Jüdischer Friedhof auf dem Burgfriedhof Bad Godesberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Gräberreihe auf der jüdischen Abteilung des Burgfriedhofs in Bonn-Bad Godesberg (2014)

    Gräberreihe auf der jüdischen Abteilung des Burgfriedhofs in Bonn-Bad Godesberg (2014)

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  • Die jüdische Abteilung auf dem Bonn-Bad Godesberger Burgfriedhof (2014)

    Die jüdische Abteilung auf dem Bonn-Bad Godesberger Burgfriedhof (2014)

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  • Ansicht des Jüdischen Friedhofs in Bonn-Bad Godesberg (2011)

    Ansicht des Jüdischen Friedhofs in Bonn-Bad Godesberg (2011)

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  • Gräberreihe auf der jüdischen Abteilung auf dem Bonn-Bad Godesberger Burgfriedhof (2014)

    Gräberreihe auf der jüdischen Abteilung auf dem Bonn-Bad Godesberger Burgfriedhof (2014)

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  • Mehrere Grabsteine der jüdischen Abteilung auf dem Bonn-Bad Godesberger Burgfriedhof (2014).

    Mehrere Grabsteine der jüdischen Abteilung auf dem Bonn-Bad Godesberger Burgfriedhof (2014).

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  • Die jüdische Abteilung auf dem Bonn-Bad Godesberger Burgfriedhof (2014)

    Die jüdische Abteilung auf dem Bonn-Bad Godesberger Burgfriedhof (2014)

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  • Blick über die jüdische Abteilung des Burgfriedhofs in Bonn-Bad Godesberg (2014)

    Blick über die jüdische Abteilung des Burgfriedhofs in Bonn-Bad Godesberg (2014)

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  • Familiengrabstein auf der jüdischen Abteilung des Burgfriedhofs in Bonn-Bad Godesberg (2014)

    Familiengrabstein auf der jüdischen Abteilung des Burgfriedhofs in Bonn-Bad Godesberg (2014)

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  • Die Parzellen der jüdischen Abteilung auf einem Plan des Bonn-Bad Godesberger Burgfriedhofs (2014)

    Die Parzellen der jüdischen Abteilung auf einem Plan des Bonn-Bad Godesberger Burgfriedhofs (2014)

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Die jüdische Gemeinde Bad Godesberg seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Seit dem 17. Jahrhundert lebten vereinzelt Juden in Bad Godesberg. 1875 wurde der Synagogenverband mit Bonn aufgelöst. 1932 waren die Bürgermeistereien Villip (eine Person), Lannesdorf und Mehlem (6 Personen) an die Godesberger Gemeinde angeschlossen
Gemeindegröße um 1815: 32 (1808), um 1880: 56 (1885), 1932: 109, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: 1812 ist eine Synagoge in Bad Godesberg bezeugt. 1850 wurde ein Neubau eingeweiht. 1938 wurde das Gebäude in Brand gesetzt und zerstört (vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007).

1730 wird der Friedhof erstmals erwähnt (Reuter 2007).
Da sich die Juden auf alte Rechte beriefen, ihre Toten am Burgberg, dem Südosthang des Godesberges, bestatten zu dürfen, ist der Friedhof aber offenbar älter. 1895 erwarb die Gemeinde Godesberg den Burgberg und verbot weitere Bestattungen.
Der jüdischen Gemeinde wurde seinerzeit ein Grundstück neben dem ab 1804/05 angelegten kommunalen Burgfriedhof überlassen, der auf dem Gelände der ehemaligen Vorburg der Godesburg unterhalb der Michaelskapelle am westlichen Burgberg liegt.

Die historischen Karten der 1877 bis 1915 erstellten „preußischen Neuaufnahme“ weisen ein Friedhofsareal westlich der Godesburg aus (etwa im Bereich der heutigen Friedhofsabteilungen II, II und IV). Es ist aber davon auszugehen, dass die Karte hier den kommunalen Burgfriedhof verzeichnet und diese Fläche nicht dem bis 1895 belegten ursprünglichen Judenfriedhof entspricht, zumal dieses Gebiet auch nicht näher bezeichnet wird – üblich für einen jüdischen Friedhof wäre hier ein Karteneintrag Bgr.Pl. für „Begräbnisplatz“. Auch die älteren historischen Karten der „Topographischen Aufnahme der Rheinlande“ (1801-1828) bzw. der „preußischen Uraufnahme“ (1836-1850) weisen die „alte“ Lage des Godesberger Judenfriedhofs nicht aus, die somit vorerst unbestimmt bleiben muss.
Möglicherweise befinden sich Grabsteine der bis 1895 belegten ursprünglichen Friedhofsparzelle am Godesberg auf der nahe gelegenen Jüdischen Gedenkstätte Aennchenstraße. Hier befinden sich insgesamt 33 ältere Grabsteine, die nach dem Zweiten Weltkrieg „am Fuße des Godesbergs“ aufgefunden wurden. Bei der Fläche handelt es sich aber „nicht um einen echten Friedhof“ (uni-heidelberg.de, Alter Friedhof).

Der „neue“ jüdische Friedhof liegt heute inmitten des kommunalen Friedhofs in Bad Godesberg und wird als Abteilung VII geführt. Die in den kommunalen Friedhof eingegliederte und daher offen zugängliche „jüdische Friedhofsabteilung“ wird auf den Plänen des Burgfriedhofs gesondert ausgewiesen (Begehung 12.05.2014).

Das Objekt „Burgfriedhof“ ist ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalliste Bonn, Nr. A 639 / LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Nr. 34698 bzw. „jüdische Parzelle auf dem Burgfriedhof“, Nr. 29257).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2014)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Jüdische Friedhöfe in Nordrhein: Bad Godesberg, Alter Friedhof / Neuer Friedhof (abgerufen 07.05.2014)
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof Bad Godesberg (abgerufen 09.06.2011 und 07.05.2014)
de.wikipedia.org: Burgfriedhof Bad Godesberg (abgerufen 14.05.2014)

Literatur

Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 486-487, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 25, Bonn.
Stadt Bonn, Amt 61-02, Untere Denkmalbehörde (Hrsg.) (2014)
Liste der gem. § 3 DSchG NW in die Denkmalliste eingetragenen Baudenkmäler, Bodendenkmäler, beweglichen Denkmäler und Denkmalbereiche der Stadt Bonn (Stand: 01.04.2014). S. 4, Bonn.

Jüdischer Friedhof auf dem Burgfriedhof Bad Godesberg

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Am Burgfriedhof
Ort
Bonn - Bad Godesberg
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1730, Ende nach 1895
Koordinate WGS84
50° 41′ 8,12″ N, 7° 08′ 50,23″ O / 50.68559°, 7.14728°
Koordinate UTM
32U 369123.54 5616499.51
Koordinate Gauss/Krüger
2581122.37 5617298.43

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„Jüdischer Friedhof auf dem Burgfriedhof Bad Godesberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-11984-20110609-9 (Abgerufen: 15. Dezember 2017)
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