Oleftal (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 225)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung, Archäologie
Gemeinde(n): Hellenthal, Schleiden
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Schleiden: links im Bild das Schloss, rechts die Schlosskirche (2014).

    Schleiden: links im Bild das Schloss, rechts die Schlosskirche (2014).

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    Toni Kraijnovic, LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland
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    Toni Kraijnovic
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Das Oleftal ist hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Frühindustriell geprägter Landschaftsbereich im Tal der Olef zwischen Hellenthal und Schleiden:

Hellenthal: katholische Kirche St. Anna (1892-94, Neubau nach dem Zweiten Weltkrieg), evangelischer Glockenturm (1898); Villenbebauung an der Ausfallstraße; alter Friedhof mit Resten einer Kirchenruine und dem sogenannten Staudter Hof (18. Jahrhundert). – Schutz des Parkcharakters um die Villenbebauung.

Kleines Dorf Kirschseiffen an der Olef mit evangelischer Kirche, einem sogenannten Bethaus von 1786/87 ohne Turm, und anschaulich überkommener Bebauung sowie ältestem Gebäudeteil des Schoeller-Werkes.

Weiler Blumenthal: Eisenverarbeitung, jüdischer Friedhof, Synagoge (Bodendenkmal). – Historisches Dorf Oberhausen mit Industriebauten der frühen Nagelherstellung (Fabrikanlage Bodendenkmal); Fachwerkbauten des 17. bis 19. Jahrhunderts.

Schleiden: im Kern mittelalterliche Höhenburg über dem Tal der Olef; erhalten der im 18. Jahrhundert umgestaltete Südflügel und Reste des Ostflügels sowie Burgtor des 13. Jahrhunderts. – Am Fuß des Burgbergs historischer Stadtkern (sogenannte Burg-Tal-Siedlung) mit katholischer Hallenkirche SS. Philippus und Jakobus (ehemalige Burgkapelle); Reste der ehemaligen Stadtbefestigung; westlich der Burg großer Friedhof am Hang mit Kalvarienberg, Ehrenfriedhof für deutsche Gefallene des Zweiten Weltkrieges.

Abschnitt der Oleftalbahn zwischen Schleiden und Hellenthal.

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern der Elemente und Strukturen, von Ansichten und Sichträumen von historischen Stadt- und Ortskernen sowie des industriekulturellen Erbes
  • Bewahren des Kulturlandschaftsgefüges
  • Sichern linearer Strukturen

Aus: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, Köln 2016.

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln (abgerufen am 01.10.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2016)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. S. 194, Köln.

Oleftal (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 225)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung, Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2016
Koordinate WGS84
50° 30′ 46,66″ N, 6° 28′ 1,15″ O / 50.51296°, 6.46699°
Koordinate UTM
32U 320416.26 5598731.23
Koordinate Gauss/Krüger
2533167.34 5597571.26

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„Oleftal (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 225)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252169 (Abgerufen: 23. Februar 2018)
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