Feuerwehrgerätefabrik August Hönig GmbH

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 57′ 46,04″ N: 6° 56′ 25,53″ O 50,96279°N: 6,94043°O
Koordinate UTM 32.355.371,32 m: 5.647.706,35 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.566.111,33 m: 5.647.928,24 m
Das historische Unternehmen August Hönig GmbH wurde 1832 durch August Hönig gegründet. Die zunächst offenbar als Gießerei tätige Firma spezialisierte sich dann auf die Herstellung von Feuerwehrgeräten. Ab 1902 war die Firma in der Geldernstraße Nr. 48 in Bilderstöckchen ansässig.

Die historischen Karten der zwischen 1836 und 1850 erarbeiteten Preußischen Uraufnahme zeigen dieses Areal noch gänzlich unbebaut, während in der Preußischen Neuaufnahme (1891-1912) dann hier mit „Fbr.“ eine Fabrik verzeichnet ist, die auch noch in den die topographischen Karten der TK 1936-1945 unmittelbar südlich eines Sportplatzes erkennbar ist, der wiederum an einen heute nicht mehr existierenden kleinen Friedhof angrenzte (vgl. Kartenansichten und greven-archiv-digital.de, 1910).

Eine 2026 auf der Auktionsplattform eBay angebotene Werbeanzeige aus dem Jahr 1936 führt die Firma wie folgt:
Feuer- und Luftschutz
für die Industrie und Behörde
AUG. HÖNIG G.m.b.H.
KÖLN-NIPPES, Geldernstraße 48
Telefon: 5 11 73 / 74


Zu dem Bild eines Oldtimer-Feuerwehr-LKW Opel Blitz aus dem Baujahr 1954 findet sich die Angabe, dass die Karosserieaufbauten von Hönig stammen (instagram.com, vgl. Abbildungen). Vermutlich ist das Unternehmen in den folgenden Jahren untergegangen oder es wurde übernommen. Die Spuren verlieren sich in den Stadtkarten der 1950er-Jahre (vgl. greven-archiv-digital.de, dort Suche nach „Plan Nippes“).
Vor Ort findet sich heute nichts mehr, Hinweise zu der weiteren Firmengeschichte der Feuerwehrgerätefabrik sind willkommen!

Fritz Hönig
Zum Ende des 19. Jahrhunderts war Fritz Hönig (1833-1903, auch Hoenig bzw. Hœnig) Inhaber und Besitzer der Fabrik. Dieser betätigte sich als Mitglied des Kölner Bezirks des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) auch als Erfinder und Konstrukteur für Feuerwehrausstattung. Bereits seit 1852 war er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Köln (eine Berufsfeuerwehr wurde erst 1872 gegründet) und wurde 1885 deren Ehrenchef.

Fritz Hönig engagierte sich daneben auch besonders für den Kölner Karneval und amtierte von 1882 bis 1883 als Präsident der als „Mutter aller Karnevalsgesellschaften“ geltenden „Die Grosse von 1823“. Zudem war er als Heimatforscher und Mundartschriftsteller bekannt und brachte neben anderen Schriften auch ein Wörterbuch der Kölner Mundart heraus.
Hönig wurde im Grab seiner ersten Frau Jenny van den Valentyn auf dem Kölner Melatenfriedhof beigesetzt.
Ihm zu Ehren wurde in Lindenthal die kleine Fritz-Hönig-Straße nahe des dortigen Krankenhauses Sankt Elisabeth benannt.

(Franz-Josef Knöchel, Digitales Kulturerbe LVR, 2026)

Internet
greven-archiv-digital.de: Greven-Stadtpläne, 1910: Plan von Köln und Umgebung (abgerufen 14.08.2026)
d-nb.info: Eintrag zu Fritz Hönig im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (abgerufen 14.08.2026)
de.wikipedia.org: Fritz Hönig (abgerufen 14.08.2026)
www.instagram.com: Beitrag von mbp1702, Abbildung „Opel Blitz 1,75 to Feuerwehr LF 8 (1954) - Coachwork by August Hönig, Köln-Nippes“ (abgerufen 14.08.2026)

Literatur

Hönig, Fritz (1905)
Wörterbuch der Kölner Mundart. Herausgegeben von seinen Freunden und Verehrern. Köln.

Feuerwehrgerätefabrik August Hönig GmbH

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Geldernstraße 48
Ort
50739 Köln - Bilöderstöckchen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Auswertung historischer Karten
Historischer Zeitraum
Beginn 1832, Ende nach 1954

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Empfohlene Zitierweise
„Feuerwehrgerätefabrik August Hönig GmbH”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360452 (Abgerufen: 29. August 2026)
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