Zwei US-amerikanische Langstrecken-Flugabwehrraketen des Typs "Nike Hercules", die auch als taktische Nuklearwaffen eingesetzt werden konnten (2004)
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Aufzugs- und Förderschacht ("missile elevator") für eine US-amerikanische Langstrecken-Flugabwehrrakete des Typs "Nike" (2004)
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Zwei US-amerikanische Langstrecken-Flugabwehrraketen des Typs "Nike Hercules", die auch als taktische Nuklearwaffen eingesetzt werden konnten (2004).
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Aufzugs- und Förderschacht ("missile elevator") für eine US-amerikanische Langstrecken-Flugabwehrrakete des Typs "Nike" (2004).
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Während der Zeit des Kalten Krieges befand sich von 1963 bis 1987 wenige hundert Meter nördlich des Flughafens Siegerland auf der Lipper Höhe eine Feuerstellung der Bundeswehr für atomar bestückbare Nike-Flugabwehrraketen. Das von der Bundeswehr-Flugabwehrraketengruppe 22 (bzw. Flugabwehrraketenbataillon FlaRakBtl 22) betreute System Nike wurde 1987/88 durch das Waffensystem Patriot abgelöst (vgl. auch die Nike-Raketenstellung bei Kreuzau im Kreis Düren).
Anfang der 1960er-Jahre war in der Bundesrepublik die Ausrüstung der Bundeswehr mit Raketensystemen zur Flugabwehr aus US-amerikanischer Produktion beschlossen worden. Diese sollte die herkömmliche, mittlerweile aber längst veraltete und militärisch überforderte Flugabwehr mit Rohrartilleriekanonen ersetzten – die noch aus dem Weltkrieg überkommene „Flak“. Die atomare Raketenstellung bei Burbach stand im Bezug zu der 1969 bezogenen, von hier rund 1,5 Kilometer nordwestlich gelegenen Siegerland-Kaserne der Luftwaffe der Bundeswehr (ab 1990 Flugabwehrraketengeschwader 4 mit dem Stab der Flugabwehrraketengruppe 38). Im Zuge der Auflösung der zum heutigen „Gewerbepark Siegerland“ konvertierten Kaserne um 2004 wurde der Standort Burbach im Jahr 2003 aufgegeben.
Je Nike-Stellung waren hier maximal zehn Nuklearsprengköpfe vorhanden, acht mit einer Stärke von jeweils zwei Kilotonnen Sprengkraft (BXS) und zwei vom Typ BXL mit je 40 kt Sprengkraft (zum Vergleich: die Ende des Zweiten Weltkriegs von den USA eingesetzte Hiroshima-Bombe hatte eine Sprengkraft von ca. 15 kT). Die für mögliche Boden-Boden- und Boden-Luft-Einsätze bereitgehaltenen Atomwaffen standen unter der Aufsicht der US-amerikanischen Streitkräfte und konnten auch nur durch diese scharf gemacht werden: „Das Nike-Waffensystem diente zur konventionellen Bekämpfung östlicher Bomberflotten in großer Höhe. Zusätzlich hätte es im Ernstfall Bodentruppen des Warschauer Paktes mit Nuklearsprengköpfen – auf westdeutschem Territorium – angegriffen. ... Die 2. Batterie des FlaRakBtl 22 wurde im Sommer 1962 von Köln-Wahn nach Burbach verlegt. Sie bestand aus drei getrennten Bereichen: der Unterkunft, dem Feuerleitbereich in günstiger topografischer Lage mit bis zu 5 Radargeräten für Überwachung, Zielerfassung, Zielverfolgung und Flugkörperverfolgung und dem Abschussbereich mit jeweils 3 Abschussflächen und dazugehörigen Bunkern. In diesem Bereich befanden sich auch die Atomsprengköpfe.“ (zitiert nach www.atomwaffena-z.info).
Internet www.atomwaffena-z.info: Burbach, ehem. Atomwaffenlager in Deutschland (abgerufen 17.08.2026) de.wikipedia.org: Nike (Rakete) (abgerufen 17.08.2026)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. (3. völlig neu bearbeitete Auflage). (HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273.) S. 203-204, Stuttgart.
Pötzl, Norbert F.; Traub, Rainer (2010)
Der Kalte Krieg. Wie die Welt den Wahnsinn des Wettrüstens überlebte. München.
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