Zeche Zollern II/IV in Bövinghausen / Westrich (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 457)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Gemeinde(n): Castrop-Rauxel, Dortmund
Kreis(e): Dortmund, Recklinghausen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Maschinenhalle der früheren Zeche Zollern II/IV in Bövinghausen / Westrich (2002).

    Maschinenhalle der früheren Zeche Zollern II/IV in Bövinghausen / Westrich (2002).

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  • Als Industriemuseum genutzter Teil der früheren Zeche Zollern II/IV in Bövinghausen / Westrich (2008).

    Als Industriemuseum genutzter Teil der früheren Zeche Zollern II/IV in Bövinghausen / Westrich (2008).

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Die Zeche Zollern II/IV in Bövinghausen / Westrich und ihr Umfeld sind hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Zeche Zollern II/IV: Weitläufige Anlage von Tagesbauten, 1898–1904 für die Gelsenkirchener Bergwerks-AG hinsichtlich Technik und Architekturals Musterzeche errichtet. An einem quadratischen, baumbestandenen Platz Gruppe fünf repräsentativer späthistoristischer Backsteinbauten nach Entwürfen von Paul Knobbe, östlich anschließend technische Bauten teils in Stahlkonstruktion sowie zwei Fördergerüste. Siedlung für deren Personal. 1898–1904 nach Plänen von Paul Knobbe und Wenzel Köller, alle Gebäude auf großzügigen Grundstücken. Acht unterschiedlich gestaltete Häuser mit zwei oder vier Wohnungen für die Angestellten.

Kolonie Landwehr: Siedlung aus freistehenden Häusern; statt gleichförmiger Reihen die Mischung von aufwendiger gestalteten Bauten in unterschiedlichen Typen; an dörfliche Strukturen angelehnt und durch das belebte Straßenbild dem Konzept der Gartenstadt angenähert, wie die Zeche als musterhafte Anlage konzipiert, Stadtbereich mit besonderer Denkmalbedeutung (VDL 2010).

Drei Fundstellen mit undatierten Baubeobachtungen, Tiefbauzeche Zollern II/IV auch Bodendenkmal.

Bäuerliche Kulturlandschaft Westrich; persistente Siedlungs- und Wegestruktur, v.a. die Drubbel bei Brandheide und Merklinde. In fruchtbarer Hügellandschaft mit großen, gehölzarmen Ackerflächen liegen eingestreut historische Waldbereiche mit persistenten Waldgrenzen; überlieferte Heckenstrukturen nördlich Voßkuhle; ehemalige Kornmühle in Frohlinde mit Mühlteich.

Haus Dellwig: Herrensitz mit Haupthaus in Hausteich sowie dreiflügeliger Vorburg mit quadratischem Treppenturm. Nach englischer Manier angelegter Garten in den Grundzügen erhalten. In solitärer Lage umgeben von landwirtschaftlichen Flächen; Naturschutzgebiet Dellwiger Bach. Historisch erhaltene Sichtbeziehung von Südwesten, Haus Dellwig auch Bodendenkmal, wohl ab 1179.

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern von Strukturen und tradierten Nutzungen, von Ansichten und Sichträumen von historischen Bereichen
  • Bewahren und Sichern von Elementen, Strukturen, Nutzungen sowie Ansichten und Sichträumen von historischen Objekten
  • Bewahren des Kulturlandschaftsgefüges
  • Wahren als landschaftliche Dominante
  • Sichern kulturgeschichtlich bedeutsamer Böden
  • Bewahren und Sichern archäologischer und paläontologischer Bodendenkmäler in ihrem Kontext
Aus: Landschaftsverband Rheinland / Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr, 2014

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr (Abgerufen: 04.04.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2014)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. S. 255, Köln, Münster.
Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland (VDL) (Hrsg.) (2010)
Historische Städte in Deutschland. Stadtkerne und Stadtbereiche mit besonderer Denkmalbedeutung. Eine Bestandserhebung im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen der Begleitforschung zum Programm Städtebaulicher Denkmalschutz. (Berichte zu Forschung und Praxis der Denkmalpflege in Deutschland 17a.) Petersberg.

Zeche Zollern II/IV in Bövinghausen / Westrich (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 457)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2012
Koordinate WGS84
51° 31′ 10,32″ N, 7° 20′ 8,96″ O / 51.51953°, 7.33582°
Koordinate UTM
32U 384537.84 5708914.4
Koordinate Gauss/Krüger
2592761.44 5710292.59

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„Zeche Zollern II/IV in Bövinghausen / Westrich (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 457)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-89693-20140406-43 (Abgerufen: 16. August 2018)
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