass der Ausbau des zivilen Flughafens beginnen konnte.

Aufgrund der fehlenden Verzeichnung des Militärflugplatzes Wahn im historischen Kartenmaterial ist hier die Geometrie des Flughafens Köln/Bonn eingetragen.

(Christoph Montforts, Geographisches Institut der Universität Bonn, 2015)

Internet
www.koeln-bonn-airport.de: Geschichte des Flughafens Köln/Bonn (abgerufen am 05.03.2015)
de.wikipedia.org: Flughafen Köln/Bonn (abgerufen am 05.03.2015)

Literatur

Flughafen Köln/Bonn GmbH / Stiftung Butzweilerhof Köln (Hrsg.) (2006)
80 Jahre zivile Luftfahrt in Köln - Eine Erfolgsgeschichte. Köln.

Militärflugplatz Wahn

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1938 bis 1939, Ende 1950 bis 1957
Koordinate WGS84
50° 52′ 1,22″ N, 7° 08′ 18,25″ O / 50.86701°, 7.1384°
Koordinate UTM
32U 369004.11 5636686.57
Koordinate Gauss/Krüger
2580183.94 5637469.33

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„Militärflugplatz Wahn”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-121073-20150410-2 (Abgerufen: 18. August 2018)
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