Werder-Berg bei Edenkoben

Kiefern-Berg, Kieferberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Edenkoben
Kreis(e): Südliche Weinstraße
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 49° 17′ 11,32″ N: 8° 05′ 40,58″ O / 49,28648°N: 8,09461°O
Koordinate UTM 32.434.158,22 m: 5.459.697,33 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.434.207,36 m: 5.461.442,21 m
  • Werder-Berg bei Edenkoben (2020)

    Werder-Berg bei Edenkoben (2020)

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Der Werder-Berg ist eine Anhöhe von 370 Metern über NN im Westen der Stadt Edenkoben. Der Name geht auf Karl Friedrich Wilhelm Leopold August Graf von Werder (1808-1887), einen preußischen General der Infanterie zurück. Der Werder-Berg wird auf der Karte der bayerischen Aufnahme der Pfälzischen Gebiete (1836-1841) als „Kiefern-Berg“ bezeichnet. Einheimische verwenden diese Bezeichnung noch heute.

Die auf dem Werder-Berg stehenden Gebäude, Denkmale und Plätze sind das Ergebnis einer über viele Jahre andauernden Umgestaltung des Areals. Die Stadt Edenkoben stellte nach dem Ende des Deutsch-Französischen Kriegs im Jahre 1871 Überlegungen an, ein Denkmal zur Erinnerung an den Sieg über Frankreich zu errichten. „Der Kiefernberg bot sich als Standort geradezu an, denn er reihte sich in die von besonderen Bauwerken gekrönten Anhöhen“ (Hartkopf 1988, S. 1) des Haardtrandes. Dazu zählen im Norden das Hambacher Schloss, die Ruine Kropsburg, im Süden die Villa Ludwigshöhe, die St. Annakapelle in Burrweiler und die Rietburg bei Edenkoben. Sie sitzen auf vorgelagerten Bergrücken und nutzen damit die Lagegunst des Haardtrandes im Übergang von den steileren Höhen des Pfälzerwaldes zur Rheinebene. Im Falle des Werderberges liegt nach Westen der Schraußenberg, der sich auf mehr als 580 Meter über NN erhebt.

Der Werderberg kann als „Landschaftspark“ gesehen werden. Vergleichbare nach einem landschaftlichen Schönheitsideal umgestaltete Waldbereiche finden sich am Haardtrand in Neustadt an der Weinstraße (Wolf'sche Anlagen), in Bad Dürkheim am Wallberg oder in Sankt Martin mit dem Ottilienberg. Der Werder-Berg ist ein bemerkenswertes Beispiel der Anpassung einer landschaftlichen Einheit zum Zwecke der Erbauung, Erholung und Vermittlung gesellschaftlicher und politischer Inhalte. „Seit 1900 war dann der Werderberg mit seinen Anlagen ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, Schulklassen und Wanderer aus nah [und] fern, und für Geschichtsbewusste “zur vaterländischen Erbauung„. (Hartkopf 2008, S. 1).

Im Zentrum der Anhöhe steht das großräumig angelegte Sieges- und Friedensdenkmal. Es wurde in den Jahren 1893-1899 errichtet. Neben dem engeren Gebäudeteil umfasst die Anlage vorgelagerte Treppen- und Platzelemente, die sich symmetrisch über mehrere Ebenen auf dem Rücken des Werderberges nach Osten erstrecken.

Ursprünglich stand auf diesem Gelände der Straßburger Stein. Er wurde nach Süden, an den Rand eines Steinbruches versetzt.

Eine asphaltierte Straße (Pionierweg) führt von Edenkoben auf den Werderberg und endet etwa 100 Meter unterhalb des Gipfels. An der Straße befindet sich der Bismarckplatz mit mehreren Erinnerungssteinen. Nördlich der Straße wurde im Jahre 1920 der Turnplatz der Stadt Edenkoben errichtet, der heute als Parkplatz genutzt wird.

Am östlichen Waldrand beginnend (Zufahrtsstraße zur Kropsburg) wird der gesamte Bergrücken mit Wegen und Treppenanlagen erschlossen (Staffelweg). Dort liegt der “Werderberg-Stein„ und der Stein “Zum braven Landwehrmann„.

(Matthias C.S. Dreyer, Club Sellemols (Historienfreunde Maikammer-Alsterweiler), 2020)

Literatur

Herbert Hartkopf (2008)
Edenkoben: das Sieges- und Friedensdenkmal und die Denkmäler auf dem Werderberg. Edenkoben.
Lurz, Meinhold (1988)
Das Sieges- und Friedensdenkmal Edenkoben. (Schnell Kunstführer Nr. 1670 (1. Auflage).) Regensburg.

Werder-Berg bei Edenkoben

Schlagwörter
Ort
67480 Edenkoben
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Bauaufnahme, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger, Übernahme aus externer Fachdatenbank

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„Werder-Berg bei Edenkoben”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-319962 (Abgerufen: 4. Dezember 2020)
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