Auf einem Backsteinsockel erhebt sich das Fachwerkgebäude mit Backsteinausfachungen (2008).
Copyright-Hinweis:
LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Silvia Margrit Wolf
Fotograf/Urheber:
Silvia Margrit Wolf
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Mahlgang der Clörather Mühle (2008)
Copyright-Hinweis:
LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Silvia Margrit Wolf
Fotograf/Urheber:
Silvia Margrit Wolf
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Frontansicht des Mahlwerks der Clörather Mühle (2023)
Copyright-Hinweis:
LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Silvia Margrit Wolf
Fotograf/Urheber:
Silvia Margrit Wolf
Medientyp:
Bild
Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Außenansicht der Clörather Mühle. Auf einem Backsteinsockel erhebt sich das Fachwerkgebäude mit Backsteinausfachungen (2008).
Copyright-Hinweis:
LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Silvia Margrit Wolf
Fotograf/Urheber:
Silvia Margrit Wolf
Medientyp:
Bild
Detailaufnahme des hölzernen Mahlgangs der Clörather Mühle (2008).
Copyright-Hinweis:
LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Silvia Margrit Wolf
Fotograf/Urheber:
Silvia Margrit Wolf
Medientyp:
Bild
Frontaler Blick auf das Mahlwerk der Clörather Mühle (2008).
Copyright-Hinweis:
LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Silvia Margrit Wolf
Fotograf/Urheber:
Silvia Margrit Wolf
Medientyp:
Bild
Die Clörather Mühle in Viersen wird erstmals 1386 erwähnt (Vander 1973). Bis 1800 war die Kornmühle Bestandteil eines Wirtschaftshofes und gehörte mit einer um 1970 abgerissenen Ölmühle sowie einem Stallgebäude zur Wasserburg „Haus Clörath“ (www.cloerather-mühle.de).
Lage Die historische Wassermühle ist Teil eines Vierkant-Hofes aus Backstein im nordöstlich des Viersener Stadtzentrums gelegenen Stadtteil Clörath. Sie liegt leicht erhöht in der Nähe eines Zweigkanals der Niers und wird zum größten Teil von Feldern und weidewirtschaftlich genutzem Gelände eingerahmt. Auf der straßenabgewandten Seite befinden sich südlich der Mühle noch Teile des Mühlengrabens. Seinem ehemaligen Verlauf entspricht dort in etwa die heutige Teichkette.
Geschichte Die Mühle hatte drei Mahlgänge und wurde zum Mahlen von jährlich etwa 200 Tonnen Gerste, Roggen, Weizen, Mais, Leinsamen und Buchweizen verwendet . Das Mahlwerk steht auf sechs hölzernen Rundsäulen mit Kapitälen, die Holzräder wurden mittlerweile teilweise durch Eisenräder ausgewechselt. Die ehemals mit Wasserkraft betriebene Anlage wurde mit der Zeit auf einen elektrischen Antrieb umgerüstet. Das alte Radhaus ist noch erhalten, aber in schlechtem Zustand. Von 1877 bis 1916 wurde die Mühle von Wilhelm Weschmann gepachtet. Alte Aufzeichnungen belegen einen Kundenkreis von etwa 400 Personen, von denen aber nur eine Handvoll Großkunden waren und die für den größten Teil des Einkommens sorgten. Der Jahresumsatz der Mühle betrug etwa 30.000 Mark, was den Müller zu einem mittelständigen Geschäftsmann machte. Einer lokalen Zeitungsannonce nach ließ er sich trotzdem immer wieder weitere Einnahmequellen einfallen und bot so während der Wintermonate etwa das Schlittschuhlaufen gegen 50 Pfennig auf dem Clörather Mühlenweiher an. Sein Sohn Oskar Weschmann übernahm die Pacht der Mühle noch bis 1950 (Anrather Bürgerverein 2019). Einen Teil der Einnahmen mussten die Pächter der Mühlen als Abgaben an die Bewohner des Haus Clörath leisten (Vander 1973). Nachdem die Niers während der industriellen Revolution zum Abwasserkanal umfunktioniert und der alte Flussarm zugeschüttet wurde, fehlte der Mühle die Wasserzufuhr und sie wurde um 1930 stillgelegt (www.cloerather-mühle.de). Heute ist die Clörather Mühle ein ruhende Schauanlage.
Kulturhistorische Bedeutung Die Clörather Mühle ist ein gut erhaltener Vertreter der historisch regionaltypischen Wassermühlen im Einzugsgebiet der Niers. Der gute bauliche und technische (Mahlwerk) Erhaltungszustand und die erhaltene Einzellage im Auenbereich der Niersniederung gewährleisten die Ablesbarkeit von ehemaliger Funktion, Mahltechnik und ursprünglichen Lageparametern. Die Clörather Mühle ist darüber hinaus zeugnishaft für die historischen Wirtschafts- und Arbeitsverhälnisse. An der Erhaltung und Nutzung der Clörather Mühle besteht daher nicht nur aus kulturlandschaftshistorischer Sicht sondern auch gemäß § 2(1) des Denkmalschutzgesetzes NRW aus wissenschaftlichen, insbesondere siedlungsgeschichtlichen und siedlungstopografischen, ortsgeschichtlichen und architekturgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse.
Hinweis Das Objekt „Clörather Mühle“ ist ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalliste der Stadt Viersen, laufende Nr. 70). Das Objekt „Clörather Mühle“ ist wertgebendes Merkmal des historischen Kulturlandschaftsbereichs Mittlere Niers zwischen Geldern und Neersen (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Düsseldorf 090).
Der hier präsentierte Inhalt steht unter der freien Lizenz CC BY 4.0 (Namensnennung). Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Möchten Sie dieses Objekt in der Kuladig-App öffnen?
Wir verwenden Cookies
Dies sind zum einen technisch notwendige Cookies,
um die Funktionsfähigkeit der Seiten sicherzustellen. Diesen können Sie nicht widersprechen, wenn
Sie die Seite nutzen möchten. Darüber hinaus verwenden wir Cookies für eine Webanalyse, um die
Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren, sofern Sie einverstanden sind. Mit Anklicken des Buttons
erklären Sie Ihr Einverständnis. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Datenschutzseite.