Auf dem Rundweg „Rund um Hollinghuus“ werden auf zehn Info-Tafeln wichtige Stationen in der Landschaft und Fakten zur Geschichte Hollingstedts erklärt. Weitere Infos zum Rundweg erhält man direkt im Museum.
An der schmalsten Stelle der jütländischen Halbinsel, der Schleswiger Landenge, befindet sich auf einem schmalen, sandigen Geestrücken am Rande der Treene das Dörfchen Hollingstedt. Hier war der Hafen Hollingstedts einer der wichtigsten frühen Häfen in Schleswig-Holstein. In der Zeit vom 9. bis 13. Jahrhundert gab es lebhaftes Treiben und einen florierenden Warenaustausch. Bei den Grabungen fanden sich hölzerne Plattformen und Uferbefestigungen an der Treene. Die verschiedensten Güter aus dem gesamten Nord- und Ostseegebiet wurden hier verhandelt. Tuffsteine aus der Eifel waren begehrtes Baumaterial für Kirchen (z. B. in Hollingstedt, Ulsnis, Haddeby und dem Schleswiger Dom) darstellte. Andere Waren, wie Schmuck, Tuche oder Keramik, aus dem angelsächsischen und kontinentalen Raum wurden von der Nordsee über Hollingstedt in den Ostseeraum verhandelt.
Im 13. Jahrhundert verlor der Hafen von Hollingstedt durch die Verlagerung der Handelsströme und das Aufblühen Lübecks seine Bedeutung, und heute erinnert kaum noch etwas an das geschäftige Treiben der damaligen Zeit.
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(Christian Weltecke, Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein (ALSH) / Claus Weber, KuLaDig-Redaktion und Vertrauensmann für KuLaDig in Schleswig-Holstein, 2026)
Internet
www.sh-tourismus.de: Museum Hollinghuus in Hollingstedt (abgerufen 26.1.2026)
www.gruenes-binnenland.de: Museum Hollinghuus in Hollingstedt. Ausstellung über den historischen Handelsweg zwischen den Meeren (abgerufen 26.1.2026)