Rudolfplatz in Altstadt-Süd

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege, Architekturgeschichte
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 56′ 11,55″ N: 6° 56′ 24,34″ O 50,93654°N: 6,9401°O
Koordinate UTM 32.355.266,62 m: 5.644.788,75 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.566.125,36 m: 5.645.008,25 m
  • Rudolfplatz mit Hahnentor in Köln (2021)

    Rudolfplatz mit Hahnentor in Köln (2021)

    Copyright-Hinweis:
    Marcel Harnisch / Alle Rechte vorbehalten
    Fotograf/Urheber:
    Marcel Harnisch
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Kreuzung Aachener Straße/Rudolfplatz in Köln (2021)

    Kreuzung Aachener Straße/Rudolfplatz in Köln (2021)

    Copyright-Hinweis:
    Marcel Harnisch / Alle Rechte vorbehalten
    Fotograf/Urheber:
    Marcel Harnisch
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Blick vom Kölner Rudolfplatz aus in Richtung Aachener Straße (2021)

    Blick vom Kölner Rudolfplatz aus in Richtung Aachener Straße (2021)

    Copyright-Hinweis:
    Marcel Harnisch / Alle Rechte vorbehalten
    Fotograf/Urheber:
    Marcel Harnisch
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Baumreihe auf dem Rudolfplatz in Köln (2021)

    Baumreihe auf dem Rudolfplatz in Köln (2021)

    Copyright-Hinweis:
    Marcel Harnisch / Alle Rechte vorbehalten
    Fotograf/Urheber:
    Marcel Harnisch
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Seitenansicht des Hahnentors am Rudolfplatz in Köln (2021)

    Seitenansicht des Hahnentors am Rudolfplatz in Köln (2021)

    Copyright-Hinweis:
    Sebastian Löder / CC-BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Sebastian Löder
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Seitenansicht des Hahnentors am Rudolfplatz in Köln (2021)

    Seitenansicht des Hahnentors am Rudolfplatz in Köln (2021)

    Copyright-Hinweis:
    Sebastian Löder / CC-BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Sebastian Löder
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Rückseite des Hahnentors am Rudolfplatz in Köln (2021)

    Rückseite des Hahnentors am Rudolfplatz in Köln (2021)

    Copyright-Hinweis:
    Sebastian Löder / CC-BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Sebastian Löder
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Detailaufnahme des Hahnentors am Rudolfplatz in Köln (2021)

    Detailaufnahme des Hahnentors am Rudolfplatz in Köln (2021)

    Copyright-Hinweis:
    Sebastian Löder / CC-BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Sebastian Löder
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Der Rudolfplatz ist einer der zentralen Punkte der Kölner Ringe. Begrenzt wird der Platz im Westen durch den Hohenzollernring, im Osten durch die Pfeilerstraße, im Norden durch die Hahnenstraße und im Süden durch die Mittelstraße sowie einer angrenzenden Häuserzeile. Die Hahnenstraße verläuft vom Neumarkt zur Aachener Straße und trennt den Rudolfplatz von den sich aktuell im Bau befindlichen Wallarkaden. In einem größeren städtebaulichen Kontext betrachtet, bildet der Rudolfplatz den Mittelpunkt der Ringstraße und liegt gleichzeitig auf einer markanten horizontalen Ost-West-Achse.

Entstehung
Das Hahnentor wurde Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut und sicherte den westlichen Zugang der Stadt zur Straße Richtung Aachen und Jülich. Die Hahnentorburg ist eine von ursprünglich zwölf Torburgen entlang der ungefähr acht Kilometer langen mittelalterlichen Stadtmauer von Köln. Im Mittelalter betraten Könige nach ihrer Krönungs-Zeremonie in Aachen die Stadt durch das Hahnentor und zogen weiter zum Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom.
Der Vorplatz, der heutige Rudolfplatz, entstand jedoch erst Ende des 19. Jahrhunderts: Durch die industrielle Revolution und dem damit einhergehenden Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum wurde eine Stadterweiterung Kölns unausweichlich. Im Jahr 1882 wurde die mittelalterliche Stadtmauer aufgegeben und der Rudolfplatz entstand.

