Urfttalsperre

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Schleiden, Simmerath
Kreis(e): Euskirchen, Städteregion Aachen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Schleiden, Urfttalsperre

    Schleiden, Urfttalsperre

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  • Schleiden, Urfttalsperre. Blick in den halb gefüllten Stausee (2011).

    Schleiden, Urfttalsperre. Blick in den halb gefüllten Stausee (2011).

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    Die Urfttalsperre bei Schleiden (2011).

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    Archäologietour2011 Nordeifel: Urfttalsperre

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Die Urfttalsperre wurde zwischen 1900 und 1905 nach den Plänen des Aachener Professors Otto Intze erbaut und gilt als Meilenstein des modernen Talsperrenbaus. Mit einer Höhe von 58 Metern und einer Länge von 226 Metern an der Mauerkrone war sie die größte Talsperre im damaligen Europa.

Das Mauerwerk der Talsperre besteht aus örtlich gewonnenen Grauwacke- und Tonschiefersteinen, die mit einem Mörtel aus Sand, Trass (kleingemahlener Bimssteintuff) und Kalk verbunden wurden. So entstand eine gebogene Gewichtsstaumauer mit einer wasserseitigen Erdvorschüttung, die bis etwa zur halben Staumauerhöhe reicht und auch als Intze-Keil bezeichnet wird. Zur Hochwasserentlastung schließt an die Talsperre ein 50 Meter hoher Kaskadenhang mit 33 Stufen an. Diesen hat man entweder mit leichter Innen- oder Außenrundung gebaut, um bei einem Hochwasser den Wasserstrahl zu lenken.

Der Bau der Talsperre wurde beschlossen, da der Wasserpegel der Rur sehr stark schwankte. Hoch- und extreme Niedrigwässer führten z.B. zu Betriebsausfällen bei Mühlen und Industriebetrieben wie Papierfabriken im Dürener Raum. Seit ihrem Bau staut die Talsperre die Urft an und sorgt für einen gleichmäßigen Wasserpegel und Schutz vor Hochwasser. Zudem wird Strom gewonnen. Vom Urftstausee verläuft ein 2,7 Kilometer langer Stollen, der Kermeterstollen, durch den Höhenzug Kermeter und endet im 110 Meter tiefer liegenden Kraftwerk Heimbach. Turbinen erzeugen hier durch Wasserkraft 16 Megawatt Strom.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Urfttalsperre und der Kaskadenhang stark beschädigt, nach dem Krieg aber wieder instandgesetzt. Um die Talsperre heutigen Sicherheitsvorschriften anzupassen, wurden 1994 bis 1999 bei vollem Betrieb zwei Kontrollgänge in die Staumauer eingebaut, z. T. mit einem schonenden Sprengverfahren. Außerdem installierten Ingenieure zahlreiche Messeinrichtungen und ein Drainagesystem.

Der Urftstausee hat ein Fassungsvermögen von 45 Millionen Kubikmetern und erstreckt sich auf 12 Kilometer Länge. Durch das Aufstauen des Wassers wurde das ehemalige Ufer der Urft überschwemmt und mit ihm auch einige archäologische Fundstellen und Höfe, wie beispielsweise Krummenauel.

Die Urfttalsperre in Schleiden war Station der Archäologietour Nordeifel 2011 (nähere Informationen hierzu im Führungsblatt in der Medienleiste) und damit auch KuLaDig-Objekt des Monats im Oktober 2011.

(LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 2011)

Urfttalsperre

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1900 bis 1905
Koordinate WGS84
50° 36′ 9,77″ N, 6° 25′ 9,28″ O / 50.60271°, 6.41925°
Koordinate UTM
32U 317379.36 5608826.01
Koordinate Gauss/Krüger
2529724.68 5607534.99

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„Urfttalsperre”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-14238-20110805-8 (Abgerufen: 15. Dezember 2017)
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