Schönrather Hof

frühere Grangie und Pachthof der Zisterzienserabtei Altenberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Gut Schönrath (2014)

    Gut Schönrath (2014)

    Copyright-Hinweis:
    NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln
    Fotograf/Urheber:
    Hannah Brüggemann
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  • Gut Schönrath (2014)

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Der alte Gutshof aus dem 13. oder 14. Jahrhundert ist ein roter Backsteinbau, bestehend aus drei eingeschossigen Wirtschaftsgebäuden und einem Wohnhaus. Die Wirtschaftsgebäude sind „U“-förmig angeordnet. An der Öffnung befindet sich ohne direkte Verbindung das zweigeschossige Wohnhaus aus dem Jahr 1870, dessen rote Mauern zum Großteil von wildem Wein bedeckt sind.

Der Hof Schönrath gehörte zu den 12 Grangien der Zisterzienserabtei Altenberg, die 1210 bestanden, nachdem ihr der Ritter Sigwin das Gut gegen Erlassung seiner Schulden überschrieben hat. Mit 242 Hektar Fläche handelte es sich um die größte Grangie des Klosters. Durch Auflassung benachbarter Altenberger Höfe wurde die Anlage, die noch 1408 von Konversen bewirtschaftet wurde, weiterhin vergrößert. Er blieb bis zur Säkularisation 1803 im Besitz des Klosters und war auch zu diesem Zeitpunkt mit 773 Morgen der größte Hof Altenbergs. Wenige Jahre später wurde er von Freiherr Theodor von Fürstenberg erworben. Er selber hatte seinen Sitz in Schloss Stammheim und ließ den Hof daher, so wie auch in der Vergangenheit bereits geschehen, von einem Pächter führen. Gut hundert Jahre später gelangte der Hof in den Besitz der Stadt Köln. Am 1. Juli 1980 wurde die gesamte Anlage unter Denkmalschutz gestellt. Zudem wird er mitsamt der zugehörigen Grünanlagen, einem Fleckchen Restwaldbestand und dem Obstgarten im Landschaftsplan als Landschaftsbestandteil geschützt.

Der Name des Gutes Schönrath setzt sich aus den Wortbestandteilen „schön“ und „rath“ zusammen, welche so viel wie „schöne Rodung“ bedeuten. Ursprünglich lag der Hof anders als heute abseits der Ortschaften völlig frei in der Landschaft. Die nächstgelegenen bewohnten Höfe gehörten damals zur Ortschaft Mülheim am Rhein, dem Schloss Stammheim oder dem Prämonstratenser Kloster in Dünnwald. Heute führen die Autobahn A3 und die Zugstrecke Köln-Deutz – Gruiten westlich und östlich am Gut vorbei.

(Hannah Brüggemann, NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln )

Internet
Bilderbuch Köln: Hofanlage Schönrather Hof (Abgerufen: 16.01.2015)
Schönrath in der Wikipedia (Abgerufen: 05.08.2014)

Literatur

Kistemann, Eva (2002)
Fachgutachten „Einfluss der Zisterzienser auf die Kulturlandschaft in und um Altenberg. Historische Entwicklung und aktueller Bestand", Band I. Bergisch Gladbach.
(1991)
Landschaftsplan der Stadt Köln, LB 9.05 Gut Schönrath mit Eichenwaldrest und Feldgehölzen, Höhenhaus. S. 714. o. O.

Schönrather Hof

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1210
Koordinate WGS84
50° 59′ 14,81″ N, 7° 00′ 54,33″ O / 50.98745°, 7.01509°
Koordinate UTM
32U 360688 5650304.47
Koordinate Gauss/Krüger
2571319 5650741.06

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„Schönrather Hof”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-BL-20090120-0008 (Abgerufen: 19. Februar 2018)
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