Denkmal des heiligen Severin in der Spielmannsgasse

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Schon zur Einweihung der Severinsbrücke im Jahr 1959 bestand der Wunsch, im Bereich der neuen Rheinbrücke ein Denkmal zu errichten, das die Brücke und das angrenzende Severinsviertel symbolisiert. Nach einer langen Entscheidungsphase wurde der Kölner Bildhauer Prof. Elmar Hillebrand (1925-2016) im Jahr 1964 vom Rat der Stadt Köln beauftragt, ein Severinsdenkmal zu fertigen.
Im November 1968 wurde dieses Denkmal vom damaligen Oberbürgermeister Theo Burauen (1906-1987, Oberbürgermeister von 1956-1973) unter großer Beteiligung der Kölner Bevölkerung, insbesondere aus dem Severinsviertel, eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben. Gefertigt wurde die knapp 4,50 Meter hohe und ca. 20 Tonnen schwere Statue aus der Carrara-Varietät Uliano (Lahn-Marmor) bei der Firma Engelbert Müller KG in Villmar an der Lahn von Elmar Hillebrand und dem ihn unterstützenden Bildhauer Walter Schmitt.
Seitdem steht die Marmorstatue nun vor der Kirche St. Johann Baptist und wacht über die Severinsbrücke und das Severinsviertel. Die Figur ist zwischenzeitlich stark verschmutzt und weist auch eine Beschädigung auf. Das Umfeld (Kirche, Severinstraße, U-Bahnstation) wurde in den letzten Jahren durch Sanierungs- und Neubaumaßnahmen deutlich aufgewertet, so dass der Kontrast zwischen der verschmutzten Statue des Severin und der nunmehr aufgewerteten Umgebung sehr groß geworden ist.

Sankt Severin
Der heilige Severin war der dritte bekannte Bischof von Köln. Im Jahr 376 soll er in Köln ein Monasterium zu Ehren der Märtyrer Cornelius und Cyprianus geweiht haben. Hieraus entstand das spätere Stift St. Severin. Severins Gebeine sind heute in einem kunstvollen Schrein im Chorraum der Kirche St. Severin in Köln aufbewahrt. Zu den Insignien eines Bischofs zählen der Bischofsstab und die Mitra. Als Attribut des heiligen Severins dient häufig das von ihm in seinen Händen gehaltene Modell der St. Severin-Kirche. Der Heilige ist Schutzpatron der Stadt Köln sowie der Weber. Er wird bei Trockenheit für Regen angerufen. Zudem soll er bei Unglück helfen. Die katholische Kirche gedenkt seiner am 23. Oktober, die orthodoxen Christen am 8. Januar.

(Karl-Peter Wiemer und Rudolf Conrads, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, 2018)

Internet
www.heiligenlexikon.de: Ökumenisches Heiligenlexikon, Severin von Köln (abgerufen 07.06.2018)

Denkmal des heiligen Severin in der Spielmannsgasse

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Spielmannsgasse
Ort
50678 Köln - Altstadt-Süd
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1968
Koordinate WGS84
50° 55′ 45,07″ N, 6° 57′ 28,43″ O / 50.92919°, 6.9579°
Koordinate UTM
32U 356494.73 5643936.08
Koordinate Gauss/Krüger
2567387.36 5644206.05

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„Denkmal des heiligen Severin in der Spielmannsgasse”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-277960 (Abgerufen: 19. Juni 2018)
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