Güterbahnhof Braunsfeld

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 56′ 14,43″ N: 6° 53′ 36,4″ O / 50,93734°N: 6,89344°O
Koordinate UTM 32.351.991,62 m: 5.644.970,15 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.562.845,10 m: 5.645.056,35 m
  • Güterbahnhof Braunsfeld (2018)

    Güterbahnhof Braunsfeld (2018)

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  • Güterbahnhof Braunsfeld (2018)

    Güterbahnhof Braunsfeld (2018)

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  • Durch den Köln-Lindenthaler Stadtwald führende Gleise, die in Richtung des Güterbahnhofs Braunsfeld führen (2020).

    Durch den Köln-Lindenthaler Stadtwald führende Gleise, die in Richtung des Güterbahnhofs Braunsfeld führen (2020).

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  • In Richtung des Güterbahnhofs Braunsfeld führende Gleise im Köln-Lindenthaler Stadtwald (2020).

    In Richtung des Güterbahnhofs Braunsfeld führende Gleise im Köln-Lindenthaler Stadtwald (2020).

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Seit 1879 gab es in Frechen Bemühungen um eine Bahnverbindung nach Köln, die erst 1893 realisiert werden konnten. Die unter dem Namen Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn betriebene Strecke führte von Frechen zum Militärring und teilte sich dort in zwei Arme: Der eine führte nach Köln hinein bis in die Nähe des Rudolfplatzes und diente dem Pendler- und Marktverkehr, während die zweite Linie, die Aachener Straße querend, nordwärts durch den Stadtwald zum Güterbahnhof Ehrenfeld verlief. Diese Güterverkehrslinie war auch zur Erschließung des großen Industriegebietes in Braunsfeld, Müngersdorf und Ehrenfeld zwischen Aachener und Venloer Straße gedacht.

1923–25 wurde die Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn in einer der Infrastrukturmaßnahmen unter Oberbürgermeister Adenauer weitgehend zweigleisig ausgebaut und bis zum gleichzeitig neu angelegten Niehler Hafen im Kölner Norden verlängert. Die Frechener Braunkohle-, Tonwaren- und Quarzsandindustrie erhielt damit neben dem Hafen Godorf/Wesseling einen weiteren Anschluss an den Rhein. Zudem erschloss die Bahn das große, neue Industriegebiet im Kölner Norden mit Firmen wie Courtaulds und Ford. Auch das Kölner Gaswerk in Ehrenfeld und die Braunsfelder Firma Sidol profitierten von dem Ausbau. Zu ihrer besten Zeit in den 1960er Jahren verfügte die Bahn über 170 Anschlussgleise.

Zum Bahnhof Braunsfeld gehörten neben Gleisanlagen und gepflasterten Ladestraßen mehrere Gebäude an der Aachener Straße und das 1954–55 erbaute turmartige Drucktasten-Stellwerk an der Stolberger Straße. Ein 1940 errichtetes Stationsgebäude steht in der Fluchtlinie der Aachener Straße. Der jahrzehntelang mit Handbetrieb geregelte Bahnübergang wurde 1959 bei der Verbreiterung der Straße mit elektrischen Schranken gesichert. Die zugehörigen Schrankenwärterhäuschen sind erhalten: ein turmförmiges auf der nördlichen und ein eingeschossiges auf der südlichen Straßenseite. Zum Bahnhof Braunsfeld gehörte am nördlichen Bahnhofsende ein 2018 abgebrochenes Stellwerk an der Stolberger Straße. Es war ein 1954/55 erbautes, von Siemens ausgestattetes Drucktastenstellwerk.

Hinweis
Das Objekt „Güterbahnhof Braunsfeld“ ist Element des historischen Kulturlandschaftsbereiches Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 150).

(Walter Buschmann / Matthias Hennies / Alexander Kierdorf, Institut. Industrie-Kultur-Geschichte-Landschaft, 2018)

Literatur

Buschmann, Walter; Hennies, Matthias; Kierdorf, Alexander (2018)
Via Industrialis. Entdeckungsreise Kölner Industriekultur. S. 200, Essen.

Güterbahnhof Braunsfeld

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Aachener Straße 460
Ort
50933 Köln - Braunsfeld
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1879 bis 1959

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Güterbahnhof Braunsfeld”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-292759 (Abgerufen: 14. Juni 2021)
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