Käthe Kollwitz Museum Köln in Altstadt-Nord

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Fachsicht(en): Museen
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 56′ 13,12″ N: 6° 56′ 48,38″ O 50,93698°N: 6,94677°O
Koordinate UTM 32.355.737,02 m: 5.644.824,07 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.566.594,03 m: 5.645.062,68 m
  • Das Käthe Kollwitz Museum Köln – Fahnen weisen den Weg.

    Das Käthe Kollwitz Museum Köln – Fahnen weisen den Weg.

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  • Das Käthe Kollwitz Museum Köln – Blick in die Sammlung.

    Das Käthe Kollwitz Museum Köln – Blick in die Sammlung.

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  • Das Käthe Kollwitz Museum Köln – Blick in die Sammlung mit der Bronze-Plastik Liebesgruppe.

    Das Käthe Kollwitz Museum Köln – Blick in die Sammlung mit der Bronze-Plastik Liebesgruppe.

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  • Käthe Kollwitz, Nie wieder Krieg, 1924, Kreide- und Pinsellithographie, Kn 205

    Käthe Kollwitz, Nie wieder Krieg, 1924, Kreide- und Pinsellithographie, Kn 205

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  • Das Käthe Kollwitz Museum Köln – Blick in die Sammlung mit dem Selbstbildnis der Künstlerin in Bronze.

    Das Käthe Kollwitz Museum Köln – Blick in die Sammlung mit dem Selbstbildnis der Künstlerin in Bronze.

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  • Käthe Kollwitz, Selbstbildnis en face, ca. 1904, Kreide- und Pinsellithographie in vier Farben sowie Spritztechnik, Kn 85

    Käthe Kollwitz, Selbstbildnis en face, ca. 1904, Kreide- und Pinsellithographie in vier Farben sowie Spritztechnik, Kn 85

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  • Käthe Kollwitz, Wärmehallen, 1908/09, Schwarze Kreide, Feder und Pinsel in Tusche und Sepia, NT (469a)

    Käthe Kollwitz, Wärmehallen, 1908/09, Schwarze Kreide, Feder und Pinsel in Tusche und Sepia, NT (469a)

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  • Käthe Kollwitz, Pietá, 1937-1938/29, Bronze, S 37

    Käthe Kollwitz, Pietá, 1937-1938/29, Bronze, S 37

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  • Käthe Kollwitz, Mutter zwei Kinder an sich pressend, ca. 1932, Kohle, NT 1232

    Käthe Kollwitz, Mutter zwei Kinder an sich pressend, ca. 1932, Kohle, NT 1232

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Am 22. April 1985, dem 40. Todestag der Künstlerin Käthe Kollwitz (1867-1945), wird in Köln das Käthe Kollwitz Museum gegründet – das erste Museum, das einzig dieser bedeutenden deutschen Künstlerpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts gewidmet ist.
Der Museumsbestand umfasst rund 300 Zeichnungen und über 550 druckgraphische Blätter sowie alle Plakate der Künstlerin und das vollständige museal greifbare plastische Werk in frühen Güssen, erweitert u. a. durch extrem seltene Zinkgüsse, die während des Zweiten Weltkriegs entstanden sind. Zusammen mit der Kopie des Mahnmals „Trauernde Eltern“ in der Kirchenruine Alt St. Alban und dem „Grabrelief Levy“ auf dem Jüdischen Friedhof in Bocklemünd ergibt sich so in Köln die einzigartige Möglichkeit, das bildhauerische Gesamtwerk der Künstlerin fast vollständig zu überblicken.
Mit seiner weltweit umfangreichsten Sammlung vermittelt das Käthe Kollwitz Museum Köln ein geschlossenes Bild der Zeichnerin, Graphikerin und Bildhauerin, die in ihrer Kunst wie keine Zweite die Themen Krieg, Armut und Tod, aber auch Liebe, Geborgenheit und das Ringen um Frieden in nachdrücklicher Weise zum Ausdruck bringt.

Sammlungsgeschichte
1983 – 60 Zeichnungen aus dem Nachlass der Künstlerin bilden den Grundstock
Bereits 1983 legt die Kreissparkasse Köln als Trägerin des Museums mit dem Erwerb eines Konvoluts von 60 Zeichnungen den Grundstock für die Kölner Kollwitz-Sammlung – Blätter aus dem Nachlass der Künstlerin, die bis an ihr Lebensende in ihrem Besitz blieben. Ein Ankauf durch die Graphische Sammlung des städtischen Wallraf-Richartz-Museums war nicht möglich, so dass die Werke durch das Engagement der Kreissparkasse Köln, ganz in Tradition Kölner Mäzenatentums, davor bewahrt wurden, bei einer Auktion in alle Winde verstreut zu werden. 1984 kommt ein weiteres Konvolut aus Familienbesitz hinzu, so dass die Kreissparkasse Köln bei der ersten öffentlichen Präsentation der Sammlung 1985 alleine 112 Zeichnungen ausstellen kann.

