Obere Swistbachaue (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 261)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung, Archäologie
Gemeinde(n): Meckenheim (Nordrhein-Westfalen), Rheinbach, Swisttal
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Peppenhoven von Südosten  (2013)

    Peppenhoven von Südosten (2013)

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  • Morenhoven mit Wasserburg und Mühle (2011)

    Morenhoven mit Wasserburg und Mühle (2011)

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  • Gut Müttinghoven von Süden (2011)

    Gut Müttinghoven von Süden (2011)

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Die Obere Swistbachaue ist hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Kulturlandschaftsbereich in der weiträumigen Lössaue des Swistbaches am westlichen Rand der Ville mit zahlreichen Wasserburgen in distanzierter Randlage zu den Dörfern und Mühlen, erhaltenes geoarchäologisches Archiv in den Ablagerungen der Aue:

Kirchdorf Lüftelberg mit spätmittelalterlicher katholischer Kirche St. Peter und zahlreichen Fachwerkhofanlagen, alte Obstwiesen; zweiteilige barocke Wasserburg (1260/15. Jahrhundert/1730, auch Bodendenkmal) mit Gärten und Parkanlagen; Burgmühle (19. Jahrhundert, 1664 Ersterwähnung) mit zugehörigen Wasserburganlagen (Stauwehr im Swistbach bei Meckenheim, Mühlengraben, (verlandeter) Mühlenteich, Untergraben zur Versorgung der Wassergräben des Hauses Heisterbach im nahen Flerzheim). – Abschnitte der römischen Eifelwasserleitung (Bodendenkmal).

Kirchdorf Flerzheim mit neugotischer Kirche St. Martin (1909-13, Turm als Landmarke) und zahlreichen Hofanlagen in Fachwerk; Reste der Burg Flerzheim (Wirtschaftshof, 17. Jahrhundert, auch Bodendenkmal); östlich Haus Heisterbach (17./18. Jahrhundert/,1933/34), ehemaliger Wirtschaftshof der Zisterzienserabtei Heisterbach im Siebengebirge. – Bodendenkmal römisches Rasthaus bei Flerzheim an der Straße von Bonn nach Schmidtheim.

Gut Müttinghoven in freier Lage zwischen Swistbach und Mühlengraben, barockes Herrenhaus des 18. Jahrhunderts, große Wirtschaftsgebäude.

Kirchdörfer Ramershoven und Peppenhoven, Burg Peppenhoven (auch Bodendenkmal), Haupthaus Ende 17. Jahrhundert, Wirtschaftsgebäude 18./frühes 19. Jahrhundert, Kapelle in Backstein von 1880; Jesuitenhof (18./19. Jahrhundert).

Kirchdorf Morenhoven mit Kirche St. Nikolaus (1. Hälfte 19. Jahrhundert, älterer Turm) und zahlreichen Fachwerkhöfen; südlich zweiteilige Wasserburg Morenhoven von 1682, Landschaftspark anstelle der barocken Gartenanlage des 18. Jahrhunderts, an der Swist zugehörige Mühle (19. Jahrhundert, mittelalterliche Bannmühle mit Mahlzwang); nordöstlich geschlossener Waldbereich Wehrbusch.

Abschnitt der heutigen B 56 historische Straßentrasse, zwischen 1833 und 1838 als Teilstück der Straßenverbindung von Bonn nach Schleiden gebaut, Brückenreste, Meilenstein; Swistbachübergang Bodendenkmal.

Gut Vershoven an alter Wegeverbindung nach Bonn mit Furt durch die Swist und Heiligenhäuschen.

Gut Capellen, ehemaliges Prämonstratenserinnenstift Schillingscapellen: von Immunitätsmauer umfasster Bereich mit Tor des 18. Jahrhunderts; West- und Ostflügel, Reste des Kreuzganges und der Kirche des 12. Jahrhunderts erhalten; nach Säkularisation Gutshof; im Süden ausgedehnte, vom Buschbach gespeiste Fisch- und Mühlenteiche. – Lage an dem im 14. Jahrhundert aufgenommenen Marienwallfahrtsweg Köln - Trier und eigenständiges Ziel einer Marienwallfahrt (Gnadenbild heute in der katholischen Kirche Buschhoven). - Weiler Dünstekoven mit zahlreichen Fachwerkhäusern.
Mittelalterliche Grabenanlagen bei Gut Capellen und Hohn (Bodendenkmal).

Wasserburg Heimerzheim, zweiteilige wasserumschlossene Anlage des 14.-18. Jahrhunderts an der Swist mittelalterlichen Ursprungs, mit dreiflügeliger Hauptbug, dreiflügeliger Vorburg und weitläufigem Park des 18.-19. Jahrhundets; als point de vue nach Südosten über die freie Landschaft Blickbeziehung zur Tomburg.

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern der Elemente und Strukturen, von Ansichten und Sichträumen von historischen Stadt- und Ortskernen sowie des industriekulturellen Erbes
  • Bewahren und Sichern der Elemente, Strukturen und Sichträume von Adelssitzen und Hofanlagen
  • Bewahren des Kulturlandschaftsgefüges
  • Wahren als landschaftliche Dominante
  • Sichern linearer Strukturen
  • Sichern kulturgeschichtlich bedeutsamer Böden
  • Bewahren und Sichern archäologischer und paläontologischer Bodendenkmäler in ihrem Kontext

Aus: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, Köln 2016.

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln (abgerufen am 01.10.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2016)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. S. 205f, Köln.

Obere Swistbachaue (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 261)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung, Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2016
Koordinate WGS84
50° 39′ 55,69″ N, 6° 57′ 28,6″ O / 50.66547°, 6.95795°
Koordinate UTM
32U 355687.9 5614614.33
Koordinate Gauss/Krüger
2567771.06 5614870.02

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„Obere Swistbachaue (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 261)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252230 (Abgerufen: 23. Februar 2018)
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