LVR-Freilichtmuseum Kommern

Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Mechernich
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Köhlerei im LVR-Freilichtmuseum Kommern (2010).

    Köhlerei im LVR-Freilichtmuseum Kommern (2010).

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  • Außenansicht eines historischen Gebäudes im LVR-Freilichtmuseum Kommern (2010).

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  • Geschmückte Pferde während einer Veranstaltung im LVR-Freilichtmuseum Kommern (2010).

    Geschmückte Pferde während einer Veranstaltung im LVR-Freilichtmuseum Kommern (2010).

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  • Innenansicht eines historischen Gebäudes im LVR-Freilichtmuseum Kommern (2010).

    Innenansicht eines historischen Gebäudes im LVR-Freilichtmuseum Kommern (2010).

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Das 1958 gegründete Freilichtmuseum Kommern zeigt als zentrale Sammelstätte rheinischer Volkskultur wie früher im Rheinland gelebt und gearbeitet wurde.

Freilichtmuseum Kommern - Leben und Arbeiten im Rheinland
Am 28. März 1958 läuteten in Kommern die Kirchenglocken zur Geburtsstunde des Freilichtmuseums. An diesem Tag beschloss die Landschaftsversammlung Rheinland in Düsseldorf, dass Kommern der Standort für das neue Freilichtmuseum werden soll. In den vergangenen Jahrzehnten ist nicht nur auf über 100 Hektar mit derzeit 76 historischen Häusern das flächenmäßig größte Freilichtmuseum Deutschlands entstanden. Über 50 Ausstellungen zur rheinischen Alltagskultur und Geschichte haben Erwachsene und Kinder, Vereine und Schulklassen angelockt. Das Museumskonzept und die Art, die Themen für die Besucherinnen und Besucher aufzubereiten, haben sich seitdem immer wieder verändert.

Bauernhöfe, Wind- und Wassermühlen, Werkstätten, Gemeinschaftsbauten wie Schul- und Backhaus, Tanzsaal und Kapelle stehen beispielhaft für das Bauen, Wohnen und Wirtschaften der Landbevölkerung seit dem Ende des 15. Jahrhunderts.
Der Marktplatz Rheinland führt die kulturgeschichtliche Präsentation im Freilichtmuseum bis in die Gegenwart. In den bisherigen vier Baugruppen im LVR-Freilichtmuseum Kommern werden rheinische Lebenswelten vom 16. bis frühen 20 Jahrhundert gezeigt. Die neue Baugruppe Marktplatz Rheinland widmet sich der Zeit von 1945 bis zum frühen 21. Jahrhundert und befindet sich derzeit im Aufbau. Sie zeigt die Urbanisierung des ländlichen Raumes, verbunden mit der Auflösung traditioneller ländlicher Ortsbilder.
Um einen Dorf- bzw. Marktplatz herum werden verschiedene Gebäude stehen, die die rasanten Veränderungen im dörflichen Gefüge der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit präsentieren: Gaststätte, Friseursalon, Tante-Emma-Laden, Apotheke, Bäckerei, Metzgerei, Kino, Kirche u.a.m. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelten sich zahlreiche neue Gebäudetypen, die von einer überregionalen Angleichung im Bauwesen geprägt sind. Fertighäuser und Flachdachbungalows prägen die Neubausiedlungen am Rande der Dörfer, Nissenhütten und Flüchtlingscontainer zeigen das „Wohnen in der Not“.

Eingebettet in eine Landschaft aus Äckern, Bauerngärten und Obstwiesen ist das Freilichtmuseum als „Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde“ zentrale Sammelstätte für die alltagskulturellen Objekte des Rheinlandes. Die Dauerausstellung „WirRheinländer“ präsentiert die Geschichte des Rheinlandes von der „Franzosenzeit unter Napoleon“ bis in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Das Museum bietet daneben eine Vielzahl verschiedener Angebote. Für Kinder gibt es spezielle Führungen, Ferien- und Freizeitangebote. Museumspädagogische Projekte vermitteln Schülerinnen und Schülern Einblicke in den praktischen Alltag vergangener Zeit.

Vom Häuser- zum Menschenmuseum
Anfangs war das Freilichtmuseum eher ein Häusermuseum, das die Sachkultur des Rheinlandes dokumentierte und darstellte. Im Laufe der Jahre entwickelte es sich hin zu einem Museum über das Leben der Menschen im Rheinland. In Workshops und Kursen können Besucherinnen und Besucher selbst erleben, wie man früher Brot backte, Stoffe webte, welche Kräuter man für welche Krankheiten sammelte oder wie Wäsche in den Zeiten vor der Waschmaschine gewaschen wurde.
In den vergangenen Jahren entwickelte sich das Freilichtmuseum zu einem Museum über Menschen. Ihr Leben und Wirken in früherer Zeit steht hier im Mittelpunkt. So trifft man nun Menschen im Museum– „Bäuerin“, „Schmied“, „Mausefallenkrämerin“ ... –, die darin geschult sind, den Besuchern ihre traditionellen Arbeiten und deren geschichtlichen Hintergrund zu erklären.

Das LVR-Freilichtmuseum Kommern ist Projektpartner von „1914 – Mitten in Europa. Das Rheinland und der Erste Weltkrieg“ (www.rheinland1914.lvr.de) und wertgebendes Element des Kulturlandschaftsbereichs „Rheinisches Freilichtmuseum Kommern“ (Regionalplan Köln 242).

(LVR-Redaktion KulaDig, 2009 / Andrea Nowotny, LVR-Freilichtmuseum Kommern, 2017)

Internet
www.kommern.lvr.de: LVR-Freilichtmuseum Kommern (abgerufen 26.07.2010 und 07.03.2017)
www.kommern.lvr.de: Geländeplan des Freilichtmuseums (PDF-Datei, 2,6 MB, abgerufen 07.03.2017)
www.rheinischemuseen.de: LVR-Freilichtmuseum Kommern / Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde (abgerufen 07.03.2017)
www.rheinische-geschichte.lvr.de: Josef Haubrich (1889-1961), Förderer des LVR-Freilichtmuseums in Kommern (abgerufen 14.09.2015)

LVR-Freilichtmuseum Kommern

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Eickser Straße / Auf dem Kahlenbusch
Ort
53894 Mechernich - Kommern
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1958
Koordinate WGS84
50° 36′ 51,4″ N, 6° 37′ 58,83″ O / 50.61428°, 6.63301°
Koordinate UTM
32U 332545.13 5609606.48
Koordinate Gauss/Krüger
2544846.98 5608928.56

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„LVR-Freilichtmuseum Kommern”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-FJK-20100726-0008 (Abgerufen: 29. Mai 2017)
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