Alsterweilerer Kapelle in Alsterweiler

Mariä-Schmerzen-Kapelle in Alsterweiler

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege, Architekturgeschichte
Gemeinde(n): Maikammer
Kreis(e): Südliche Weinstraße
Bundesland: Rheinland-Pfalz
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Im Ortsteil Alsterweiler der Ortsgemeinde Maikammer steht die Alsterweiler-Kapelle, deren Bau 1845 begonnen wurde. Die klassizistische katholische Kapelle ist auch unter dem Namen Mariä-Schmerzen-Kapelle bekannt. Sie befindet sich in der Alsterweiler Hauptstraße Nr. 5.

Architektur
Die Kapelle in ihrer heutigen Form ist im Jahr 1859 errichtet worden. Sie wurde als klassizistischer Saalbau errichtet. An den Seiten der Außenfassaden sind säulenartige Aufsätze zu finden. Diese unterteilen die Seiten in drei Teile. Die durch die Teilung entstandenen Felder sind darüber hinaus nochmals durch zwei säulenartige Andeutungen untergliedert. Diese Andeutungen von Säulen sind typische klassizistische Merkmale, die an die Antike erinnern sollen. In den drei seitlichen Feldern sind Rundbogenfenster eingelassen, welche mit Gewänden aus Sandstein überspannt sind. Das Dach ist als Satteldach ausgestaltet. Auf diesem sitzt ein einfacher Reiter, der anstelle eines klassischen Kirchturms angebracht ist. Der Eingang der Kapelle befindet sich an einer der Stirnseiten. Vor diesem ist ein kleiner Platz gestaltet. Über dem Eingangstor befindet sich eine Nische mit einer Heiligenfigur. An der anderen Stirnseite befindet sich der Altarraum.

Innenraum
Der Innenraum hat eine Höhe von ca. sieben Metern, eine Länge von ca. 16 Metern und eine Breite von ca. 10 Metern. Insgesamt entspricht der Innenraum den Maßstäben eines klassizistischen Saalbaus. Prägend für den Raum sind zum einen die drei Fensterachsen und zum anderen die niedrige Decke. Darüber hinaus ist die gotische Sakramentsnische als Besonderheit zu nennen. Diese Nische ist aus einem einzigen roten Sandstein herausgearbeitet worden. Im Chor der Kapelle kann zudem der spätgotische Passionsaltar Maikammer entdeckt werden, welcher auch als Maikammerer Altar bekannt ist. Das Triptychon gilt als ein außergewöhnliches Stück oberrheinischer Malkunst. Sowohl die Sakramentsnische als auch der Altar entstammen beide ursprünglich der Kirche St. Cosmas und Damian in Maikammer. Die Überführung der beiden besonderen Einzelstücke fand im Jahr 1969 statt. Eine weitere Rarität im Innenraum ist die Bestuhlung, welche in großen Teilen aus der Entstehungszeit der Kapelle stammt.

Historie
Baubeginn der ersten Kapelle war im Jahr 1845. Sie wurde 1852 um ein Missionskreuz aus Sandstein ergänzt. 14 Jahre nach dem Bau stürzte die Kapelle jedoch aufgrund einer nicht ausreichenden Bauausfertigung in sich zusammen. Im selben Jahr (1859) wurde sie jedoch neu aufgebaut. 1968 fanden umfassende Renovierungsmaßnahmen statt. Hierzu zählen die Erneuerung der Innenausstattung, der Austausch der Buntglasfenster sowie das Verschließen des Rundfensters im Chor der Kapelle. 1980 erfolgten eine erneute Generalüberholung der Kapelle sowie die Restaurierung des Triptychons.

Weitere Besonderheiten
Die Finanzierung des Baus, aber auch die Ausstattung der Kapelle wurde durch die Bürgerschaft mit Hilfe von Spenden und Stiftungen realisiert. Im Volksmund wird die Kapelle auch Alsterweilerer Kathedrale genannt.

(Benjamin Gehrt, Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, 2017)

Internet
www.maikammer-erlebnisland.de: Kirchen und Kapellen im Erlebnisland Maikammer, St. Martin und Kirrweiler (abgerufen 14.09.2017)
alsterweiler.matthiasdreyer.de: Die Geschichte von Alsterweiler – Die Alsterweiler Kapelle (abgerufen 14.09.2017)

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe (Hrsg.) (2017)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Südliche Weinstraße (Denkmalverzeichnis Südliche Weinstraße, 26. Januar 2017). Kreis Südliche Weinstraße. Mainz.

Alsterweilerer Kapelle in Alsterweiler

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Alsterweiler Hauptstraße 5
Ort
67487 Maikammer - Alsterweiler
Fachsicht(en)
Denkmalpflege, Architekturgeschichte
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Übernahme aus externer Fachdatenbank
Historischer Zeitraum
Beginn 1845 bis 1859
Koordinate WGS84
49° 18′ 30,59″ N, 8° 07′ 21,25″ O / 49.3085°, 8.12257°
Koordinate UTM
32U 436220.28 5462121.1
Koordinate Gauss/Krüger
3436270.23 5463866.96

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„Alsterweilerer Kapelle in Alsterweiler”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-271249 (Abgerufen: 22. Mai 2018)
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