Limeswachtturm Wp 3/49* „Teufelsquartier“ südlich von Schmitten-Niederreifenberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Oberursel (Taunus) , Schmitten
Kreis(e): Hochtaunuskreis
Bundesland: Hessen
Koordinate WGS84 50° 14′ 9,28″ N: 8° 27′ 29,31″ O / 50,23591°N: 8,45814°O
Koordinate UTM 32.461.357,08 m: 5.565.001,30 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.461.416,48 m: 5.566.788,05 m
  • Limeswachtturm Wp 3/49* "Teufelsquartier" südlich von Schmitten-Niederreifenberg (2018)

    Limeswachtturm Wp 3/49* "Teufelsquartier" südlich von Schmitten-Niederreifenberg (2018)

    Copyright-Hinweis:
    Szédeli, Hans / hessenARCHÄOLOGIE
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    Hans Szédeli
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  • Limeswachtturm Wp 3/49* "Teufelsquartier" südlich von Schmitten-Niederreifenberg (2018)

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Der höchstgelegene Wachtturm des Welterbes Obergermanisch-Rätischer Limes liegt im Taunus: Wachtposten Wp 3/49* auf knapp 825 m ü. NN! Ein Kreisgraben umgibt den gut erhaltenen Hügel des Holzturms. Die Turmstelle wurde nach der Ausgrabung durch die Reichs-Limeskommission nachmodelliert. Selbst die Eckpfosten des Turmes sind daher noch heute zu erkennen. Wp 3/49* stand an der bis um die Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. genutzten älteren Limeslinie in diesem Abschnitt. Graben und Wall der jüngeren Linie verlaufen rund 200 m nördlich.

Am Nordhang des Feldberges, oberhalb des Wachtpostens Wp 4/49, finden sich in der Nähe des Brunhildensteines die Reste einer Holzturmstelle der älteren Limeslinie. Von hier aus kann es wegen des weit vorspringenden Nordwestabhangs des Feldberges keine Sichtverbindung zu den beiden Holzturmstellen des Wp 3/45* gegeben haben, während der Blick zum weiter östlich gelegenen Posten WP 3/52 ungehindert möglich war. Auch wird der Nordhang des Feldberges von diesem Posten aus gut zu überblicken und zu kontrollieren gewesen sein.

Die Wachtturmstelle
Der stark geneigte Hang des Feldberges wurde für die Errichtung des Wachtpostens zur Bergkuppe hin einplaniert, talseitig dagegen aufgeschüttet. In der Mitte dieses künstlich geschaffenen Plateaus fanden sich die 1,2 Meter tief erhaltenen Standspuren der Eckpfosten des Turmes, der eine Grundfläche von 3,3 mal 3 Metern besaß. Die Turmstelle wurde durch einen kreisförmig umlaufenden Graben von 12,4 Meter Durchmesser wohl vor allem gegen die vom Hang herabdrückende Nässe geschützt. Der 5 Meter breite , 1,5 Meter tief ausgehobene Graben, dessen Außenböschung fast senkrecht gearbeitet worden war, musste vor allem auf der Südseite deutlich in den Hang eingetieft werden. Eine auf der Nordseite stehengelassene Erdbrücke von 70 Zentimetern Breite ermöglichte den Zugang zum Turm.
Vor dem Turm wurde die Standspur der Limespalisade durch Grabungen nachgewiesen.

(Thomas Becker, Margot Klee, hessenARCHÄOLOGIE; Carsten Wenzel, Rosbach v.d.H., 2018)

Anfahrt
Die Turmstelle liegt etwa 2,5 Kilometer nordöstlich des Wanderparkplatzes „Rotes Kreuz“. Auf der L 3025 Richtung Ober-Reifenberg fahrend zweigt die Zufahrt zum Parkplatz knapp hinter der Kreuzung zur Hochtaunusstraße (Straße zum Feldberg) rechts ab. Von dort folgt man auf dem Waldweg den Schildern des Limeserlebnispfades für etwa 2,4 Kilometer, wo dann rechts ein kleiner Pfad zu dem knapp 70 Meter hangaufwärts liegenden Turmfundament des Wp 3/49 abzweigt. Von diesem folgt man dem schmalen Pfad weiter hangaufwärts Richtung Feldbergspitze und quert zwei Waldwege. Nach knapp 200 Metern erreicht man die Turmstelle. Die Entfernung vom östlich gelegenen Wanderparkplatz Sandplacken ist in etwa gleich.

Literatur

Baatz, Dietwulf (1993)
Der römische Limes. Archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau. S. 364. Berlin.
Fabricius, Ernst (1936)
Die Limesanlagen im Taunus von der Aar bis zum Köpperner Tal bei der Saalburg. In: Der obergermanisch-raetische Limes des Römerreiches, Abt. A, Bd. II, S. 112-113, Taf. 6,6, 12,2., Berlin/Leipzig.
Hochtaunuskreis (Hrsg.) (2007)
Limesführer. Der Limes im Hochtaunus- und Wetteraukreis. S. 28-29, Bad Homburg v.d.H.
Klee, Margot (2009)
Der römische Limes in Hessen. Geschichte und Schauplätze des UNESCO-Welterbes. S. 232. Regensburg.
Landesdenkmalamt Baden-Württemberg; Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege; Landesamt für Denkmalpflege Hessen; Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz (2003)
Der Obergermanisch-Raetische Limes / Upper German-Raetian Limes. Antrag zur Aufnahme als Welterbe / Nomination for Inclusion on the World Heritage List. Stuttgart.

Limeswachtturm Wp 3/49* „Teufelsquartier“ südlich von Schmitten-Niederreifenberg

Schlagwörter
Ort
61389 Schmitten - Niederreifenberg
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kulturdenkmal gem. § 2 DSchG Hessen
Fachsicht(en)
Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung, Archäologische Grabung
Historischer Zeitraum
Beginn 150, Ende nach 260

Empfohlene Zitierweise

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„Limeswachtturm Wp 3/49* „Teufelsquartier“ südlich von Schmitten-Niederreifenberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-284555 (Abgerufen: 23. September 2021)
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