Zur Mitte des 19. Jahrhunderts aber reichte dieser Park in östliche Richtung noch über den Niederfelder Weg hinaus und umfasste in dieser Richtung – gen Horchheimer Höhe – auch die zum Gut gehörenden Weinanbauflächen mit immerhin rund 70.000 Reben. In westlicher Richtung erstreckte sich der Park bis zum Rhein, umfasste die heutigen Sportanlagen mit Bolzplatz und Basketballfeld sowie die Lindenallee am Rhein (Mendelssohn-Allee). Die Emser Straße und die Eisenbahnstrecke, die heute beide das Areal brachial kreuzen, gab es damals noch nicht.
Im Park befanden sich neben dem Hauptgebäude, dem sogenannten Mendelssohn-Palais, das im Jahre 1833 erbaute Teehaus, heute Teil der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf, ein heute noch existierendes Rundtürmchen sowie ein Palmenhaus. Letzteres hat sich nicht erhalten.
Der Park war, der damaligen Mode entsprechend, im Stil eines englischen Landschaftsgartens gestaltet. Beispielhaft für die Auswahl der gepflanzten Bäume ist die Platane, die am unteren Ende des Parks in der Nähe des erhaltenen Rundtürmchens steht und sich nahe dem einstigen Hauptgebäude befand.
(Florian Weber, Universität Koblenz, 2025)