1985 – Die erste Ausstellung
1985 umfasst der Bestand dank weiterer Ankäufe und Schenkungen insgesamt 120 Zeichnungen, 60 Druckgraphiken und alle 15 museal greifbaren Plastiken der Künstlerin. Schnell steht fest, dass die Sammlung gemäß einer Vereinbarung mit der Erbengemeinschaft Kollwitz nicht weiterverkauft, sondern komplettiert, der wissenschaftlichen Bearbeitung zugänglich gemacht und öffentlich präsentiert werden soll.
Ein erster und wichtiger Schritt ist die Präsentation der Käthe-Kollwitz-Sammlung der Kreissparkasse Köln, so die damalige offizielle Bezeichnung, am 40. Todestag der Künstlerin, dem 22. April 1985. Zu diesem Zweck stellt die Kreissparkasse Köln die Räume ihrer ehemaligen Vorstandsetage, etwa 800 Quadratmeter Raumfläche, zur Verfügung: Büros werden in graphische Kabinette umgewandelt. Mit dieser ersten Ausstellung schlägt gleichzeitig die Geburtsstunde des Museums. Schon am Eröffnungstag ist unter vielen Anwesenden und in der Presse vom ersten Käthe Kollwitz Museum die Rede.

1989 - Neue Museumsräume
Nachdem die Ausstellung zunächst provisorisch im Verwaltungstrakt der Kreissparkassen-Hauptstelle eingerichtet und ein Besuch lediglich zu den Öffnungszeiten der Schalterhalle möglich ist, kann Anfang 1989 ein eigenes, neu errichtetes Domizil bezogen werden:
Am 26. Januar 1989 werden die vom Architekten Hans Schilling entworfenen Räume – das Museum über den Dächern der Stadt, im 4. Obergeschoss der Neumarkt Passage – eröffnet. Auf 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche ist hier eine optimale Präsentation der Sammlung nach zeitgemäßen konservatorischen Gesichtspunkten gewährleistet.

Die Direktorinnen des Käthe Kollwitz Museum Köln
Gründungsdirektorin des Käthe Kollwitz Museum Köln ist Dr. Jutta Bohnke-Kollwitz (1923-2021), eine Enkelin der Künstlerin.
Von 1990 bis 2022 steht das Haus unter der Leitung von Hannelore Fischer, die bereits seit den ersten Tagen an der Grundlagenarbeit des Museumsaufbaus beteiligt ist. In ihrer 32-jährigen Amtszeit entwickelt sie die Kollwitz-Sammlung zur umfangreichsten und in sich geschlossensten Kollektion weltweit – und die Präsentation von der zunächst eher improvisierten Einrichtung zum Graphik-Museum mit internationalem Renommee. Ende März 2022 wurde Hannelore Fischer in den Ruhestand verabschiedet.
Seit April 2022 ist die Kunsthistorikerin Katharina Koselleck Direktorin des Käthe Kollwitz Museum Köln. Bereits seit 2008 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team ihrer Vorgängerin und als Kuratorin für zahlreiche Sonderausstellungen verantwortlich.

Angebote des Museums
Zum umfangreichen Angebot des Museums zählt ein Forschungsarchiv mit Dokumenten der Künstlerin, eine Fotothek aus dem Nachlass der Familie Kollwitz, eine umfangreiche Fachbibliothek ebenso wie Führungen und Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Hinweise
In der Kölner Kirchenruine Alt St. Alban befindet sich eine Replik des Kollwitz-Mahnmals „Trauernde Eltern“, geschaffen von der Werkstatt Mataré und 1959 durch Bundespräsident Theodor Heuss der Öffentlichkeit als erstes bundesdeutsches Ehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege übergeben.
Auf dem Jüdischen Friedhof in Bocklemünd (Venloer Straße 1152) befindet sich das von Käthe Kollwitz geschaffene Grabmal für den jüdischen Kaufmann Franz Levy (1892-1937). Das ehemalige Vorstandsmitglied des Kölner Warenhauskonzerns Leonhard Tietz AG (seit 1933 Westdeutsche Kaufhof AG) gründete 1925 die spätere „Kaufhalle“. 1938 entwirft Kollwitz im Auftrag seiner Witwe und unter dem Eindruck der Reichspogromnacht das Motiv „sich fassender Hände“ als Symbol des Zusammenhalts.

(Verwendung des Textes mit freundlicher Genehmigung durch das Käthe Kollwitz Museum Köln; Umsetzung und Ergänzungen durch Ute Schumacher, LVR-Redaktion KuLaDig, 2022)

Internet
www.kollwitz.de: Käthe Kollwitz Museum Köln (abgerufen 11.07.2022)

Käthe Kollwitz Museum Köln in Altstadt-Nord

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Neumarkt 18-24
Ort
50667 Köln - Altstadt-Nord
Fachsicht(en)
Museen
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
keine Angabe
Historischer Zeitraum
Beginn 1983 bis 1985

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„Käthe Kollwitz Museum Köln in Altstadt-Nord”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-343900 (Abgerufen: 3. Oktober 2022)
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