Schupbacher Schwarzmarmor-Steinbrüche

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Beselich
Kreis(e): Limburg-Weilburg
Bundesland: Hessen
Koordinate WGS84 50° 27′ 21,51″ N: 8° 10′ 45,84″ O 50,45598°N: 8,1794°O
Koordinate UTM 32.441.748,56 m: 5.589.651,84 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.441.800,00 m: 5.591.448,25 m
  • Historische Aufnahme der Arbeit im Wiedischen Steinbruch in Schupbach

    Historische Aufnahme der Arbeit im Wiedischen Steinbruch in Schupbach

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  • Übersichtsplan der Schupbacher Marmorbrüche

    Übersichtsplan der Schupbacher Marmorbrüche

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  • Treppe zur Heiligtumskammer im Dom zu Trier (2017)

    Treppe zur Heiligtumskammer im Dom zu Trier (2017)

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    Lothar Spurzem
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    Lothar Spurzem
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Der berühmte schwarze Schupbacher Marmor kam im Laufe der 400-jährigen Geschichte aus mehreren Steinbrüchen. Die frühesten Verwendungen dürften aus Marmor aus der „Roten Kaut“ (Übersichtsplan Nr. 12) stammen.

Im 17. bis 19. Jahrhundert waren der „Wiedische Steinbruch“ (Übersichtsplan Nr. 18 a) und zwei weitere Steinbrüche (Übersichtsplan Nr. 4 und Übersichtsplan Nr. 18 b) am Klesberg die wichtigsten Lieferquellen für den schwarzen Marmor und wurden lange Zeit von unterschiedlichen Eigentümern bzw. Pächtern betrieben:

  • Südwesten: ursprünglicher Steinbruch der Familie Eller,
  • Nordwesten: ursprünglicher Wiedischer Bruch,
  • Osten: Steinbruch der Diezer Zuchthausfabrik.

Der schwarze Marmor entstand im Rückriffbereich. Die Farbe ist auf organische Reste in den Kalkablagerungen zurückzuführen. Die weißen Adern am verarbeiteten Stein sind auf mit Calcit verfüllte Klüfte des Felsens zurückzuführen.

In den Domen von Trier, Worms und Mainz ist er wesentliches Denkmalsmaterial. Balthasar Neumann war in Schupbach, um Marmor für Arbeiten in Würzburg zu kaufen.

(Willi Wabel, 2021)

Literatur

Kirnbauer, Thomas (o.J.)
Nassauer Marmor oder Lahnmarmor. Ein weltweit bekannter Naturwerkstein aus Deutschland. In: SDGG, Heft 59 – Denkmalgesteine: Festschrift – Wolf-Dieter Grimm, 2008.
Wabel, Willi; Becker, Axel (2021)
Vom Tropenriff zum Denkmal. 400 Jahre Schupbacher Marmor. o. O.

Schupbacher Schwarzmarmor-Steinbrüche

Schlagwörter
Ort
Beselich - Schupbach
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
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Willi Wabel: „Schupbacher Schwarzmarmor-Steinbrüche”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-343079 (Abgerufen: 6. Februar 2023)
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