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Gaststätte auf dem Ölberg (1859).
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August Karstein
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Gaststätte auf dem Ölberg. Postkarte (um 1900).
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Wiesenlandschaft Rosenau (um 1935).
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Joern Kling
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Gaststätte auf dem Ölberg. Postkarte (um 1900).
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Gaststätte auf dem Ölberg. Postkarte (um 1955).
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Gaststätte auf dem Ölberg (2025).
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Gaststätte auf dem Ölberg (2024).
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Gaststätte auf dem Ölberg. Postkarte (um 1950).
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Gaststätte auf dem Ölberg. Postkarte (um 1975).
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1833 beginnt Dominikus Haupt auf dem Ölberg Getränke und musikalische Unterhaltung anzubieten. Später kommt auch Mittagessen dazu und die Gebäude werden ausgebaut. Ausschnitt aus einer Lithografie von Karstein (1859).
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Ab 1900 betreibt Wilhelm Dahm die immer noch sehr einfache Gaststätte auf dem Ölberg. Postkarte (um 1900).
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Blick vom Oelberg über das Siebengebirge in Richtung Petersberg. Das in Bildmitte aus dem Wald herausragende Hotel Rosenau wurde 1955 abgerissen. Davor die Wiesenlandschaft des Rosenauer Hofs (Postkarte um 1935).
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Gaststätte auf dem Ölberg. Nachcolorierte Postkarte (um 1900).
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Gaststätte auf dem Ölberg. Postkarte (um 1955).
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Gaststätte auf dem Ölberg (2025).
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Bis heute steht auf dem Ölberg ein Briefkasten für die Ansichtskartenschreiber bereit (2024).
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Gaststätte auf dem Ölberg. Die Abbruchwände des Steinbruchs an der Ostseite reichen bis fast an die Gebäude. Postkarte (um 1950).
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Namensgeschichte und erste Erkundungen Der Ölberg ist mit 460,7 Metern Höhe die höchste Erhebung im Siebengebirge. Der Name Ölberg, früher Oelberg geschrieben, kommt nach Theodor Hardenberg (1986) von dem früheren Namen Malberg, der erstmals 1407 erwähnt wurde. Weitere Bezeichnungen waren Maelberg oder Molberg. Erst ab Mitte des 17. Jahrhunderts findet sich auch die Bezeichnung Oelberg, wobei das „e“ als Dehnungslaut dient. Also gesprochen „Ohlberg“, wie auch schon Carl Wilhelm Nose 1789 bemerkt. Das „M“ am Wortbeginn wurde sozusagen im Laufe der Zeit verschluckt.
Einer der ersten Gäste auf dem Ölberg war 1788 der Geognost (eine frühere gebräuchliche Bezeichnung für Geologe) Carl Wilhelm Nose. Bei seinen Forschungsreisen im Siebengebirge residierte er im Haus des Hofschultheißen und Gastwirt August Mäurer in Königswinter, dem Gebäude des heutigen Siebengebirgsmuseums. Die Erkundungen im Siebengebirge auf zerfahrenen Steinbruchwegen und schmalen Köhler- und Rahmbuschpfaden müssen Expeditionscharakter gehabt haben. Über Nonnenstromberg und Rosenau zog es ihn auf den Ölberg (Ohlberg). „Die Aussicht, die man auf diesem Berge genießt, ist eine der freyesten dieser ganzen Gegend und wirklich schön“. Der Gastwirt Mäurer weiß, wie man sich um gute Kundschaft kümmern muss, und schickt Nose einen Boten mit Erfrischungen hinterher. „…die wir auf dem höchsten Punkte dieses sehr beschwerlich zu besteigenden Berges, …, mit unverkünstelter Eßlust brüderlich verzehrten“.
Entstehung der Ausflugskultur im 19. Jahrhundert Die hervorragende Eignung als Picknickplatz fällt offenbar auch anderen auf und bereits 1833 eröffnet zu Ostern das erste Gasthaus auf dem Ölberg. In seiner Anzeige in einer Bonner Zeitung wirbt Dominikus Haupt mit der grandiosen Aussicht zu Sonnenaufgang. Haupt stammt aus Oberpleis, und betreibt bereits eine Bäckerei und Wirtschaft in Ittenbach. Er bringt also eine gewisse Erfahrung mit. Regelmäßig inseriert er im Bonner Wochenblatt mit Maibowle oder Tanzmusik auf dem Ölberg. Er zielt wohl auf ein zahlungskräftigeres, bürgerliches Publikum aus der Stadt. Seine Gäste können sich in ein Gipfelbuch eintragen, in das - so eine Anzeige - sich 1834 bereits zahlreiche Besuchende eingetragen hatten. Im September 1842 kommt selbst König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen zu Besuch auf den Berggipfel, und nutzt einen frisch angelegten Weg.
