Splitterschutz-Luftschutzzelle in Stolberg-Münsterbusch

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Stolberg (Rhld.)
Kreis(e): Städteregion Aachen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 46′ 27,41″ N: 6° 12′ 58,79″ O / 50,77428°N: 6,21633°O
Koordinate UTM 32.303.740,14 m: 5.628.419,07 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.515.303,38 m: 5.626.558,49 m
  • Die auf dem Gelände des Museums der früheren Glashütte Zinkhütter Hof in Stolberg-Münsterbusch erhaltene Splitterschutz-Luftschutzzelle neben der ehemaligen Fabrikantenvilla (2020)

    Die auf dem Gelände des Museums der früheren Glashütte Zinkhütter Hof in Stolberg-Münsterbusch erhaltene Splitterschutz-Luftschutzzelle neben der ehemaligen Fabrikantenvilla (2020)

    Copyright-Hinweis:
    Altena, Thomas / Verein Luftschutzanlagen Rhein Kreis Neuss e.V.
    Fotograf/Urheber:
    Thomas Altena
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  • Fabrikantenvilla der früheren Glashütte Zinkhütter Hof in Stolberg-Münsterbusch (2020)

    Fabrikantenvilla der früheren Glashütte Zinkhütter Hof in Stolberg-Münsterbusch (2020)

    Copyright-Hinweis:
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    Thomas Altena
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Bei der Splitterschutzzelle in Stolberg-Münsterbusch, die auf dem Gelände des Museums der früheren Glashütte Zinkhütter Hof erhalten ist, handelt es sich wohl um das Unikat einer Luftschutzzelle und nicht um einen Typbau, wie sonst meist üblich.
Der Erlass „Richtlinien für den Bau von Splitterschutzzellen und -schränken“ des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe vom September 1943 legte fest:
„Splitterschutzzellen dienen dem Aufenthalt eines oder mehrerer Beobachtungsposten während eines Luftangriffs. Sie schützen gegen Splitter von Sprengbomben, Volltreffern von Kleinstabwurfmunition und Bautrümmer. Zellen für mehr als 4 Personen sind nicht zugelassen.“

Die Luftschutzzelle am Zinkhütter Hof scheint als Brandwachenstand für den Werkluftschutz, vielleicht auch für den/die Bewacher der Zwangsarbeiter gedient haben, die in der unmittelbar daneben stehenden ehemaligen Fabrikantenvilla untergebracht waren.

Material: Stahlbeton.
Form: Zylindrisch mit flachkegelförmigem Dach.
Maße: Gesamthöhe 2 Meter, Außendurchmesser 1,4 Meter (innen 0,99 Meter), Wandstärke 190 Millimeter.
Ausstattung: Innenauskleidung aus Stahlblech, zwei Sitze aus Holz, Stahltür, zwei Sehschlitze.

(Thomas Altena, Verein Luftschutzanlagen Rhein Kreis Neuss, 2020)

Internet
www.luftschutzanlagen-rhein-kreis-neuss.de: Verein Luftschutzanlagen Rhein Kreis Neuss e.V. (abgerufen 10.12.2020)

Literatur

Foedrowitz, Michael (2007)
Einmannbunker: Splitterschutzbauten und Brandwachenstände. Stuttgart.
Groß, Manfred (2001)
Bunkerstellungen der Luftverteidigungszone West im Rheinland und Hitlers Hauptquartier in Bad Münstereifel-Rodert: eine Bestandsaufnahme. (Aufsätze zu Geschichte + Technik 6.) Leinburg.
Gross, Manfred (1989)
Der Westwall zwischen Niederrhein und Schnee-Eifel. (Archäologische Funde und Denkmäler des Rheinlandes 5.) Köln.
Groß, Manfred; Rohe, Horst; Rolf, Rudi; Wegener, Wolfgang (1998)
Der Westwall. Vom Denkmalwert des Unerfreulichen (2. Auflage). (Führer zu archäologischen Denkmälern des Rheinlandes 2.) Köln, Bonn.
Hoppe, Wiebke; Wegener, Wolfgang (2014)
Archäologische Kriegsrelikte im Rheinland. (Führer zu archäologischen Denkmälern im Rheinland 5.) Essen.
Koschik, Harald; Willems, Willem (Hrsg.) (1997)
Der Westwall. Vom Denkmalwert des Unerfreulichen. (Führer zu archäologischen Denkmälern des Rheinlandes Bd. 2.) Köln.

Splitterschutz-Luftschutzzelle in Stolberg-Münsterbusch

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Cockerillstraße / Bernhard-Kuckelkorn-Platz
Ort
52222 Stolberg
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1945

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„Splitterschutz-Luftschutzzelle in Stolberg-Münsterbusch”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-327210 (Abgerufen: 20. April 2021)
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