Katholische Pfarrkirche Sankt Martinus in Koblenz-Lay

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde, Denkmalpflege, Architekturgeschichte
Gemeinde(n): Koblenz
Kreis(e): Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 19′ 18,57″ N: 7° 32′ 32,76″ O 50,32183°N: 7,54243°O
Koordinate UTM 32.396.241,51 m: 5.575.429,54 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.396.275,15 m: 5.577.220,01 m
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    Außenaufnahme der Katholischen Pfarrkirche Sankt Martinus in Koblenz-Lay

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    Tabernakelsäule in der katholischen Pfarrkirche Sankt Martinus in Koblenz-Lay

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    Glocke der katholischen Pfarrkirche Sankt Martinus in Koblenz-Lay

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Die Pfarrkirche Sankt Martinus in Koblenz-Lay ist im Kern ein spätromanischer einschiffiger Saalbau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Sie gilt als das „einzige reine Beispiel einer Saalkirche, die sich in der Umgebung erhalten hat“ (Liessem 2003, S. 392). In den Jahren 1928/29 wurde das Gebäude nach Plänen des Trierer Architekten Peter Marx um ein „basilikales“ Schiff (Weber 2013, S. 193) mit neuem Chorturm und Nebenräumen für kirchliche Zwecke erweitert.

Architektur
Fährt man flussaufwärts durch die letzte eindrucksvolle Moselschleife, so sieht man bald den am Fluß gelegenen Koblenzer Stadtteil Lay. Immer noch fällt in der Silhouette besonders der alte Kirchturm auf. Der Ostchorturm der spätromanischen St. Martinus-Kirche, des ältesten und ehrwürdigsten Layer Gebäudes, beindruckt nicht nur durch seine wuchtige Größe, sondern auch durch seine harmonische Gestaltung.

Die Kirche ist ein ursprünglich geosteter Saalbau und besitzt ein Satteldach. Der Turm hat drei Geschosse, es befinden sich „im Erdgeschoss Rundbogenfenster, im zweiten Schlitzöffnungen, im obersten je zwei rundbogige Doppelöffnungen von Lisenen und Kleeblattbogenfriesen gerahmt. In den Giebeln je ein Schallfenster…“ (Weber 2013, 193ff.). Die Geschosse sind durch Gesimsbänder getrennt. Eigentümlich und charakteristisch ist das schiefergedeckte Rhombendach, auch „Rheinische Haube“ genannt. Im dritten Geschoss unter dem Dach befindet sich die Glockenstube. Sie beherbergt die Martinus-Glocke aus dem Jahre 1377 und die Marienglocke aus dem Jahr 1440. Ihr Klang begleitet die Layer durch das Jahr und auf ihrem Lebensweg. Eine Besonderheit sind die Turmfalken, die im guten Miteinander mit dem Kirchengeläut leben.

Im Gegensatz zur Südseite des Langhauses ist die Nordseite nach dem Anbau aus den Jahren 1928/29 erhalten geblieben. Sie wird geschmückt durch „Flächen- und Ecklisenen, die oberhalb der Traufe durch einen Rundbogenfries miteinander verbunden sind…“ Die Wand wird weiterhin durch „vier Fenster in nicht ganz regelmäßigen Abständen“ (Liessem 2003, S. 388) strukturiert. Nach Osten schließt sich die im Jahre 1855 angebaute Sakristei an. Sie nimmt Formen des spätromanischen Turms auf. Die westliche Wand der Sakristei enthält ein von Winfried Göbel (1928-2001) im Jahre 1956 entworfenes und gestaltetes Sgrafitto, darstellend Sankt Martinus, Schutzpatron der Kirche, Größe ca. 3 m x 1,60 m. Vom Kirchenvorplatz aus geht der Blick auf die Westfassade der alten Kirche mit einer bemerkenswerten Auffälligkeit: Das Sechspassfenster und drei Rundbogenblenden „mit Ecksäulchen und Wulst“ (Weber 2013, S. 194) befinden sich in der Mitte und danach scheint der Giebel verzogen - eine eigentümliche Asymmetrie. In der Spitze sitzt eine Rundblende mit eingelassenem Sechspass. Das zugemauerte Portal soll an den ursprünglichen Eingang der alten Kirche erinnern. Die Längsseite gegen Norden weist Lisenen und anschließend einen Bogenfries auf.

