Katholische Pfarrkirche St. Heribert in Köln-Deutz

Basilika „Düxer Dom“

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Kirche Neu St. Heribert in Köln-Deutz (2016)

    Kirche Neu St. Heribert in Köln-Deutz (2016)

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  • Die dreischiffige Pfeilerbasilika Neu St. Heribert in Köln-Deutz (2011), die Pfarrkirche wird auch auch "Düxer (Deutzer) Dom" genannt.

    Die dreischiffige Pfeilerbasilika Neu St. Heribert in Köln-Deutz (2011), die Pfarrkirche wird auch auch "Düxer (Deutzer) Dom" genannt.

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Infolge des Anwachsens von Köln-Deutz als Industrie und Militärstandort wurde der Bau einer großen Pfarrkirche notwendig. Auf dem Gelände des Tempelhofs entstand in den Jahren 1892-1896 die Pfarrkirche Neu St. Heribert nach Plänen des Düsseldorfer Baumeisters Caspar Clemens Pickel (1847-1939). Pickel errichtete eine dreischiffige Basilika mit Doppelturmfassade und einem - heute nicht mehr vorhandenen - Vierungsturm. Der Innenraum erhielt überaus steile Proportionen. In seinen Einzelformen knüpft der Bau entsprechend der Wettbewerbsvorgaben an rheinisch-staufische Kirchenbauten an, besonders an St. Aposteln in Köln. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erfolgte nach Plänen von Rudolf Schwarz ein vereinfachender Wiederaufbau, bei dem auf die Turmspitzen, den Vierungsturm und die Gewölbe verzichtet wurde.

Die größte der fünf Glocken der 1803 aufgehobenen Abtei Alt St. Heribert in Köln-Deutz ist die Anna-Glocke von St. Jakobus aus Neiße (Oberschlesien, heute Polen). Während des Krieges hatte sie sich auf dem Hamburger Glockenfriedhof erhalten und war danach nicht mehr in ihre Heimat zurückgekehrt. Auch St. Heribert hatte sein Geläut an den Glockenfriedhof abgeben müssen.

Mit der Einweihung war der Kirchenschatz der ehemaligen Benediktinerabtei St. Heribertus‚ darunter der Schrein des heiligen Heribert, in die neue Pfarrkirche überführt worden. Schwarz stellte den Heribertschrein in der Vierung auf und bediente sich eines mittelalterlichen Anordnungsprinzips, nach dem der Schrein zum Zeichen der Verehrung unterschritten werden kann. Der übrige Kirchenschatz ist im „Sacrarium“ des südlichen Querhausarmes ausgestellt. Zu sehen sind hier neben einem byzantinischen Löwenstoff aus dem Heribertschrein und der sogenannten Heribertkasel, dem einzigen in Köln erhaltenen Messgewand des 11. Jahrhunderts, der Stab des heiligen Heribert, eine englische Elfenbeinarbeit der Zeit um 1000 und zahlreiche weitere Kostbarkeiten.

(Jan Spiegelberg, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V. / LVR-Fachbereich Regionale Kulturarbeit, Abteilung Landschaftliche Kulturpflege, 2016)

Internet
www.rheinische-geschichte.lvr.de: Heribert (circa 970-1021), Erzbischof von Köln 999-1021 (abgerufen 12.01.2017)

Literatur

Fußbroich, Helmut (2011)
St. Heribert in Köln-Deutz (3. neu bearbeitete Auflage). (Rheinische Kunststätten 535.) Köln.
Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2007)
Jakobswege. Wege der Jakobspilger in Rheinland und Westfalen, Band 5: In 7 Etappen von Marburg über Siegen nach Köln. S. 203-207, Köln.

Katholische Pfarrkirche St. Heribert in Köln-Deutz

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Tempelstraße 2
Ort
50679 Köln - Deutz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1892 bis 1896
Koordinate WGS84
50° 56′ 10,8″ N, 6° 58′ 22,64″ O / 50.93633°, 6.97296°
Koordinate UTM
32U 357574.66 5644701.56
Koordinate Gauss/Krüger
2568435.49 5645014.97

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„Katholische Pfarrkirche St. Heribert in Köln-Deutz”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-261789 (Abgerufen: 25. Mai 2018)
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