Der Römerturm in der Kölner Zeughausstraße, Ansicht von Westen (2014).
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Der Römerturm in der Kölner Zeughausstraße, Ansicht von Osten (2014).
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Der Helenenturm in Köln, ein Überrest der einstigen römischen Stadtbefestigung der "Colonia Claudia Ara Agrippinensium", von außen (2014).
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Südlicher Hafenturm der römischen Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA), das sogenannte "Ubiermonument" mit den erhaltenen Quadern im unteren Bereich (2023).
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Der Römerturm in der Kölner Zeughausstraße, Ansicht von Westen (2014).
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Der Römerturm in der Kölner Zeughausstraße, Ansicht von Osten (2014).
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Der Helenenturm in Köln, ein Überrest der einstigen römischen Stadtbefestigung der "Colonia Claudia Ara Agrippinensium", von außen (2014).
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Südlicher Hafenturm der römischen Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA), das sogenannte "Ubiermonument" mit den erhaltenen Quadern im unteren Bereich (2023). Zeichnerische Rekonstruktion nach B. Irmler / Colonia 3D.
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Der etwa 800 Meter vom Kölner Dom entfernte Römerturm in der Zeughausstraße ist in beeindruckender Gesamtheit erhalten und ein Kölner Wahrzeichen. Als „fein gestaltetes Zeugnis der Geschichte einer einstigen Weltmacht“ gilt der letzte erhaltene Turm der 2.000 Jahre alten römischen Stadtmauer als eines der besterhaltenen Teile der einstigen römischen Stadtbefestigung in Köln. Für Professor Dr. Marcus Trier, den Direktor des Römisch-Germanischen Museums, gilt der Bau als Sinnbild für die römische DNA der Kölnerinnen und Kölner im Sinne einer „Genealogie Vater - Großvater - Römer“ und „unser Denkmal Nr. 1“ (www.monumente-online.de).
Mauerturm der römischen Stadtbefestigung Kölns Der Römerturm bildete als einer von ehemals 19 Wach- und Wehrtürmen die nordwestliche Ecke der ehemals 3,911 Kilometer langen römischen Mauer, die sich mit neun Toren viereckig um die in typisch römischer Art symmetrisch angelegte Stadt der Antike befand. Der Zeitpunkt seiner Erbauung im ersten nachchristlichen Jahrhundert wird unterschiedlich datiert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) führt im Zusammenhang mit ersten Baumaßnahmen infolge der Erhebung der vormaligen Zivilsiedlung des germanischen Stammes der Ubier (Oppidum Ubiorum) zur Hauptstadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) der Provinz Niedergermanien (Germania Inferior) um 85/90 n. Chr. das Jahr 90 für die Errichtung des Turms an, während Marianne Gechter „50 n. Chr.“ (in Wilhelm 2008) bzw. die deutschsprachige Wikipedia „um 50 n. Chr.“ nennt. Via Romana (LVR 2007) führt keine Datierung an.
Der untere Teil des Römerturms hat eine Höhe von 4,50 Meter und das offenbar erst nach einer Zerstörung später entstandene Oberteil ist weitere 1,25 Meter hoch. Der Radius des annährend kreisrunden Bauwerks beträgt ca. 4,5 Meter. Der krönende Zinnenkranz wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts anstelle des zwischenzeitig zerstörten Originals aus der Antike ergänzt. Für den Bau des Turms und die ornamentale Ausschmückung seines Äußeren wurden die unterschiedlichsten Gesteine verwendet, darunter weißer Kalkstein, roter Sandstein, dunkle Grauwacke, Tuff aus der Eifel und grauer Trachyt aus den Steinbrüchen am Drachenfels. Zur Feldseite hin ist die Fassade kunstvoll als Mosaik aus Natursteinen geschmückt. Die mosaikartigen Verblendungen mit Fischgrätenmuster stellen stilisierte Tempelfronten dar, die sich im unteren und im oberen Teil des Baus unterscheiden. All dies lässt erkennen, dass der Turm wohl nicht alleine dem Schutz der Siedlung diente, sondern offenbar auch den hohen Status der römischen Kultur demonstrieren sollte.