Ab etwa 1848 beginnt Dominikus Haupt auf dem Ölberg auch Mittagessen anzubieten. Offenbar mit vollem Erfolg, denn das Wirtschaftsgebäude wird umgebaut und erweitert. Eine erste Darstellung findet sich auf einer 1859 von August Karstein angefertigten Sammelvedute. Die Lithographie zeigt knapp unterhalb des Gipfels ein festes, zweigeschossiges Gebäude mit Terrasse. Auf dem Gipfelplateau selbst steht ein offener Aussichtspavillon, der etwas Schutz gegen Regen und Sonne bietet. Mit Inbetriebnahme der Eisenbahn von Köln nach Rolandseck 1855 steigt der Tourismus im Siebengebirge sprunghaft an. Die Besuchenden setzen zur Erkundung des Siebengebirges mit der 1844 eingerichteten Gierponte auf die andere Rheinseite über. Es entwickelt sich am Siebengebirge ein Tourismus der Massen, der jährlich zu Pfingsten seinen Höhepunkt erlebte. Mit Dampfbooten und der linksrheinischen Eisenbahn sollen allein Pfingsten 1867 83.000 Gäste in Königswinter angelandet worden sein! Die Ausflugslokale im Ort selbst und im Gebirge werden regelrecht gestürmt. Solche Zahlen werden nach dem Ersten Weltkrieg nicht wieder erreicht werden.
Touristische Entwicklung und Ausbau durch den VVS 1873 erwirbt der Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS) das auf fiskalischem Besitz liegende Gasthaus und lässt es leicht erweitern. Auch soll die Qualität der Gastronomie gehoben werden. 1877 wird der Betrieb an August Stauf aus Ittenbach verpachtet. 1899 gelingt es dann dem VVS, die Steinbrüche am Ölberg von Franz Merkens zu erwerben und stillzulegen. Der Gipfel ist nunmehr vor Zerstörung durch Steinabbau gesichert. Nach 1900 übernimmt Wilhelm Dahm das Lokal. Zwischen 1920 und 1921 wird das Gebäude um- und ausgebaut und beinhaltet nun auch eine Wohnung für den neuen Pächter Wilhelm Steeg. Das im Krieg beschädigte Gebäude wird 1948 auf Kosten der Postverwaltung umgebaut, die dort eine Antenne für den Postfunk betreibt. Es entsteht ein Anbau mit Küche im Untergeschoss sowie weitere Zimmer im Dachgeschoss. Erst 1951 bekommt das Ölberghaus endlich einen Wasseranschluss. Zuvor musste das Wasser in 500-Liter-Tanks mit einem Zugochsen hochgebracht werden. 1956 geht der Betrieb in die Hände von Hans Prinz, der die Enkelin von Wilhelm Steeg geheiratet hatte. Die Familie Prinz betreibt das Gasthaus seit mehreren Generationen bis heute.
Der hohe Sendemast auf dem Ölberg, der ab 1970 Funk und Fernsehen diente, geht 2009 mit der Umstellung auf Kabel und Satellit außer Betrieb und wird um die Hälfte eingekürzt. Die nun für den VVS wegfallenden jährlichen Pachteinnahmen von 105.000 Euro, damals 45 Prozent der gesamten Umsatzerlöse des VVS, sind ein schmerzhafter Einschnitt. Heute bestehen auf dem Berg mehrere kleinere Anlagen für UKW-, Richt- und Mobilfunk. Der Gipfel des Ölbergs mit seiner phantastischen Aussicht und das Ölberghaus sind nach wie vor ein beliebtes Ausflugsziel - trotz oder gerade wegen des beschwerlichen Aufstiegs.
Hinweis Das Objekt „Gaststätte Oelberghaus im Siebengebirge“ ist Element des historischen Kulturlandschaftsbereiches Siebengebirge (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 446).
Gesteine des Siebengebirges. Entstehung - Gewinnung - Verwendung. Siegburg.
Breuer, Klaus (2023)
150 Jahre Oelberghaus im Besitz des VVS. In: Das Siebengebirge. 1/2023, Hrsg. VVS - Verschönerungsverein für das Siebengebirge, S. 8-10. Königswinter.
Hardenberg, Theo (1986)
Zur Geschichte des Ölberges und seiner Steinbrüche. In: Heimatverein Siebengebirge e.V. (Hrsg.): Streiflichter aus dem Siebengebirge. Heimatbuch-Festschrift 1926-1968, Königswinter.
Ludwig, Jan (2006)
Basaltabbau im Siebengebirge. Konflikt zwischen Basaltgewinnung und Naturschutz (1871-1914), Königswinter in Geschichte und Gegenwart. Königswinter.
Nose, Carl Friedrich (1789)
Orographische Briefe über das Siebengebirge und die benachbarten zum Theil vulkanischen Gegenden beyder Ufer des Nieder-Rheins. Oestliche Rhein-Seite. Erster Theil. Frankfurt am Meyn.
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