Innenraum
Der alte Teil der Kirche, eine spätromanische einschiffige Saalkirche aus dem 13. Jahrhundert, berührt durch seine Schlichtheit. Die Decke wird getragen durch sichtbare alte Eichenbalken, fachkundig so charakterisiert: „Der Saal wird geschlossen durch eine schlichte, eindrucksvolle verbretterte und durch ihre Seltenheit wertvolle Decke.“ (Liessem 2003, 387ff.).

Bemerkenswert ist der alte Chorraum mit seinem Kreuzrippengewölbe. Der ehemalige Altarraum beeindruckt durch ein modernes Kunstwerk. Die sechseckige zwei Meter und fünfzig hohe Tabernakelsäule wurde 1972 gestaltet von Egino Weinert mit Szenen des Neuen Testaments. Sie weist zudem noch drei 46 cm hohe farbkräftige Emaillebilder auf. Das farbenprächtige Nikolausbild darüber stammt ursprünglich aus der Krypta. Es wurde bei der Kirchenrenovierung des Jahres 2004 bei der Erneuerung aller Fenster in das Chorfenster eingefügt. Unter dem alten Chorraum befindet sich ein Kleinod der Kirche, die tonnengewölbte Krypta (4,20 x 4,20 Meter) mit altem Nikolausaltar. Dem kunstsinnigen Pfarrer Simon ist es zu verdanken, dass die zugeschüttete Krypta beim Anbau der Kirche in den Jahren 1928/29 wieder freigelegt wurde. Sie stellt wohl den ältesten Teil der Kirche dar. Die Krypta verweist zudem auf einen wesentlich älteren Vorgängerbau an dieser Stelle. „Die Krypta kennt keine direkte Parallele im Rheinland und darüber hinaus.“ (Liessem 2003, S. 390)

Im Zuge des II. Vatikanischen Konzils entstand 1972 inmitten des alten Kirchenschiffs eine Altarinsel. Über ihr befindet sich das gotische Gabelkreuz aus dem 14. Jahrhundert. Das Holzkreuz ist etwa einen Meter hoch und wurde in den 1920iger Jahren aus der Obermarkkapelle in die Pfarrkirche überführt. „Es gehört stilistisch zur Gruppe der rheinisch-westfälischen Mystikerkreuze.“ (Michel 1954, Abb. 256, S. 236). Der Maler und Goldschmied Egino Weinert (1920-2012), Köln, umgab das ausdrucksstarke Kreuz im Jahr 1972 mit einem Kranz von einzeln gestalteten Bronze-Medaillons mit Szenen des Alten Testaments. Außerdem umfasst das von ihm geschaffene kunstvolle Ensemble (mit Szenen des Alten und Neuen Testamentes) einen Altar, einen Ambo, die Tabernakelsäule und ein Vortragekreuz. Die Kerzenständer und die Christusfigur aus Aluminium am Friedhofskreuz stammen aus derselben Werkstatt.

Die rückwärtige Wand wird bedeckt von einem großen handgearbeiteten Wandteppich. Unter Verwendung von Rebstock-, Trauben- und Blattmotiven schuf die Künstlerin Maria Benatzky-Tillmann aus Kail im Jahr 1987 das Werk.

Der wuchtige romanische Taufstein, „halbkugelige Kufe aus Trachyt oder Riederner Tuff, 1996 restauriert“ (Weber 2013, S. 194), erinnert daran, dass die Layer Kinder wie seit fast 800 Jahren über ihm getauft werden. Im Jahr 1996 wurde er durch sechs Säulen aus Schiefer und Basen aus Basaltlava vervollständigt. Der Taufstein gehört in eine Gruppe „rheinischer sechssäuliger Taufen“ (Weber 2013, S. 194).

Das Mittelschiff des neuen Teils der Kirche (die Breite ist an die Länge des alten Schiffs angepasst) hat ebenfalls eine flache Holzdecke. Vier Arkaden sind in die jeweiligen Längswände eingeschnitten. Es schließen sich tonnengewölbte (Stichkappen) Seitenschiffe an.

