Schloss Röttgen

Schloss Röttchen, heute Vollblutgestüt Röttgen, Sitz der Mehl-Mülhens-Stiftung

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Eingangsportal zum Schloss Röttgen in Köln-Eil (2015).

    Eingangsportal zum Schloss Röttgen in Köln-Eil (2015).

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  • Artikel "Röttgen - Oase der Vollblüter" über das Gestüt in Porz-Heumar (1957).

    Artikel "Röttgen - Oase der Vollblüter" über das Gestüt in Porz-Heumar (1957).

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  • Das oval angelegte Gebäude mit Eingangstor zum Gestüt Schloss Röttgen an der Eiler Straße in Heumar (2015)

    Das oval angelegte Gebäude mit Eingangstor zum Gestüt Schloss Röttgen an der Eiler Straße in Heumar (2015)

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  • Schloss Röttgen in Köln-Eil, ein Teil der als Einfriedung des Geländes dienenden rund 11 Kilometer langen Mauer (2015).

    Schloss Röttgen in Köln-Eil, ein Teil der als Einfriedung des Geländes dienenden rund 11 Kilometer langen Mauer (2015).

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  • Schloss Röttgen in Köln-Eil, ein Teil der als Einfriedung des Geländes dienenden rund 11 Kilometer langen Mauer (2015).

    Schloss Röttgen in Köln-Eil, ein Teil der als Einfriedung des Geländes dienenden rund 11 Kilometer langen Mauer (2015).

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Gegründet als Rittergut im 9.-13. Jahrhundert wird Schloß Röttgen heute von der Mehl-Mühlens-Stiftung als Vollblutgestüt genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Anlage britische Militärzentrale und Schauplatz der Verhandlungen des Deutschlandvertrags zwischen Kanzler Konrad Adenauer und den Siegermächten.

Verortung
Schloß Röttgen liegt im Kölner Stadtteil Eil im Stadtbezirk Porz. Eingerahmt wird das Gelände des Schlosses durch die Theodor-Heuss-Straße im Westen, die Alte Forststraße mit der parallel verlaufenden ICE-Trasse zum Köln/Bonner Flughafen im Norden, den Heumarer Mauspfad im Osten und den Hirschgraben im Süden. Südlich der großflächigen Anlage befindet sich Gut Leidenhausen.

Historische Entwicklung
Zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert entstand Schloss Röttgen als Rittersitz. Nach Abriss des Schlosses Ende des 18. Jahrhunderts wurde es 1866 an alter Stelle als Neubau im romantischen Stil mit gotischen Formen und unter Verwendung von Haussteinteilen verschiedenster Herkunft wieder aufgebaut. Bauherr des Backsteinbaus ist Franz Freiherr Geyr von Schweppenburg.
Im Jahre 1909 erwarb Peter Mülhens (1875-1945) Schloss Röttgen. Der Besitzer der „Kölnisch-Wasser-Fabriken“ gründete 1924 das Gestüt Röttgen auf einer Teilfläche der zum Schloss gehörenden Flächen.
Nach starken Schäden durch die Bombardierung Kölns im Zweiten Weltkrieg diente Schloss Röttgen als britischer Militärregierungssitz. 1953 wurde das gesamte Gelände wieder der Familie Mülhens zurückgegeben. 1985 ging der der Besitz in die Mehl-Mülhens-Stiftung über.

Heutiger Zustand
Heute gehört das Schloss Röttgen mit den angrenzenden Ländereien zu den Land- und Forstwirtschaftlichen Betrieben Röttgen. Teil der Betriebe ist das Vollblutgestüt Röttgen. Das Schloss befindet sich im Besitz der Familie Mehl-Mühlens.
Nördlich an die Besitztümer grenzt seit den 90er Jahren die untertunnelte ICE-Trasse zum Flughafen Köln/Bonn an. Noch heute entsprechen die Ausdehnung der zugehörigen Wirtschaftsflächen und die historischen, sternförmig auf Schloss Röttgen zu laufenden Wegeführungen der ersten detaillierten Kartierung der Anlage (Preußische Uraufnahme ab 1842 im Rheinland).

Kulturhistorische Bedeutung
Die Gestalt und Ausdehnung von Schloss Röttgen mit den angrenzenden Land- und Forstwirtschaftlichen Flächen, den Wasserflächen, dem Wegenetz und den Eingangsbereichen (Burgähnliche Befestigung der Eingangsstraßen und Einfriedung des gesamten Geländes durch eine circa 11 Kilometer lange Mauer) aus dem 18. Jahrhundert ist bis in die heutige Zeit erhalten geblieben.
Neben der kulturellen Bedeutung ist Schloss Röttgen von großer geschichtlicher Bedeutung. Im Schloss Röttgen handelte der erste Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer (1876-1967), mit den Siegermächten den Deutschlandvertrag aus, welcher das nach dem Zweiten Weltkrieg geltende Besatzungsstatut ablöste.

(Timo Dreschmann, LVR-Fachbereich Landschaftliche Kulturpflege, 2015)

Quellen
GeoPortal NRW (2015): Preußische Uraufnahme, Karte (WMS-Server, abgerufen 30.06.2015)
GeoPortal NRW (2015): DGK 5, Deutsche Grundkarte (WMS-Server, abgerufen 30.06.2015)

Internet
www.bilderbuch-koeln.de: Stadtteil Porz-Eil (abgerufen 30.06.2015)
www.porz-nordost.info: Schloss Röttgen (abgerufen 30.06.2015)
www.gestuet-roettgen.de: Mehl-Mülhens-Stiftung, Gestüt Röttgen (abgerufen 30.06.2015)

Literatur

Herzog, Harald (1981)
Rheinische Schloßbauten im 19. Jahrhundert. In: Arbeitshefte des Landeskonservators Rheinland 37, Köln.

Schloss Röttgen

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Eiler Straße 10
Ort
51107 Köln
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Fernerkundung, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 801 bis 1300
Koordinate WGS84
50° 54′ 33,27″ N, 7° 05′ 34,62″ O / 50.90924°, 7.09295°
Koordinate UTM
32U 365927.26 5641464.31
Koordinate Gauss/Krüger
2576914.69 5642119.29

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Schloss Röttgen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-131009-20150703-2 (Abgerufen: 21. November 2018)
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