Jüngere Geschichte, Schäden und Sanierung Dass der Turm inzwischen rund zwei Jahrtausende überdauert hat, verdankt er seiner kontinuierlichen Nutzung. So diente er während des Mittelalters als so genannter „Klarenturm“ den Nonnen des seinerzeit nach Westen hin baulich an ihn anschließenden Klarissenklosters Sankt Clara als Latrine (Cloaca in fine retro monast. s. Clara, vgl. Keussen 1910). Ein weiterer römischer Turm, der an die Ostseite des 1802 aufgehobenen Klosters anschloss - nach einem früheren Besitzer Richolf Parfus „Parfusenturm“ benannt -, wurde erst in den 1840er-Jahren zur Verbreiterung der Straße Auf dem Berlich abgerissen (www.das-alte-koeln.de). Später war im Römerturm eine Zeit lang das Dombauarchiv untergebracht. Zwei während des Zweiten Weltkriegs eingeschlagene Brandbomben richteten keinen Schaden an, da sie nicht detonierten.
Allein aufgrund seines Alters ist eine regelmäßige Pflege des Turms zu seiner Erhaltung notwendig. Eine dramatische Ausbeulung am Turm zeigte sich in den 1960ern während des Baus der Kölner U-Bahn (wobei unklar ist, ob dieser Schaden nicht schon viel älter war). Bei aufwendigen Untersuchungen zeigte sich dann im Jahr 2020 dringender Handlungsbedarf. Die Beule, an der sich das Kernmauerwerk und die äußere Mauerschale des Turms voneinander lösen und einen Hohlraum bilden, wurde zunächst provisorisch mit Spannseilen und Netzen gesichert, bevor die Statik 2022 mit Gegengewichten und Edelstahl-Ankern stabilisiert werden konnte. Es bedarf aber auf Dauer weiterer Maßnahmen um den Bestand des römischen Bauwerks zu sichern. Der 2017 gegründete Förderverein Römische Stadtmauer Köln ist bestrebt, die letzten erhaltenen 700 Meter der römischen Stadtmauer mit dem Römertum zu erhalten und deren Bedeutung wieder mehr ins Bewusstsein zu rücken. Der Förderverein und die DSD organisieren zu diesem Zweck Spendenaktion für die komplexen Restaurierungsarbeiten, die unter der Leitung des Römisch-Germanischen Museums der Stadt Köln stehen. In mehreren Sanierungsphasen soll zwischen 2025 und 2027 u.a. das Dach abgedichtet, Mauerfugen erneuert und die schmucke Fassade konserviert werden: „Jeder Stein braucht eine besondere Behandlung“, so Barbara Schock-Werner, frühere Dombaumeisterin und heutige Vorsitzende des Fördervereins.
Baudenkmal Als „Rest der römischen Stadtbefestigung (Römerturm), Baujahr 1. Jahrhundert“ wurde das in städtischem / öffentlichem Eigentum (Zuständigkeit StadtkonservatorIn Köln) stehende Bauwerk zum 1. Juli 1980 unter der Denkmalnummer 171 bzw. DE_05315000_A_0171 als Baudenkmal geschützt (www.stadt-koeln.de).
Weitere Reste von römischen Türmen der CCAA Der einstige Parfusenturm nahe des Römerturms wurde bereits vorab erwähnt. Etwa 100 Meter weiter südlich befindet sich in der Helenenstraße noch der in ruinösen Teilen erhaltene Helenenturm. Dieser schmucklose Turm gehörte ebenfalls zur römischen Stadtbefestigung wie auch der Lysolphturm, von dem sich noch Reste an der Ecke Tunis-, Kömodienstraße und Burgmauer nördlich des einstigen Zisterzienserinnenklosters St. Maria ad Ortum befinden. Der bereits auf die Zeit des Oppidum Ubiorum zurückgehende und auf um das Jahr 5 n. Chr. datierte Hafenturm, das so genannte Ubiermonument, ist im Bereich der südlichen Altstadt erhalten.
Internet www.monumente-online.de: Römerturm in Köln - Retten Sie mit uns ein echtes Urgestein (Text Beatrice Härig, in: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Monumente Oktober 2022, abgerufen 25.11.2025) roemermauer-koeln.de: Förderverein Römische Stadtmauer Köln (abgerufen 25.11.2025) de.wikipedia.org: Römerturm Köln (abgerufen 25.11.2025) www.stadt-koeln.de: Interaktive Denkmalkarte Köln (abgerufen 30.01.2026) www.das-alte-koeln.de: Ausschnitt aus dem Gemälde „Klarissenkloster St. Klara“ von Siegfried Glos (abgerufen 30.01.2026) www.express.de: Kölner Wahrzeichen bröckelt. Jetzt wird der Römerturm gerettet (Kölner Express vom 23.11.2025, abgerufen 25.11.2025, inhalt nicht mehr verfügbar 30.01.2026)
Topographie der Stadt Köln im Mittelalter, zweiter Band. (Preis-Schriften der Mevissen-Stiftung.) S. 234, Bonn. Online verfügbar: www.digital.ub.uni-koeln.de, abgerufen am 25.08.2025
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