Blau-Gold-Haus in der Kölner Altstadt

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 56′ 26,49″ N: 6° 57′ 23,65″ O / 50,94069°N: 6,95657°O
Koordinate UTM 32.356.436,75 m: 5.645.217,92 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.567.277,30 m: 5.645.484,73 m
  • Blau-Gold-Haus (2018)

    Blau-Gold-Haus (2018)

    Copyright-Hinweis:
    Walter Buschmann / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
    Walter Buschmann
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  • Blau-Gold-Haus (2018)

    Blau-Gold-Haus (2018)

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    Walter Buschmann
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Noch vor dem Wiederaufbau des Stammhauses in der Glockengasse errichtete die Firma 4711 an äußerst prominenter Stelle schräg gegenüber dem Dom 1952 ein sechsgeschossiges Geschäftshaus als Schaufenster des Unternehmens. Wie für die Fabrik in Ehrenfeld, die nach Kriegszerstörungen etwa zur gleichen Zeit neu gebaut wurde, erhielt auch hier der renommierte Kölner Architekt Wilhelm Koep den Auftrag. Das „Blau-Gold-Haus“ stellt spektakulär die traditionellen Etikettenfarben der Parfümflaschen zu Schau, die seit den 1950er Jahren Basis für das umfassende Kommunikationsdesign der Marke 4711 sind: Die Farben Gold und Türkis, die nicht nur für das Logo und die Produkte, sondern auch für die Gestaltung der Firmenarchitektur verwendet wurden.

Während schon die sehenswerten Fabrikbauten durch gute Baumassengliederung und harmonische Fassadenproportionen bestechen, prägen das Blau-Gold-Haus zudem formale Besonderheiten, die einmal mehr den von der Wirtschaft gewünschten Werbeeffekt guter Architektur bestätigen. Von kaum zu überbietender Eleganz ist die Ladenzone im Erdgeschoss, die durch trapezförmige Granitpfeiler mit aufgesetzten Metallrippen geprägt wird, zwischen denen sich die gebogenen Schaufensterscheiben befinden. Darüber erhebt sich eine fünfgeschossige Aluminium-Vorhangfassade mit goldeloxierten Metallrippen und einer Zeile türkisfarbener Brüstungselementen. Das weit überstehende, flache Dach schließt mit einer ausgeprägten Hohlkehle an die Fassade an. Durch indirekte Beleuchtung der Fensterbahnen und der Dachkehle kommt die Fassadengestaltung besonders gut bei Dunkelheit zur Geltung. Als Motive der auf die Fassade applizierten Ornamente wurden mehrfach Glocken und Segelschiffe verwendet: Selbstbewusster Hinweis auf den Weg des Unternehmens von der Kölner Glockengasse auf den Weltmarkt. Das Gebäude spiegelt nicht nur Unternehmensgeschichte wider, sondern ist zugleich ein durch Leichtigkeit und Verspieltheit geprägtes Beispiel anspruchsvoller Geschäftshausarchitektur der fünfziger Jahre.

Hinweis:
Das Objekt „Blau-Gold-Haus“ ist seit 1952 ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalverzeichnis der Stadt Köln 2012, Nr. 6119).
Das Objekt „Blau-Gold-Haus“ ist Element des historischen Kulturlandschaftsbereiches Innenstadt Köln (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 352).

(W. Buschmann/M.Hennies/A. Kierdorf, Institut. Industrie-Kultur-Geschichte-Landschaft, 2018)

Literatur

Buschmann, Walter; Hennies, Matthias; Kierdorf, Alexander (2018)
Via Industrialis. Entdeckungsreise Kölner Industriekultur. S. 14, Essen.

Blau-Gold-Haus in der Kölner Altstadt

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Domkloster 2
Ort
50667 Köln - Altstadt-Nord
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1952

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Blau-Gold-Haus in der Kölner Altstadt”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-290305 (Abgerufen: 24. August 2019)
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