St. Quirinuskapelle in Gunderath

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Gunderath
Kreis(e): Vulkaneifel
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Informationstafel: Geschichtsstraße Abschnitt 1: Route Uersfeld-Gunderath, Station 23 Kapelle St. Quirinus.

    Informationstafel: Geschichtsstraße Abschnitt 1: Route Uersfeld-Gunderath, Station 23 Kapelle St. Quirinus.

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Die Filialkapelle der Pfarrei Uersfeld wurde 1785 aus vergleichsweise kleinen Bruchsteinen errichtet, die wohl beim Bau der Pfarrkirche in Uersfeld (Station 16) drei Jahre zuvor (1782) übrig geblieben waren.

Die Kapelle mit vier rundbogigen Fenstern und dreiseitigem Chorschluss ist dem Märtyrer und Heiligen Quirinus von Rom (Namenstag: 30. April) geweiht, dem Schutzpatron der Pferde und Rinder. Im Jahre 1788 bat die Gemeinde Gunderath mit sieben Unterschriften und der von dem unermüdlichen Pfarrer Michel von Uersfeld um die Einsegnung ihrer Kapelle. Sie wurde im Juli desselben Jahres durch das Generalvikariat Trier gewährt.
Die barocke Ausstattung der heute verputzten Kapelle ist verloren gegangen. 1875 erhielt sie einen neuen Innenanstrich. Die Glocke von 1884, die 1944 für Kriegszwecke abgegeben werden musste, wurde 1959 ersetzt und trägt die Inschrift „HL. QUIRINUS BITTET FÜR UNS“.
Nach Aufhebung des nahe gelegenen Klosters Maria Martental bei Kaisersesch durch die Nationalsozialisten 1944 gelangten die Bänke der Klosterkapelle in die Kapelle von Gunderath und sind deshalb erhalten (Geschichtsstraße, Abschnitt 1, Erweiterung Uersfeld-Gunderath, Station 23).

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2013)

Literatur

Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter / Bundesamt für Naturschutz und Bund Heimat und Umwelt (Hrsg.) (2010)
Landschaft erzählen – die Geschichtsstraße in Kelberg (Eifel) als Fallbeispiel für die Erläuterung von Natur- und Kulturerbe. In: Wege zu Natur und Kulturlandschaft (hrsg. vom Bund Heimat und Umwelt in Deutschland), S. 56-71. Bonn.

St. Quirinuskapelle in Gunderath

Schlagwörter
Ort
Gunderath
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1785
Koordinate WGS84
50° 15′ 17,81″ N, 6° 58′ 45,9″ O / 50.25495°, 6.97942°
Koordinate UTM
32U 355963.27 5568930.83
Koordinate Gauss/Krüger
2569891.29 5569225.97

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„St. Quirinuskapelle in Gunderath”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-69411-20130705-5 (Abgerufen: 15. August 2018)
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