Haufendorf Gunderath

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Gunderath
Kreis(e): Vulkaneifel
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 15′ 18,39″ N: 6° 58′ 46,23″ O / 50,25511°N: 6,97951°O
Koordinate UTM 32.355.970,38 m: 5.568.948,48 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.569.897,68 m: 5.569.243,90 m
  • Informationstafel: Geschichtsstraße Abschnitt 1: Route Uersfeld-Gunderath, Station 22 Blumsmühle.

    Informationstafel: Geschichtsstraße Abschnitt 1: Route Uersfeld-Gunderath, Station 22 Blumsmühle.

    Copyright-Hinweis:
    Ortsgemeinde Uersfeld
    Fotograf/Urheber:
    Burggraaff, Peter
    Medientyp:
    Bild
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  • Informationstafel: Geschichtsstraße Abschnitt 1: Route Uersfeld-Gunderath, Station 23 Kapelle St. Quirinus.

    Informationstafel: Geschichtsstraße Abschnitt 1: Route Uersfeld-Gunderath, Station 23 Kapelle St. Quirinus.

    Copyright-Hinweis:
    Ortsgemeinde Uersfeld
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1200 erfolgte die erste Erwähnung als „Guderscit“ unser Gunderath? Die beiden Dörfer Gunderath und Hausen (heute Höchstberg) lagen auf Hilgersberger Lehen. „Alles was sie besaßen, gehörte darunter“ (Mayer u. Mertes 1986, S. 79).
Der Ort zählte 1680 vier Familien. Zwischen 1809 und heute variierte die Einwohnerzahl von 63 bis 115 Einwohner. Bis 1795 gehörte Gunderath weltlich zum Kurfürstentum Köln (Amt Nürburg) und kirchlich zur Pfarrei Uersfeld im Erzbistum Trier, das nach der päpstlichen Bulle „De salute animarum“ vom 16. Juli 1821, als Bistum heruntergestuft wurde und seine heutigen Grenzen erhielt. Die St. Quirinus Kapelle wurde 1785 errichtet.

Während der französischen Herrschaft wurde Gunderath mit der Einverleibung des linken Rheinlandes zu Frankreich vom 1798 bis 1813 zu einer eigenständigen Gemeinde („Commune“) in der „Mairie de Ulmen“ erhoben. Nach der Übernahme der Verwaltung des Rheinlandes durch die Preußen 1815 war Gunderath bis 1970 eine eigenständige Gemeinde der Bürgermeisterei bzw. des Amtes Kelberg. Seit der Kommunal- und Verwaltungsreform von 1970 gehört die Gemeinde zur Verbandsgemeinde Kelberg.

1913 fand die Planzuteilung im Rahmen der durchgeführten Flurbereinigung in der Gemarkung Gunderath statt (143 ha). Die Hauptziele der Flurbereinigung waren die Zusammenlegung und Vergrößerung der durch das Realteilungserbrecht verkleinerten Parzellen und die Erschließung jeder Nutzparzelle mit Flurwegen.
Nach der Tranchotkarte von 1809 und der Preußischen Neuaufnahme von 1895 ist Gunderath als Haufendorf zu bezeichnen, das seit den 1970er Jahren mit einem Neubaugebiet im Westen erweitert worden ist.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2015)

Internet:
www.oberes-elztal.de: Ortsgemeinde Gunderath (abgerufen 28.02.2016)

Literatur

Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter / Bundesamt für Naturschutz und Bund Heimat und Umwelt (Hrsg.) (2010)
Landschaft erzählen – die Geschichtsstraße in Kelberg (Eifel) als Fallbeispiel für die Erläuterung von Natur- und Kulturerbe. In: Wege zu Natur und Kulturlandschaft (hrsg. vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland), S. 56-71. Bonn.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2014)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Vulkaneifel (Denkmalverzeichnis Kreis Vulkaneifel, 31. März 2014). Koblenz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de, Vulkaneifel, abgerufen am 29.02.2016
Mayer, Alois; Mertes, Erich (1993)
Geschichte, Kultur und Literatur der Verbandsgemeinde Kelberg. Adenau.
Mayer, Alois; Mertes, Erich (1986)
Sagen – Geschichte – Brauchtum aus der Verbandsgemeinde. S. 79, Daun.

Haufendorf Gunderath

Schlagwörter
Ort
56767 Gunderath
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1200

Empfohlene Zitierweise

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„Haufendorf Gunderath”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-133574-20150729-2 (Abgerufen: 12. Dezember 2019)
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