Bayenturm

heute Sitz der Stiftung FrauenMediaTurm und feminitisches Archiv und Dokumentationszentrum

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der Bayenturm in der Kölner Südstadt (2013)

    Der Bayenturm in der Kölner Südstadt (2013)

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  • Rückseite des Bayenturms in Köln (2013)

    Rückseite des Bayenturms in Köln (2013)

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  • Ausschnitt der historischen Ansicht Kölns aus dem Jahr 1531 von Anton Woensam (um 1500-1541): der Bereich zwischen dem Bayenturm und Sankt Severin mit der Stadtmauer, vor dem Hafenbereich sind auf dem Rhein Schiffsmühlen zu sehen.

    Ausschnitt der historischen Ansicht Kölns aus dem Jahr 1531 von Anton Woensam (um 1500-1541): der Bereich zwischen dem Bayenturm und Sankt Severin mit der Stadtmauer, vor dem Hafenbereich sind auf dem Rhein Schiffsmühlen zu sehen.

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    Woensam, Anton / gemeinfrei
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    Anton Woensam
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Als „Herzstück des Rheinauhafens“ bezeichnet und seit jeher als ein stolzes Wahrzeichen der Stadt Köln ragt der Bayenturm am süd-westlichen Ufer des Rheins empor. Gerade gegen Ende des 18. und im beginnenden 19. Jahrhundert, in dem sich das Rheinland als ein besonders beliebtes touristisches Reiseziel erwies, war der Bayenturm am Rheinufer oftmals Vorlage für Landschaftsgemälde. Doch auch heute ist er noch ein beliebtes Merkmal der Kölner Südstadt.

Die Geschichte des Bayenturms
Der Bayenturm fungierte als südlicher Eckturm zwischen der mittelalterlichen Stadtmauer zur Landseite und der Ufermauer. Er war dabei der mächtigste Wehrturm der Stadt und hat mit 35 Metern eine Höhe, die der Höhe der Stadttore entsprach. Erbaut wurde er im 12. Jahrhundert im Zuge der Befestigung des Rheinufers. Seine unverkennbare Form zeichnet sich aus durch zwei achteckige Geschosse über einem hohen quadratischen Sockel.
Gemäß der Auflagen der preußischen Regierung durfte er nicht zusammen mit der Stadtmauer, die zwischen 1881 und 1886 abgerissen wurde, entfernt werden. Stattdessen wurde er 1907 renoviert und beherbergte von nun die städtischen Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm jedoch beinah vollständig durch den Bombenhagel zerstört. Die Überreste der städtischen Sammlung wurden nach dem Krieg in das Römisch-Germanische Museum überführt. Seit Mitte der 1980er Jahre bis zum Beginn der 1990er Jahre wurde der Turm dann mit Mittel des Landes NRW wieder aufgebaut und rekonstruiert. Den Innenausbau übernahm die Architektin Dörte Gatermann (*1956) im Auftrag der von der bekannten Publizistin und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer (*1942) gegründeten Stiftung „FrauenMediaTurm“.

Der Bayenturm heute
Seit 1994 ist der Bayenturm Hauptsitz der Stiftung „FrauenMediaTurm“. Genutzt wird er als „Feminitisches Archiv und Dokumentationszentrum“. Im Jahr 2003 wurde zudem dort die Redaktion der Zeitschrift EMMA angesiedelt.

(Suzan Leblebici, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, 2013)

Internet
de.wikipedia.org: Bayenturm (Abgerufen: 24.07.2013)
www.frauenmediaturm.de: Neuer Kern in „alter“ Hülle (Abgerufen: 24.07.2013)

Literatur

Krings, Ulrich / Krieg, Stefan W. (1990)
Prestel Städteführer Köln. München.
Mainzer, Udo (1977)
Köln in Historischen Ansichten. Wuppertal.
Precht-von Taboritzki, Barbara / Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.) (1999)
Der Kölner Rheinauhafen. (Rheinische Kunststätten, Heft 446.) Neuss.
Schäfke, Werner (1988)
Köln. Zwei Jahrtausende Kunst, Geschichte und Kultur. (DuMont Kunst-Reiseführer.) Köln.

Bayenturm

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Am Bayenturm
Ort
50678 Köln
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1200 bis 1300
Koordinate WGS84
50° 55′ 25,44″ N, 6° 58′ 1,01″ O / 50.92373°, 6.96695°
Koordinate UTM
32U 357113.93 5643312.08
Koordinate Gauss/Krüger
2568031.55 5643607.63

Empfohlene Zitierweise

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„Bayenturm”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-69794-20130716-2 (Abgerufen: 23. Februar 2018)
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