Lern- und Gedenkort Jawne

Kindergedenkstätte Löwenbrunnen, Museum zur Geschichte jüdischer Kindheit und Jugend in Köln

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der Eingang zum Lern- und Gedenkort Jawne in Köln mit der Ausstellung "Die Kinder auf dem Schulhof nebenan" (2007).

    Der Eingang zum Lern- und Gedenkort Jawne in Köln mit der Ausstellung "Die Kinder auf dem Schulhof nebenan" (2007).

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  • Die Kindergedenkstätte "Löwenbrunnen" am Lern- und Gedenkort Jawne in Köln, Erich-Klibansky-Platz in Altstadt-Nord (2007)

    Die Kindergedenkstätte "Löwenbrunnen" am Lern- und Gedenkort Jawne in Köln, Erich-Klibansky-Platz in Altstadt-Nord (2007)

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  • Blick aus südöstlicher Richtung auf den Erich-Klibansky-Platz in Köln-Altstadt-Nord (2008), früherer Standort des jüdischen Reform-Realgymnasium Jawne.

    Blick aus südöstlicher Richtung auf den Erich-Klibansky-Platz in Köln-Altstadt-Nord (2008), früherer Standort des jüdischen Reform-Realgymnasium Jawne.

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Seit 2005 befindet sich im Bereich des früheren Schulhofs des jüdischen Reform-Realgymnasiums Jawne der Lern- und Gedenkort Jawne, der als Museum die Erinnerung an die Schule, ihre Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer lebendig hält.

Auf dem kleinen Platz zwischen St.-Apern-Straße und Helenenstraße – dem früheren Schulhof der 1942 geschlossenen und 1943 bei einem Bombenangriff zerstörten Jawne – wurde ein Brunnen von einem überlebenden Schüler als -Denkmal „Kindergedenkstätte Löwenbrunnen“ gestaltet. In die Umrandung des Brunnens sind Bronzeplatten mit den Namen von aus Köln deportierten Kindern eingelassen. Der zuvor namenlose „Erich-Klibansky-Platz“ wurde 1990 nach dem letzten Direktor der Jawne Erich Klibansky (1900-1942, Direktor der Jawne seit 1929) benannt.

Ein Museum zur Geschichte jüdischer Kindheit und Jugend in Köln
Seit 2005 gibt es mitten in Köln einen Ort, der an die Geschichte jüdischer Kindheit in Köln und an die Deportation von 1.100 Kindern während des Nationalsozialismus erinnert. In diesem Jahr wurde auch die erste Dauerausstellung mit dem Titel „Die Jawne zu Köln“ eröffnet, die an die Geschichte dieser Schule erinnerte.
Der Erinnerungsort geht zurück auf die Initiative des Kölner Ehepaars Dieter (1931-1994) und Irene Corbach (1937-2005, geb. Fleschmann), die sich seit den 1980er Jahren durch historische Forschung, Veröffentlichungen und pädagogische Arbeit mit der Nationalsozialistischen Zeit in Köln auseinandergesetzt haben. Beide knüpften ein Netzwerk von Kontakten zu früheren Schülerinnen und Schülern der Jawne in aller Welt und sammelten Berichte, historische Fotos und Dokumente, die heute im NS-Dokumentationszentrum als „Sammlung Corbach“ aufbewahrt werden.
2004 wurde Irene Corbach für ihr Engagement mit dem German Jewish History Award ausgezeichnet. Die Begründung eines kleinen Museums zur jüdischen Geschichte im Rheinland am historischen Ort der Jawne war ihr eine Herzensangelegenheit.
Seit 2003 wurde der Galerieraum als Museum genutzt und seit 2005 wird die Einrichtung unter dem Namen „Lern- und Gedenkort Jawne“ geführt. Heute führt der gleichnamige Arbeitskreis die Arbeit durch Ausstellungen, pädagogische Projekte, Kultur- und Gedenkveranstaltungen fort. Neben der Geschichte der Jawne sind jüdische Kindheit und Jugend in Köln (und anderswo) zentrale Themen. Und weiterhin ist die Pflege der Kontakte mit ehemaligen Jawne-Schülerinnen und -Schülern und ihren Familien in aller Welt ein wichtiger Bestandteil der Arbeit (Text nach: Lern- und Gedenkort Jawne 2007).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig / freundliche Hinweise Lern- und Gedenkort Jawne, 2014)

Internet
www.jawne.de: Lern- und Gedenkort Jawne (abgerufen 15.05.2014)
de.wikipedia.org: Jawne (Schule) (abgerufen 15.05.2014)
de.wikipedia.org: Erich Klibansky (abgerufen 19.05.2014)
de.wikipedia.org: Erich-Klibansky-Platz (abgerufen 19.05.2014)

Literatur

Lern- und Gedenkort Jawne (Hrsg.) (2007)
Die Kinder auf dem Schulhof nebenan. Zur Geschichte der Jawne 1919-1942, Begleitheft zur Ausstellung im Lernort Jawne Köln (2. Auflage 2009). Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 56, Bonn.

Lern- und Gedenkort Jawne

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Albertusstraße / Erich-Klibansky-Platz 26
Ort
50667 Köln - Altstadt-Nord
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2005
Koordinate WGS84
50° 56′ 24,09″ N, 6° 56′ 41,47″ O / 50.94002°, 6.94485°
Koordinate UTM
32U 355611.67 5645166.5
Koordinate Gauss/Krüger
2566454.84 5645399.78

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„Lern- und Gedenkort Jawne”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-92578-20140515-2 (Abgerufen: 16. November 2018)
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