Laut Eintrag im Adressbuch von 1899 lebte hier unter der damaligen Adresse Hauptstraße 529 der Blumentopffabrikant und Schlossermeister Anton Firmenich. Diesem gehörten laut einem Bebauungsplan von 1903 (Stadtarchiv Frechen, Bebauungsplan S4-126) auch die östlich angrenzenden Grundstücke mit der Hausnummer 530, die Jakob und Johann Firmenich ebenfalls um das Jahr 1867 erworben hatten (LA NRW R 7213 / 1867 / 4). In Haus 530 wohnte laut Adressbuch von 1899 der Metzger Jakob Firmenich. Zwischen diesen beiden Gebäuden 529 und 530 wurde einst der Frechener Bach von der Franzstraße auf die Hauptstraße umgeleitet.
Im Bereich der ehemaligen Hausnummer 530 (1899), heutige Hauptstraße 186-188, ist historische Bausubstanz erhalten, wie sie auf einem (nicht inventarisierten) Foto aus dem Jahr 1930 im Archiv der Katholischen Pfarrkirche Sankt Severin nachvollziehbar ist. Um diese Zeit gehörte es dem früheren Gemeinderatsmitglied und Mitglied im Kirchenvorstand von Sankt Severin, dem Metzgermeister Jakob Firmenich. Das Gebäude präsentiert sich heute als zweigeschossiges Wohnhaus auf langrechteckigem Grundriss mit Satteldach und zwei Ladenlokalen (darunter eine ehemalige Metzgerei) im Erdgeschoss.
Anstelle des Gebäudes mit der ehemaligen Nummer 529, der Blumentopffabrik, wurde Anfang der 1970er Jahre das heutige Mehrfamilienhaus mit einer Fassade aus KerAion-Platten errichtet. Über die Geschichte der Blumentopffabrik Anton Firmenich ist bisher nichts weiter bekannt.
Beide Gebäude an der Hauptstraße befinden sich bis heute im Eigentum von Nachfahren der Familie Firmenich.
(Nicole Schmitz, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2026)
Quellen/Internet
- zeitpunkt.nrw: Liquidationsanzeige Hauptstraße 384 (abgerufen am 21.09.2026)
- Landesarchiv NRW, Abteilung Rheinland: LA NRW R 7213 / 1867 / 4
- Stadtarchiv Frechen, Bebauungsplan S4-126
- Archiv der Katholischen Pfarrkirche Sankt Severin (Foto nicht inventarisiert)