Zuständigkeiten und Pfarrherren
Durch die Jahrhunderte wechselten die Zuständigkeiten für die Layer Kirche. So teilten sich bis zum Jahr 1440 die Klöster Kaufungen und Siegburg die Pfarrstelle, bis sie durch Nicolaus Cusanus dem Stift Münstermaifeld zugeteilt wurde.
Die Pfarrherren sorgten in dieser Zeit für den Erhalt der Kirche. Im 15. und 17. Jahrhundert erfuhr die Kirche umfangreiche Umbauten. Vom Jahr 1794 an oblag den Franzosen der Erhalt der Kirche, seit dem Jahr 1802 dem Bistum Trier.
Zu Filialen der Kirche Lay gehörten in früheren Zeiten auch der Ort Bisholder, die Katholiken von Winningen und dem Distelberger Hof, sowie die Remstecker Höfe.

Viele Pfarrherren und Pfarrer sorgten für die Kirchengemeinde, sie hinterließen alle ihre Spuren, so auch der bemerkenswerte Pfarrer Gottfried Ignaz Montz. Er war u.a. Beichtvater der schwedischen Königin Désirée (Bernardine Eugénie Désirée Clary 1777-1860, Regierungszeit 1818–1844) gewesen und wollte sich eigentlich im milden Klima an der Mosel erholen. Doch er blieb und wirkte seit dem Jahr 1854 über 14 Jahre segensreich in Lay. Die Kirche erfuhr viele Neuerungen, u.a. Anbau einer Sakristei und Einbau einer Orgel; der Friedhof wurde erweitert. Ignaz Montz sorgte sich sehr um die schulische Bildung, betrieb den Neubau einer dringend benötigten Schule und spendete dafür aus Privatmitteln das Baugrundstück.

Anbau der Kirche in den Jahren 1928/29
Pfarrer Wilhelm Simon (in Lay 1915-1943) erkannte jeden Sonntag, dass die kleine Kirche die wachsende Zahl der Gläubigen nicht mehr fasste und er stellte sich der Notwendigkeit, die Kirche zu erweitern. Eine verantwortungsvolle und kostspielige Aufgabe und das in denkbar schwieriger Zeit. Dabei stellten sich der armen Gemeinde schier unüberwindliche Hindernisse und Schwierigkeiten entgegen. Die bereits angesparten Spenden hatte die Inflation weitgehend vernichtet. Doch großzügige und entscheidende Hilfe leisteten die Schwestern Elisabeth (+1919) und Margarethe Bersch (+1947). Sie besaßen den ehemaligen „Siegburger Hof“ mit ausgedehntem Areal unmittelbar bei der Kirche und schenkten es der Pfarrei. Dem kunstsinnigen Pfarrer Simon ist es zu verdanken, dass bei dem Erweiterungsbau die alte Kirche erhalten blieb. Nur ihre Südwand wurde niedergelegt und hier ein großzügiger Anbau angeschlossen. Die Grundsteinlegung für den Anbau erfolgte während der Kirmes im Jahr 1928 und bereits im folgenden Jahr wurde am Kirmessonntag ( 9.9.1929) die neue Kirche feierlich eingesegnet. Die Umbenennung der Kirch- und Zehnthofstraße in Pastor-Simon-Straße erinnert seit dem Jahr 1970 an den rührigen Pfarrer.

Diese Baumaßnahmen und die Ergebnisse des Vatikanischen Konzils brachten es mit sich, dass das Innere der Kirche starke Veränderungen erfuhr. Bei dem alten Gotteshaus betrat die Gemeinde, wie üblich, das Gotteshaus von Westen. Das seit dem Jahr 1929 vermauerte Portal ist vom Kirchenvorplatz aus sichtbar. Die Blickrichtung in der Kirche war nach Osten gerichtet (ex oriente lux!). Nach dem Anbau wurde der Eingang nach Norden verlegt und die Blickrichtung geht nun nach Süden, wo sich die im Jahre 1984 von Mayer, Heusweiler, erbaute Orgel befindet. Seit dem Jahr 1972 ist die Gemeinde zur Altarinsel, also nach Norden, ausgerichtet.

