Basilika Sankt Kastor in Koblenz

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Koblenz
Kreis(e): Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Wartungsarbeiten

    Wartungsarbeiten

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In der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts wurde am Zusammenfluss von Mosel und Rhein die Kirche gegründet. Erzbischof Hetti von Trier (814-847) weihte dort am 9. November im Jahr 836 den karolingischen Bau ein. Der Westbau wurde um 1050 bis auf die beiden unteren Geschosse abgetragen. Probst Buvo (1147-1158 urkundlich bekannt) ließ den Ostbau mit den Schatzkammern, Türmen und der Apsis errichten. Anschließend wurde umgehend mit dem Bau neuer Türme begonnen. Im Jahr 1208 konnte die Kirche neu geweiht werden.
Dechant Richard (1225-1230 bezeugt) veranlasste anschließend den Bau der Pyramidendächer. Im Jahre 1422 wurde wieder damit begonnen, an den Türmen der Kirche zu bauen. Von 1496-1499 wurde innerhalb von drei Jahren das Mittelschiff eingewölbt.

Die Gestaltungs des Pfarrhofs (1827-1829) und die Restaurierung der Pfarrkirche (1848-49) leitete jeweils der Koblenzer Bauinspektor Johann Claudius von Lassaulx (1781-1848). 1859 erhielt Sankt Kastor ein neues Portal, das Tympanon fertigte der Bildhauer Josef Fuchs aus Köln.
Kurze Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde mit der Beseitigung der Kriegsschäden begonnen. Dazu wurde der gesamte Dachstuhl erneuert. Die Dacheindeckung ist 1951 durch eine solide Beschieferung ersetzt worden. 1959 wurden die Apsis, die Zwerggalerie sowie die beiden Osttürme von außen restauriert. 1979 begannen die Restaurierungsarbeiten am Westwerk. Im Jahre 1980 waren die Instandsetzungen größtenteils abgeschlossen.

Der Kirchenbau ist insgesamt 58,25 Meter lang und 25,30 Meter breit. Bei der dreigeschossigen Apsis fallen dem Betrachter zunächst die großen Rundbogenfenster im zweiten und die Zwerggalerie im dritten Geschoss auf. Diese wird von fünfgeschossigen, schlanken Osttürmen flankiert. Heute präsentiert sich die Basilika Sankt Kastor als dreischiffiger, typisch romanischer Kirchenbau.

(Simon Künzel und Miriam Lux, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Literatur

Weiss, Erhard (1992)
Ein Führer zur Baugeschichte in Koblenz. Neuwied.

Basilika Sankt Kastor in Koblenz

Schlagwörter
Ort
Koblenz - Altstadt
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 800 bis 836
Koordinate WGS84
50° 21′ 44,24″ N, 7° 36′ 14,08″ O / 50.36229°, 7.60391°
Koordinate UTM
32U 400702.08 5579844.58
Koordinate Gauss/Krüger
3400737.47 5581636.81

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„Basilika Sankt Kastor in Koblenz”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-95091-20140625-2 (Abgerufen: 22. Mai 2018)
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