Steinbruch Unterlichtinghagen 1 bei Lindlar

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Lindlar
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Hunten für Rohblöcke am Steinbruch Unterlichtinghagen 1. (2018)

    Hunten für Rohblöcke am Steinbruch Unterlichtinghagen 1. (2018)

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  • Gleisreste im Steinbruch Unterlichtinghagen 1. (2018)

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  • Gleisreste im Steinbruch Unterlichtinghagen 1. (2018)

    Gleisreste im Steinbruch Unterlichtinghagen 1. (2018)

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  • Steinbruch Unterlichtinghagen 1: Langgestreckter oberer Bruch mit bis zu 15 m hohen Abbauwänden ohne erkennbare Stufen. (2018)

    Steinbruch Unterlichtinghagen 1: Langgestreckter oberer Bruch mit bis zu 15 m hohen Abbauwänden ohne erkennbare Stufen. (2018)

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  • Steinbruch Unterlichtinghagen 1: Durch die schmalen Breschen in der oberen Bruchwand wurde der Abraum mit Gleisen seitlich auf die Halden verbracht. (2018)

    Steinbruch Unterlichtinghagen 1: Durch die schmalen Breschen in der oberen Bruchwand wurde der Abraum mit Gleisen seitlich auf die Halden verbracht. (2018)

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5 Kilometer nordöstlich von Lindlar liegt zwischen den Dörfern Scheel und Unterlichtinghagen ein bewaldeter Höhenrücken mit insgesamt drei Gewinnungsstätten: Neben Unterlichtinghagen 1 sind die noch Unterlichtinghagen 2 und Zäunchen.

Der Abtransport der gewonnenen Steine musste per Fuhrwerk/LKW entweder über Frielingsdorf zur Leppetalbahn erfolgen oder entlang der Sülz nach Lindlar. In den Brüchen Unterlichtinghagen 1 und 2 bestand Gleistransport. Im älteren Bruch Zäunchen mit seiner kompakten Ausdehnung erscheint dies unwahrscheinlich.

Steinbruch Unterlichtinghagen 1
Der Abbau besteht aus einem kleinen unteren Bruch von 40 x 40 Metern mit einer nur geringen Abbauhöhe von etwa 5 Metern sowie einem langgestreckten oberen Bruch von 165 x 35 Metern. Dort erreichen die Stöße bis zu 15 m Höhe. Abraum und Schutt der beiden Brüche wurden durch mehrere Breschen in der seitlichen Bruchwand auf Halde gefahren. Die frontal gelegenen Halden bleiben entsprechend klein. 1921 wird der Betrieb vom Grauwackeunternehmen Eduard Müller, Remscheid, von den Gebrüdern Lukas in Frielingsdorf gepachtet und ausgebaut. Das Unternehmen Eduard Müller ist vor dem Ersten Weltkrieg Mitglied des Rheinisch-Westfälischen Steinmarkts, Dieringhausen.
Am Rande der Einfahrt des unteren Bruchs liegt eine aus zwei Räumen bestehende Arbeiterhütte. Das verputzte Gebäude wurde aus Betonsteinen errichtet und trägt ein Wellblechdach. Eine Schmiede fehlt. Im Vorfeld der Hütte sind zahlreiche Gleissegmente und ganze Weichenstücke (600 mm Spurweite) verblieben. An der Straße vor dem Bruch sind zur Erinnerung an den Abbau zwei Hunten mit stabilem Balkenrahmen auf einem Schienenstück ausgestellt. Ob ein etwas südlich des unteren Bruches liegender ehemaliger Lagerplatz in Zusammenhang mit dem Steinabbau steht oder z.B. landwirtschaftlich genutzt wurde, ist unklar.

Einzelbefunde
• Arbeiterhütte
• Gleissegmente und Weichen der Feldbahn
• 2 Hunten für große Blöcke (Spurweite 600 mm)

Datierung: ca. 1920 bis ca. 1970
Betreiber: Gebrüder Lukas, Frielingsdorf; Eduard Müller, Remscheid
Heutiger Zustand: Bruch und Halden sind stark bewaldet, teilweise mit Fichtenschonung auf den Halden

(Jörn Kling, ergänzt von Frederik Grundmeier, 2018)

Literatur

(1913)
Die Grauwacke im Oberbergischen. S. 67. Engelskirchen.

Steinbruch Unterlichtinghagen 1 bei Lindlar

Schlagwörter
Ort
51789 Lindlar - Unterlichtinghagen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Auswertung historischer Karten, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1920, Ende 1970
Koordinate WGS84
51° 03′ 23,12″ N, 7° 26′ 5,27″ O / 51.05642°, 7.4348°
Koordinate UTM
32U 390306.5 5657264.87
Koordinate Gauss/Krüger
2600638.3 5658903.79

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„Steinbruch Unterlichtinghagen 1 bei Lindlar”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-276870 (Abgerufen: 21. August 2018)
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