Blumentopffabrik Anton Firmenich

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Frechen
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 54′ 31,61″ N: 6° 48′ 12,02″ O 50,90878°N: 6,80334°O
Koordinate UTM 32.345.566,82 m: 5.641.979,30 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.556.546,20 m: 5.641.806,30 m
  • Wohnhaus am Standort der Blumentopffabrik Anton Firmenich (2026)

    Wohnhaus am Standort der Blumentopffabrik Anton Firmenich (2026)

    Copyright-Hinweis:
    Nicole Schmitz / Landschaftsverband Rheinland / CC BY 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Nicole Schmitz
    Medientyp:
    Bild
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Am 18.12.1864 erschien in der Kölnischen Zeitung die Liquidationsanzeige zur Versteigerung des Hauses „Nr. 384, an der Hauptstraße im Oberdorfe Frechen, mit Stallung, Scheune, Hofraum, Baumgarten, Flur Y Nr. 150 und Nr. 151“ (zeitpunkt.nrw). Die so beschriebenen Liegenschaften wurden um das Jahr 1867 von Reiner Kaiser an Jakob und Johann Firmenich verkauft (LA NRW R 7213 / 1867 / 4).

Laut Eintrag im Adressbuch von 1899 lebte hier unter der damaligen Adresse Hauptstraße 529 der Blumentopffabrikant und Schlossermeister Anton Firmenich. Diesem gehörten laut einem Bebauungsplan von 1903 (Stadtarchiv Frechen, Bebauungsplan S4-126) auch die östlich angrenzenden Grundstücke mit der Hausnummer 530, die Jakob und Johann Firmenich ebenfalls um das Jahr 1867 erworben hatten (LA NRW R 7213 / 1867 / 4). In Haus 530 wohnte laut Adressbuch von 1899 der Metzger Jakob Firmenich. Zwischen diesen beiden Gebäuden 529 und 530 wurde einst der Frechener Bach von der Franzstraße auf die Hauptstraße umgeleitet.

Im Bereich der ehemaligen Hausnummer 530 (1899), heutige Hauptstraße 186-188, ist historische Bausubstanz erhalten, wie sie auf einem (nicht inventarisierten) Foto aus dem Jahr 1930 im Archiv der Katholischen Pfarrkirche Sankt Severin nachvollziehbar ist. Um diese Zeit gehörte es dem früheren Gemeinderatsmitglied und Mitglied im Kirchenvorstand von Sankt Severin, dem Metzgermeister Jakob Firmenich. Das Gebäude präsentiert sich heute als zweigeschossiges Wohnhaus auf langrechteckigem Grundriss mit Satteldach und zwei Ladenlokalen (darunter eine ehemalige Metzgerei) im Erdgeschoss.

Anstelle des Gebäudes mit der ehemaligen Nummer 529, der Blumentopffabrik, wurde Anfang der 1970er Jahre das heutige Mehrfamilienhaus mit einer Fassade aus KerAion-Platten errichtet. Über die Geschichte der Blumentopffabrik Anton Firmenich ist bisher nichts weiter bekannt.
Beide Gebäude an der Hauptstraße befinden sich bis heute im Eigentum von Nachfahren der Familie Firmenich.

(Nicole Schmitz, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2026)

Quellen/Internet
  • zeitpunkt.nrw: Liquidationsanzeige Hauptstraße 384 (abgerufen am 21.09.2026)
  • Landesarchiv NRW, Abteilung Rheinland: LA NRW R 7213 / 1867 / 4
  • Stadtarchiv Frechen, Bebauungsplan S4-126
  • Archiv der Katholischen Pfarrkirche Sankt Severin (Foto nicht inventarisiert)

Literatur

(1899)
1899. Adressbuch der zur Bürgermeisterei Frechen gehörigen Gemeinden Frechen, Bachem und Buschbell. Frechen.

Blumentopffabrik Anton Firmenich

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Hauptstraße 186-190
Ort
50226 Frechen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1864

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Nicole Schmitz (2026): „Blumentopffabrik Anton Firmenich”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360390 (Abgerufen: 27. Oktober 2026)
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