Ritterstein „Eselsohl“ bei Weidenthal

Ritterstein Nr. 143

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Waldleiningen
Kreis(e): Kaiserslautern
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 49° 24′ 15,27″ N: 7° 57′ 24,22″ O / 49,40424°N: 7,95673°O
Koordinate UTM 32.424.312,56 m: 5.472.918,10 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.424.357,71 m: 5.474.668,18 m
  • Ritterstein Nr. 143 "Eselsohl" bei Weidenthal (1997)

    Ritterstein Nr. 143 "Eselsohl" bei Weidenthal (1997)

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  • Ritterstein Nr. 143 "Eselsohl" bei Weidenthal (1993)

    Ritterstein Nr. 143 "Eselsohl" bei Weidenthal (1993)

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  • Ritterstein Nr. 143 „Eselsohl“ bei Weidenthal (2014)

    Ritterstein Nr. 143 „Eselsohl“ bei Weidenthal (2014)

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Der Ritterstein „Eselsohl“ (Ritterstein Nr. 143) befindet sich etwa zwei Kilometer südwestlich von Weidenthal und westlich des Straßenverlaufs der Kreisstraße 38. Er liegt auf dem Höhenrücken des Eselsohler Berges an der Wander-Markierung „Grün-Blauer-Strich“. Der Ritterstein Nr. 143 ist nordwestlich der ehemaligen Hochstraße zwischen Weidenthal und Schwarzsohl zu verorten.

Thematische Einordnung
„Eselsohl“ ist ein Ritterstein aus der Kategorie „Orientierungspunkte“. Rittersteine aus dieser Kategorie sollen der Orientierung des Wanderers dienen oder Hinweise auf bemerkenswerte Orientierungspunkte im Gelände geben. Beispiele hierfür sind etwa Quellen, Sohlen, Wooge, Felsen, Burgen, Täler oder Angaben über Grenzen oder Herrschaftsgebiete (Eitelmann 2005).

Spezifische Einordnung
Der Stein verweist auf eine ehemals nahe gelegene Eselsohl. Dort wälzten sich die einst in der Landwirtschaft eingesetzten Esel. Die Tiere wurden früher in den Dörfern im Pfälzerwald gerne als Lasttiere eingesetzt. Esel waren in Anschaffung und Haltung kostengünstiger, als Ochsen oder gar Pferde. Esel wurden für alle Arbeiten eingesetzt, die der Mensch alleine nicht stemmen konnte. Gerade in der Waldwirtschaft waren die kleinen und wendigen Esel gut zu verwenden. Mit Hilfe eines speziellen Geschirrs wurde geschlagenes Holz an den Eseln befestigt. Mit ihrer Hilfe wurde es aus dem Wald zu einem Holzsammelplatz verbracht (geschleift, siehe dazu auch Eselschleif und Eselschleif-Häuschen). Solche Sammelstellen (Triftplätze oder Trifholzhöfe) befanden sich meist in der Nähe eines Gewässers. Über die Waldbäche wurde das Holz in Richtung größerer Flüsse getriftet (Transport von ungebündeltem Holz auf dem Wasser, siehe dazu: Trift im Pfälzerwald). Ab dem 19. Jahrhundert wurde der Esel als Lasttier vermehrt durch Ochsen und Pferde ersetzt.

Eine Sohle, auch Suhle genannt, ist eine Wasserstelle mit lehmigem und wasserundurchlässigem Untergrund. An dieser Stelle konnten sich die Esel suhlen. Auch das Schwarzwild wälzt sich gerne in einer Suhle, um sich von lästigen Parasiten zu befreien. Die Schicht aus Schlamm schützt vor Insektenstichen.

(Raphaela Maertens und Sonja Kasprick, ZukunftsRegion Westpfalz, 2018)

Literatur

Eitelmann, Walter / Pfälzerwald-Verein e.V. (Hrsg.) (2005)
Rittersteine im Pfälzerwald. Gedenksteine und Inschriften - Eine steinerne Geschichtsschreibung (5. Auflage). Neustadt an der Weinstraße.

Ritterstein „Eselsohl“ bei Weidenthal

Schlagwörter
Ort
67677 Enkenbach-Alsenborn - Waldleiningen
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1910 bis 1912

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„Ritterstein „Eselsohl“ bei Weidenthal”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-283399 (Abgerufen: 8. Juli 2020)
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