Keilbeck

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Radevormwald
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Ersterwähnung 1515 als „Keylbecke“. Auf der Topographia Ducatus Montani von 1715 war die Siedlung unter der Bezeichnung „Keilbec“ als Einzelhof eingetragen. 1828 war Keilbeck eine Doppelsiedlung oder ein kleiner Weiler in Höhenlage mit Gartenland über den Hängen des den Ort an drei Seiten umgebenden Tals der Wupper.

Keilbeck war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Weiler in Höhenlage, der an drei Seiten vom Tal der Wupper und den dort entstandenen Industrieansiedlungen Dahlhausen, Vogelsmühle und Dahlerau umgeben war. Die weitere Besiedlung setzte vor 1892 spärlich und um 1900 verstärkt entlang der Keilbecker Straße und untergeordnet der Kirchstraße ein. Außerdem entstanden die evangelische Kirche Dahlerau und der evangelische sowie der katholische Friedhof. Bis 1952 hatte sich in der westlichen Ortshälfte das bestehende Straßengefüge weitgehend herausgebildet. Die Bebauung reichte von der Fabrikantenvilla (Schröderweg 13) bis zu ersten Wohnsiedlungen mit Mehrfamilienhäusern. Der historische Ortskern von Keilbeck war zu diesem Zeitpunkt noch gut ablesbar und bildete den östlichen Abschluss der bebauten Fläche.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der schon bestehende Teil von Keilbeck verdichtet, wobei auch hier der Bau kleiner einheitlicher Siedlungszeilen von Bedeutung war, und der Osten sowie der historische Kern komplett neu überbaut. Im Osten, auf einem „Auf der Brede“ genannten Areal, setzte in den 1960er Jahren eine großräumige Bebauung mit für die Zeit typischen Siedlungsbauten ein, die vom Einfamilienhaus bis zum Wohnblock reichten. Zusätzlich entstand eine neue Schule, die die umliegenden kleinen Landschulen ersetzte. Südlich der Schule wurden Sportanlagen angelegt. In den 1980er Jahren kam es wiederum zu einem flächenhaften Wohnhausbau, der nun den zu diesem Zeitpunkt noch mit größeren Freiflächen durchsetzten zentralen Ortsteil mit dem historischen Ortskern komplett überbaute und auffüllte.

Diese starke Siedlungsausdehnung von Keilbeck, getragen von nicht-ländlichen Bautypen, erklärt sich aus der zentralen Lage zwischen den genannten Industriestandorten. In Vogelsmühle und in Dahlerau wurde bis in die 1990er Jahre produziert. Keilbeck ist mit den umliegenden Ortschaften zusammengewachsen.

Literatur

Pampus, Klaus / Oberbergische Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsvereins (Hrsg.) (1998)
Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte. (Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Sonderband.) Gummersbach.
Ploennies, Erich Philipp (1988)
Topographia Ducatus Montani (1715). In: Bergische Forschungen Band XX (hrsg. und bearb. von Burkhard Dietz), Neustadt/Aisch.

Keilbeck

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1515
Koordinate WGS84
51° 13′ 0,83″ N, 7° 18′ 53,4″ O / 51.2169°, 7.31483°
Koordinate UTM
32U 382308.33 5675294.42
Koordinate Gauss/Krüger
2591908.65 5676598.44

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„Keilbeck”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-BL-20080215-0084 (Abgerufen: 25. September 2017)
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