Ferienpark Heilbachsee

Center Parc Gunderath, Ferienpark Gran Dorado

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Gunderath, Sassen
Kreis(e): Vulkaneifel
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Thematische Karte "Tourismus in der Eifel 2010" (2013).

    Thematische Karte "Tourismus in der Eifel 2010" (2013).

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  • Informationstafel der Geschichtsstraße "Rund um den Hochkelberg" zum Ferienpark Heilbachsee bei Gunderath (2008).

    Informationstafel der Geschichtsstraße "Rund um den Hochkelberg" zum Ferienpark Heilbachsee bei Gunderath (2008).

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Mit der Errichtung des Ferienparks Heilbachsee 1979 haben sich die Gemarkungen von Gunderath und Sassen sehr stark verändert. Seitdem wurde die touristische Entwicklung in der Verbandsgemeinde Kelberg und insbesondere in Gunderath und später auch in Sassen durch den Park mit den zahlreichen Gästen vor allem aus den Niederlanden, Belgien und der Bundesrepublik geprägt.

Der Ferienpark wurde 1979 in der Gemarkung Gunderath errichtet. Der 10 Hektar große Park in der Gunderather Gemarkung verfügte damals über 218 Wohneinheiten mit insgesamt 1.064 Betten. Die Jahresauslastung betrug zunächst 37%. Bis 1984 verzeichnete der Park eine gute Entwicklung, denn die Jahresauslastung stieg von 37% bis ca. 80% 1984.
1982 wurde ein Managementvertrag mit der niederländischen Gesellschaft „Vendorado Bungalows“ geschlossen. 1988 erfolgte die Gründung der AG „Vendorado Leisure N.V.“, die später in „Gran Dorado Leisure N.V.“ umbenannt wurde, und die in den Niederlanden vier Ferienparks (Loohorst, Weerterbergen, Zandvoort und Port Zélande) sowie einen im Hochsauerland bei Medebach betreibt. Seitdem wurde der Park als „Ferienpark Gran Dorado“ bezeichnet.

1990 erfolgte die Erweiterung des Parks mit 16 Hektar in nördlicher Richtung in die Gemarkung Sassen. Es kamen 242 Wohneinheiten mit insgesamt 1.276 Betten hinzu. Außerdem musste der Park auch den sich ständig verändernden Ansprüchen der Gäste angepasst werden. Im Rahmen der Erweiterung wurden auch das Schwimmbad als subtropisches Erlebnisbad ausgebaut und andere Sport- und Erholungsmöglichkeiten angeboten. Das gastronomische Angebot wurde erweitert und vielseitiger gestaltet. Nach dieser Erweiterung, qualitativer Gestaltung und neuer Angebote für die Gäste konnte der Park nach der Neueröffnung sich als „5-Sterne-Bungalowpark Gran Dorado Heilbachsee“ bezeichnen.

Die Konzeption des Parks bezog sich seit der Errichtung auch auf die Einbeziehung der unmittelbaren und weiteren Umgebung mit Ausflugszielen wie Cochem, Trier, Mosel, Mayen, Nürburgring, Ahr und weitere. In der unmittelbaren Umgebung wurden viele Wanderwege angelegt und beschildert, um die angrenzende Landschaft erkunden zu können.
Der Park hat seit seiner Gründung für die beiden Ortsgemeinden Sassen und Gunderath eine große wirtschaftliche Bedeutung erlangt. Dies schlägt sich unmittelbar in den Gewerbesteuereinnahmen beider Gemeinden nieder. Für die Verbandsgemeinde Kelberg hat der Park ebenfalls eine sehr große Wirtschaftliche Bedeutung, denn viele Einheimische sind im Park beschäftigt. Der Park bietet etwa 250 Arbeitsplätze.
Zusammenfassend hat der Park heute eine Gesamtfläche von 26 Hektar mit 460 Wohneinheiten mit 2.344 Betten, gemeinschaftlichen Einrichtungen wie der Gran Place mit Pubs, Bars, verschiedenen Restaurants, Geschäften, Bowling- und Kegelbahnen, eine Sporthalle, ein Tennisplatz, Minigolf und weitere Angebote.

Der Ferienpark ist seit 2005 (Route Sassen-Ferienpark, Informationstafel I) und 2009 (Route Uersfeld-Gunderath) an die Geschichtsstraße Kelberg angebunden.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2013)

Internet
www.oberes-elztal.de: Ortsgemeinde Gunderath (abgerufen 28.02.2016)

Literatur

Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter (2006)
Der Ferienpark Heilbachsee. In: Chronik Sassen, S. 361-364. Sassen und Neubrandenburg.
Haffke, Jürgen (2011)
Vom „Rheinisch Sibirien“ zum „Mythos Nürburgring“. Tourismus für die Hocheifel 1820-2010. In: Koblenzer Geographisches Kolloquium, Jahresheft 2011, S. 41-55. Koblenz.
Haffke, Jürgen; Knöchel, Franz-Josef (2013)
Die Eifel als Tourismusgebiet. In: Die Eifel - Beiträge zu einer Landeskunde (Festschrift 125 Jahre Eifelverein 1888-2013, Band 2), S. 227-246. Düren.

Ferienpark Heilbachsee

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Am Kurberg
Ort
56767 Gunderath
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1979 bis 1990
Koordinate WGS84
50° 15′ 28,96″ N, 6° 58′ 27,4″ O / 50.25804°, 6.97428°
Koordinate UTM
32U 355606.43 5569284.9
Koordinate Gauss/Krüger
2569520.41 5569565.46

Empfohlene Zitierweise

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„Ferienpark Heilbachsee”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-69409-20130705-4 (Abgerufen: 21. August 2018)
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