Bunker Erwin bei Börfink

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde, Architekturgeschichte
Gemeinde(n): Börfink
Kreis(e): Birkenfeld (Rheinland-Pfalz)
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Gebäude auf dem Gelände des Bunkers Erwin bei Börfink (2017)

    Gebäude auf dem Gelände des Bunkers Erwin bei Börfink (2017)

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  • Ehemaliges Verwaltungsgebäude und Mensa auf dem Gelände des Bunkers Erwin bei Börfink (2017)

    Ehemaliges Verwaltungsgebäude und Mensa auf dem Gelände des Bunkers Erwin bei Börfink (2017)

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  • Ehemalige Mensa des Bunkers Erwin bei Börfink (2017)

    Ehemalige Mensa des Bunkers Erwin bei Börfink (2017)

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  • Verwaltungsgebäude auf dem Gelände des Bunker Erwin bei Börfink (2017)

    Verwaltungsgebäude auf dem Gelände des Bunker Erwin bei Börfink (2017)

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  • Gebäude des Bunkers Erwin bei Börfink (2017)

    Gebäude des Bunkers Erwin bei Börfink (2017)

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  • Einfahrt zum Gelände des Bunker Erwin bei Börfink (2017)

    Einfahrt zum Gelände des Bunker Erwin bei Börfink (2017)

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Der Kommandobunker „Erwin“ liegt in der Nähe der Ortschaft Börfink bei Birkenfeld am Erbeskopf im Hunsrück und ist ein ehemals geheimer NATO-Bunker.

Der Bau der Anlage begann am 1. April 1960 und dauerte circa 3 Jahre. 1963 wurde der Bunker zunächst für ein Jahr in Probebetrieb genommen. Am 1. Juni 1964 erfolgte schließlich die Inbetriebnahme der Anlage durch die deutsche und US-amerikanische Luftwaffe. Der Bunker wurde ursprünglich für 250 Soldaten konzipiert, war aber während des allgemeinen Dienstes mit über 300 Soldaten und bei Übungen mit bis zu 750 Soldaten besetzt und wurde deshalb auch mehrfach umgebaut. 1973 wurde die Anlage dann durch die Mitbenutzung durch die NATO zum NATO-Kommandobunker. Ab 1975 folgte eine zweijährige Umbauphase, in der der Betrieb eingestellt wurde. 1977 wurde die Anlage als Primary War Headquarters Allied Forces Central Region wieder in Betrieb genommen. Auf dem Gelände befanden sich dann bis 1994 das gemeinsame Kriegshauptquartier AFCENT/AIRCENT, die Radarführungsabteilung 21, eine nationale satellitengestützte Feindnachrichtenzentrale der US-Streitkräfte und eine Außenstelle des Amtes für Nachrichtenwesen der Bundeswehr. 1990 bis 1994 wurde ein neuer Energiebunker gebaut, der allerdings nie wirklich in Betrieb genommen wurde. Mit dem Ende des Kalten Krieges jedoch wurde der Bunker „Erwin“ militärisch überflüssig. 1994 wurde die Anlage an das Stabsbataillon Birkenfeld und 1996 an das Heeresführungskommando in Koblenz übergeben.

2002 wurde der Bunker dann endgültig stillgelegt und der Standortverwaltung Idar Oberstein zum Zwecke der Veräußerung übergeben. Am 1. Januar 2015 erfolgte der Verkauf des Bunkers Erwin schließlich an ein schwäbisches Softwareunternehmen, das im atomwaffensicheren Untergrund ein Hochsicherheitsrechenzentrum mit dem Schwerpunkt Datensicherung in Betrieb nahm.

Das Gelände des Bunker Erwins besteht neben der ehemaligen Bunkeranlage heute aus einem Wachgebäude an der Straße, einem Bereitschafts- und Sozialgebäude, einem Einsatzunterstützungsgebäude, einem Sozialgebäude der Betriebsgruppe, einem Abwassersammelbecken und einer Racquetball-Halle.

(Jennifer Retz, Universität Koblenz-Landau, 2016)

Internet
rgebhard.de: NATO Luftverteidigungsanlage - Bunker „Erwin“ Börfink (abgerufen 03.01.2018)
www.rhein-zeitung.de: Börfink, Computerfirma übernimmt früheren Nato-Bunker „Erwin“ im Hunsrück (Rhein Zeitung vom 21.02.2011, abgerufen 03.01.2018)

Bunker Erwin bei Börfink

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
K49
Ort
54422 Börfink
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde, Architekturgeschichte
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1960, Ende nach 2002
Koordinate WGS84
49° 41′ 55,64″ N, 7° 04′ 54,91″ O / 49.69879°, 7.08192°
Koordinate UTM
32U 361684.14 5506907.5
Koordinate Gauss/Krüger
2578096.16 5507468.54

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Empfohlene Zitierweise
„Bunker Erwin bei Börfink”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-249701 (Abgerufen: 12. November 2018)
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