Jüdischer Friedhof Jülich

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Jülich
Kreis(e): Düren
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die jüdische Gemeinde Jülich seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Mitte des 18. Jahrhunderts lebten (wieder) jüdische Familien in Jülich. Im 19. Jahrhundert war die Bevölkerungszahl recht konstant. Seit 1857 war Jülich Hauptort des gleichnamigen Synagogenbezirks.
Gemeindegröße um 1815: 95 (1806), um 1880: 82 (1885), 1932: 135, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Im 18. Jahrhundert wird mehrfach eine Synagoge erwähnt. 1862 konnte ein Synagogenneubau eingeweiht werden; 1927 erfolgte ein Umbau. 1938 wurde das Gebäude in Brand gesteckt, 1958 die Ruine abgerissen.
(vorstehende Angaben nach Reuter 2007)

Friedhof: Nachdem ein älterer Friedhof aufgegeben werden musste, wurde 1816 in der Aachener Straße (Ecke Probst–Bechte-Platz) ein neuer Begräbnisplatz eingerichtet. Dieser wurde bis 1940 belegt, 50 Grabsteine sind erhalten.
Ein 2001 auf dem Friedhof errichtetes Mahnmal erinnert an die während der NS-Zeit ermordeten jüdischen Bürger aus Jülich.

„Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges fuhren Panzer über den Begräbnisplatz und verursachten starke Beschädigungen. Nach dem Krieg wurde der Friedhof von der Stadt Jülich in Ordnung gebracht. Laut Pracht sind auf dem Grundstück noch etwa 70 Grabstätten erkennbar. Dowe vermutet, dass der Begräbnisplatz wenigstens einen Vorgängerfriedhof hatte.“ (uni-heidelberg.de)

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 21.06.2011)

Literatur

Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 99-102, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 53, Bonn.

Jüdischer Friedhof Jülich

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Aachener Straße
Ort
52428 Jülich
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1816
Koordinate WGS84
50° 55′ 30,84″ N, 6° 21′ 15,81″ O / 50.92523°, 6.35439°
Koordinate UTM
32U 314074.01 5644844.18
Koordinate Gauss/Krüger
2524961.2 5643388.82

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„Jüdischer Friedhof Jülich”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12366-20110621-24 (Abgerufen: 19. Oktober 2017)
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