Die Kirchengemeinde besitzt Kunstwerke wie Ölgemälde und Skulpturen aus mehreren Jahrhunderten. Besonders stolz sind die Layer auf ihre kostbare gotische Monstranz aus dem 15. Jahrhundert. Anrührend ist das Gemälde aus dem Jahre 1845 von Jean Lange, das die Layer Gläubigen nach dem Moseleisgang des Jahres 1830 gestiftet haben: „Maria segnet Lay“. Eine filigrane Kostbarkeit aus dem Jahr 1691 ist das Layer Hungertuch. Die weiße kunstvolle Leinenknüpferei ist 1,42 x 1,10 Meter groß mit Darstellung des Gekreuzigten und einer lateinischen Inschrift. Es war früher Brauch, während der Fastenzeit den Altar damit zu verdecken.

Umfeld
Vom Vorplatz aus ist der angebaute Teil der Kirche gut zu erkennen. In den Jahren 1972/73 folgten unter Pfarrer Vinzenz Scholl nach Abriss des großen Siegburger Hofes die Anlegung des Kirchenvorplatzes, der Bau des Kindergartens mit Wohnhaus und Begegnungsstätte. Die Schaffung dieses Ensembles ist der großherzigen Spende der Schwestern Elisabeth und Margarethe Bersch zu verdanken. Hinter der Friedhofskapelle befindet sich eine kleine Gedenkstätte für die Schwestern und Pfarrer Simon.

Im Jahr 1988 fand die Kirche Aufnahme als schutzwürdiges Kulturgut gemäß der Haager Konvention und steht unter Denkmalschutz.

Im Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler in der Stadt Koblenz findet sich der Eintrag: „Kath. Pfarrkirche St. Martinus Pastor-Simon-Straße 6 spätromanischer Saalbau, 1. Hälfte 13. Jh., Umbauten 15. und 17. Jh., Anbau, 1928/29, Architekt Peter Marx, Trier; auf dem Friedhof sechs Grabkreuze, 17. und 18. Jh.; vor der Kirche Friedhofskreuz, bez. 1713“ (GDKE 2021, S. 25).


(Hedwig Herdes, Koblenz-Lay, 2021)

Quellen:
Zu Sgraffito: Angaben Frau Agathe Flöck (Schwester von Winfried Göbel): Vater Josef Göbel und dessen Bruder Johann, beide Stukkateurmeister in Lay, bereiteten den Untergrund für das Bildnis.

Literatur

Energieversorgung Mittelrhein GmbH (Hrsg.) (1993)
Geschichte der Stadt Koblenz, Band 2. Stuttgart.
Energieversorgung Mittelrhein GmbH (Hrsg.) (1992)
Geschichte der Stadt Koblenz, Band 1. Stuttgart.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2013)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreisfreie Stadt Koblenz. Denkmalverzeichnis kreisfreie Stadt Koblenz, 3. Dezember 2013. Mainz. Online verfügbar: http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Koblenz.pdf, abgerufen am 10.09.2021
Herdes, Hedwig (2003)
Mehr als 1000 Jahre Kirche in Lay. In: Aus der Geschichte des Ortes Lay an der Mosel, S. 363-386. o. O.
Herdes, Hedwig (2000)
Pfarrer Gottfried Ignaz Montz. In: Rund um Lay, Beiträge zur Ortsgeschichte,Heft 2, S. 28-44. o. O.
Liessem, Udo (2003)
Überlegungen zur Baugeschichte der Pfarrkirche St. Martin in Lay. In: Aus der Geschichte des Ortes Lay an der Mosel, S. 387-393. o. O.

Katholische Pfarrkirche Sankt Martinus in Koblenz-Lay

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Pastor-Simon-Straße 6
Ort
56073 Koblenz - Lay
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde, Denkmalpflege, Architekturgeschichte
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1200 bis 1250

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„Katholische Pfarrkirche Sankt Martinus in Koblenz-Lay”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-101361-20140827-6 (Abgerufen: 5. Oktober 2022)
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