Zisterzienserinnenkloster Graurheindorf

Frauenkloster Grau-Rheindorf

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Die Pfarrkirche St. Margaretha in Graurheindorf, die sich auf dem mehrfach überbauten Bereich des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters befindet (2011)

    Die Pfarrkirche St. Margaretha in Graurheindorf, die sich auf dem mehrfach überbauten Bereich des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters befindet (2011)

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Patrozinium: –.
Orden: Zisterzienserinnenkloster (Frauenkloster).
Geschichte (Gründung und Entwicklung bis um 1200):
Die in älterer Literatur angenommene Gründung des Frauenkloster bereits um 1146/47 anläßlich des Besuchs Bernhards von Clairvaux im Rheinland gilt als widerlegt. Vielleicht wurde Graurheindorf 1149 durch den Kölner Erzbischof Arnold I. gegründet.
Die älteste datierte Urkunde weist die Nonnen 1237/38 als Zisterzienserinnen aus, wahrscheinlich unter Aufsicht der Abtei Heisterbach. Die Klosterkirche, zugleich Pfarrkirche für Rheindorf, stand unter dem Patronat des Kölner Domkapitels (zusammen mit der Pfarrkirche St. Margareta in Köln und dem Templerhaus in Buschdorf). Die Abtei war materiell schlecht ausgestattet. Der Konvent war ursprünglich nur Adligen vorbehalten, öffnete sich mit der Zeit aber bürgerlichen Töchtern bis hin zur Äbtissin. Den Gottesdienst besorgten Weltpriester oder Franziskaner (Engels 2006, S. 30)

Um 1230 belegt, zu 1237/38 als Zisterzienserinnen bezeugt. Aufgehoben 1802 (Bönnen / Hirschmann 2006).

Die heutige Pfarrkirche St. Margaretha befindet sich auf dem später mehrfach neu überbauten ehemaligen Klosterbereich.

„1794-1813 besetzen die Franzosen Graurheindorf und enteignen die Kirche. In diese Zeit fällt auch der Verkauf des Klostergutes und der Abriss der damaligen Kirche und Bau einer neuen Kirche, was sich allerdings bis 1875 hinzog. (…)
Die “alte„ Pfarrkirche war eine typisch romanische Dorfkirche mit einem einfachen Langhaus und einem südöstlich vorgelagerten Turm.
Die Kirche wurde jedoch niedergelegt, nachdem im Jahre 1806 Teile der erst 1778 neu errichteten Klostergebäude in ein Gotteshaus umgebaut worden waren. Den Eingang zum Klostergelände bildete ein großes Tor, das von einem Pinienzapfen bekrönt wird.
Die 1806 umgebaute Kirche schien jedoch den Bedürfnissen der rasch wachsenden Gemeinde in Graurheindorf bald nicht mehr zu genügen. Zeitgenössische Quellen bezeugen auch eine gewisse Unzufriedenheit mit dem schmucklosen Gotteshaus, das nur wenig vom Aussehen einer Kirche hatte. Deshalb wurde der Kölner Diözesanbaumeister Vinzenz Statz mit einem Um- und Ausbau beauftragt, der Ende des Jahres 1875 abgeschlossen war. (…) Vom alten Klostertor aus ist gut zu erkennen, dass die weiß verputzten Langhauswände der Kirche ursprünglich die Umfassungsmauern des 1778 errichteten Klostergebäudes waren. (…) Der nördlich der Apsis liegende zweigeschossige Gebäudeteil gehörte ursprünglich zum Komplex des Zisterzienserinnen-Klosters und enthält heute unter anderem die Sakristei, das Pfarrbüro und eine Dienstwohnung.“ (www.bonn-graurheindorf.de)

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.bonn-graurheindorf.de (abgerufen 15.07.2011)

Literatur

Bönnen, Gerold; Hirschmann, Frank G. (2006)
Klöster und Stifte von um 1200 bis zur Reformation. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.3.) Bonn.
Engels, Odilo (2006)
Klöster und Stifte von der Merowingerzeit bis um 1200. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IX.2.) Bonn.

Zisterzienserinnenkloster Graurheindorf

Schlagwörter
Ort
53117 Bonn - Graurheindorf
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1149 bis 1230, Ende 1802
Koordinate WGS84
50° 45′ 53″ N, 7° 04′ 34,77″ O / 50.76472°, 7.07632°
Koordinate UTM
32U 364339.96 5625425.97
Koordinate Gauss/Krüger
2575979.6 5626025.85

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„Zisterzienserinnenkloster Graurheindorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-13327-20110715-8 (Abgerufen: 23. November 2017)
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