Jüdischer Friedhof in Gey

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Hürtgenwald
Kreis(e): Düren
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Allmählich zuwucherndes Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey (2017).

    Allmählich zuwucherndes Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey (2017).

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    Knöchel, Franz Josef
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  • Allmählich zuwucherndes Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey (2017).

    Allmählich zuwucherndes Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey (2017).

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  • Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey (2017).

    Gräberfeld auf dem jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey (2017).

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  • Informationstafel des Ardbinna-Wanderwegs zum jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey (2017). Aufgelistet sind die Namen der während des NS-Zeit ermordeten Juden.

    Informationstafel des Ardbinna-Wanderwegs zum jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey (2017). Aufgelistet sind die Namen der während des NS-Zeit ermordeten Juden.

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    Franz Josef Knöchel
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  • Gedenkstein mit metallenem Davidstern auf dem jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey (2017).

    Gedenkstein mit metallenem Davidstern auf dem jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey (2017).

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  • Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey, gelegen unmittelbar an der Ortsumgehung durch die Bundesstraße B 399, Dürener Straße (2017).

    Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey, gelegen unmittelbar an der Ortsumgehung durch die Bundesstraße B 399, Dürener Straße (2017).

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  • Eingangssituation zum jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey (2017).

    Eingangssituation zum jüdischen Friedhof in Hürtgenwald-Gey (2017).

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Seit Mitte des 18. Jahrhunderts lebten Juden in Gey. Sie bildeten eine Spezialgemeinde im Synagogenverband Düren, an den sie 1932 angeschlossen wurden.

Die Anzahl und der Zustand der Grabsteine
Reuter gibt in ihrer Studie an, dass auf dem vor 1900 belegten Friedhof im Jahr 1989 „noch 20 Begräbnisplätze zu erkennen“ waren (Reuter 2007). Dies entspricht in etwa der nachfolgend genannten eigenen Zählung von 2017 mit 21 Grabsteinen.
Von nur 4 bzw. 5 Grabsteinen berichtet hingegen das Projekt Jüdische Friedhöfe in Deutschland (mit Bezug auf Veröffentlichungen von 1972 und 1993, vgl. www.uni-heidelberg.de).

Der Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger von 1972 Heinrich Böll (1917-1985), der lange Zeit im nur etwa 4 Kilometer entfernten Langenbroich in der Gemeinde Kreuzau lebte, schrieb 1984 in seinem Aufsatz „Die Juden von Drove“, dass in Gey alle Inschriften der Grabsteine herausgekratzt worden seien. Auch diese Aussage ist mit Blick auf die heute noch vor Ort erhaltenen Steine nicht zu halten. Auf den Grabsteien sind noch einige deutsche und hebräische Inschriften erhalten und dies in teils durchaus gutem Zustand (vgl. Abbildungen).
Es finden sich auch keine Nachrichten darüber, dass Grabsteine, die möglicherweise zwischenzeitig an einem anderem Ort standen, nach Gey zurückgebracht wurden.

Aktuelle Situation und Zustand
Der heute an der neuen Geyer Ortsumgehung der Bundestraße B 399 (Dürener Straße) liegende frühere Begräbnisplatz ist offen zugänglich und mit Bäumen und Hecken umstanden. Vor Ort findet sich kein weiterer Hinweis auf ihn, vor dem Eingang befindet sich jedoch eine Informationstafel des Ardbinna-Wanderwegs.
Hinter dem Eingang steht links ein kleiner Gedenkstein ohne Aufschrift mit einem metallenen Davidstern. Insgesamt sind hier 21 Grabsteine erhalten.
Der jüdische Friedhof wirkt eher ungepflegt, die kleine Rasenfläche benötigt Pflege und die umgebenden Hecken überwuchern zahlreiche Grabsteine (Begehung am 12.06.2017).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2017)

Internet
www.uni-heidelberg.de, Projekt: Jüdische Friedhöfe in Deutschland (abgerufen 20.06.2011 und 13.06.2017)
de.wikipedia.org: Jüdischer Friedhof Gey (abgerufen 13.06.2017)

Literatur

Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 95, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 44, Bonn.

Jüdischer Friedhof in Gey

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Dürener Straße / Bundesstraße B 399
Ort
52393 Hürtgenwald - Gey
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1900
Koordinate WGS84
50° 44′ 39,24″ N, 6° 24′ 50,69″ O / 50.74423°, 6.41408°
Koordinate UTM
32U 317563.58 5624572.04
Koordinate Gauss/Krüger
2529270.91 5623275.41

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„Jüdischer Friedhof in Gey”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12306-20110620-13 (Abgerufen: 24. September 2017)
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