Zeit des Nationalsozialismus
Auch der Rudolfplatz war von nationalsozialistischen Umplanungen der Stadt betroffen. Die städtebaulich und historisch geprägte Ost-West-Achse sollte zu einer repräsentativen Aufmarschstraße aus- und umgebaut werden. Hierzu wurde eine gradlinige Straße (heute Hahnenstraße) durch die bestehenden Blockstrukturen verlegt und verband so den Rudolfplatz und den Neumarkt auf direktem Weg.

Die Nachkriegszeit
Durch die enormen Luftangriffe während des Zweiten Weltkriegs war ein Großteil Kölns zerstört. So erlitt auch der Block gegenüber dem Rudolfplatz massive Schäden und das Hahnentor erlitt einen Treffer. Nach den Aufräumarbeiten wurde das Hahnentor wiederhergestellt.
Als Basis für die Neugestaltung wurde der sogenannte Rot-Gelb-Plan der Kölner Innenstadt von 1949 erstellt. Dieser basiert auf einem Entwurf des Architekten Wilhelm Riphahn. Die markante Ost-West-Achse wurde dabei beibehalten.

1950er und 1960er Jahre
In den 1950er Jahren entstanden, einhergehend mit dem Wirtschaftswunder, zahlreiche Neubauten im gesamten Kölner Stadtgebiet. Auch die Bebauung rund um den Rudolfplatz veränderte sich. So eröffnete zum Beispiel im Juli 1956 das vom Kölner Architekten Theodor Kelter entworfene Theater am Rudolfplatz. Das von Wilhelm Riphahn und Paul Doetsch geplante Eckhaus wurde im September 1953 fertigstellt. Das angrenzende Kölner Opernhaus wurde 1958 abgerissen und durch ein ebenfalls von Theodor Kelter entworfenes Verwaltungsgebäude ersetzt (heute Steigenberger Hotel).

Neue Veränderungen am Rudolfplatz
Bereits 2008 äußerte das Bau- und Planungsdezernat die Überlegung einer Umgestaltung des Rudolfplatzes und dessen Umgebung. Von 2015 an hat es drei Qualifizierungsverfahren gegeben, die den Platz mithilfe einer hochwertigen Architektur ein attraktiveres Erscheinungsbild verleihen soll. 2017 begannen die Abrissarbeiten des Theaters am Rudolfplatz und der Brücke über die Hahnenstraße zum Hahnentor.
Zukünftig sollen drei Neubauten das Bild des Rudolfplatzes prägen, die vornehmlich als Büros sowie Laden- und Gastronomieflächen genutzt werden sollen.

Baudenkmal
Mit Eintragung vom 1. Juli 1980 wurden der Rudolfplatz und das Hahnentor unter der laufenden Nummer 128 als Baudenkmäler in die Kölner Denkmalliste aufgenommen (www.stadt-koeln.de).

(Marcel Harnisch, 2021)

Quelle
Frederike Bohlen, Ivan Falkenstern, Marcel Harnisch: Rudolfplatz (Semesterarbeiten im WS 2020/21 an der TH Köln, Fakultät für Architektur, Prof. Norbert Schöndeling; Dozentin Dr. Elke Janßen-Schnabel: Denkmalrecht und kommunale Satzungen, „Städtebauliche Schnittstellen am Ring in Köln“, Februar 2021, unveröffentlicht).

Internet
www.koelnarchitektur.de: „Neuer Eingang West“ (abgerufen 15.06.2021)
www.ga.de: „So hat sich der Rudolfplatz in Köln verändert“ (Text Rebecca Welsch, General-Anzeiger Köln vom 30.07.2018, abgerufen 15.06.2021)
www.masterplan-koeln.de: Rudolfplatz (abgerufen 15.06.2021)
www.digit.wdr.de: „Hahnentor in Köln“ (abgerufen 15.06.2021)
www.stadt-koeln.de: Suche in der Denkmalliste Köln (abgerufen 15.06.2021)
www.youtube.com: Der Rudolfplatz im Ausschnitt „Köln vor dem Krieg“ der Dokumentation „Das alte Köln in Farbe“ (abgerufen 31.01.2022)

Rudolfplatz in Altstadt-Süd

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Rudolfplatz
Ort
50674 Köln - Altstadt-Süd
Fachsicht(en)
Denkmalpflege, Architekturgeschichte
Erfassungsmaßstab
Keine Angabe
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1882

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Rudolfplatz in Altstadt-Süd”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-335767 (Abgerufen: 27. Januar 2023)
Seitenanfang