Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Oleftal und Oleftalsperre (KLB 28.04)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Raumplanung
Gemeinde(n): Hellenthal, Schleiden
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Wassertechnische Anlagen der Oleftalsperre bei Hellenthal (2016).

    Wassertechnische Anlagen der Oleftalsperre bei Hellenthal (2016).

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    Knöchel, Franz-Josef
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Das Oleftal und die Oleftalsperre sind hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen.

Das Oleftal ist ein wertvoller Mittelgebirgskomplex von grenzüberschreitender Bedeutung, denn im Bereich ihres Ober- und Mittellaufs bis kurz vor der Einmündung in die Talsperre fungiert die Olef als Grenzfluss.
Als „aufgelöste“ Staumauer in Pfeiler-Zellen-Bauweise nach neuzeitlichem Prinzip entstand 1955-1959 (Verstärkung in Stahlbeton 1982-1986) die 20 Millionen m³ fassende Oleftalsperre im gleichnamigen Fluss. Es war die erste ihrer Art in Deutschland, zunächst als Experimentalkonstruktion aus unbewehrtem Beton.
Unterhalb der Oleftalsperre finden sich zwischen Hellenthal und Gemünd zahlreiche Relikte der spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Eisenverhüttung und -verarbeitung.
Im relativ engen unteren Oleftal gewannen die Ansiedlungen (Schieiden, Blumenthal, Hellenthal) durch ihre Verkehrslage entlang der Bezirksstraße Köln-Luxemburg (nach 1833) und der Eisenbahnlinie Kall-Hellenthal (1884) im 19. Jahrhundert nochmals an Bedeutung. Städtebaulichen Novitäten zeigten sich vor allem in der Anlage und Bebauung der Ausfallstraßen, die in ihrem Status als Provinzialstraßen besonders geeignet waren, zeitgenössische Architektur zu realisieren. Prägende Einzeldenkmäler dokumentieren geradezu didaktisch eine architekturgeschichtliche Entwicklungsreihe in Abhängigkeit von wirtschafts-, industrie- und verkehrsgeschichtlichen Gegebenheiten.
Die Bärwurzwiesen auf frischen bis feuchten Standorten sind hier hervorragend ausgebildet und besitzen durch das reiche Vorkommen der Gelben Narzisse eine besondere Repräsentativität für die Region.

Spezifische Ziele und Leitbilder:
  • Erhalt der montanarchäologischen Substanz.

Aus: Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen. Münster, Köln. 2007

Internet
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in NRW (Abgerufen: 03.10.2015)

Literatur

Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Grundlagen und Empfehlungen für die Landesplanung (Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen / Fachgutachten zum Kulturellen Erbe in der Landesplanung). S. 91, Münster, Köln.

Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Oleftal und Oleftalsperre (KLB 28.04)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2001
Koordinate WGS84
50° 30′ 28,43″ N, 6° 25′ 48,72″ O / 50.5079°, 6.4302°
Koordinate UTM
32U 317789.08 5598257.82
Koordinate Gauss/Krüger
2530561.43 5596992.06

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„Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Oleftal und Oleftalsperre (KLB 28.04)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080730-0155 (Abgerufen: 14. Dezember 2017)
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