Monschau, Oberes Rurtal (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 215)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung, Archäologie
Gemeinde(n): Monschau, Simmerath
Kreis(e): Städteregion Aachen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Das Wohn- und Geschäftshaus der Tuchmacherfamilie Scheibler, das "Rote Haus" in Monschau (2015). Links dabeben die von der Familie Scheibler gestiftete evangelische Pfarrkirche von 1787-1789 und im Hintergrund die Ruinen der Befestigungsanlage "Haller".

    Das Wohn- und Geschäftshaus der Tuchmacherfamilie Scheibler, das "Rote Haus" in Monschau (2015). Links dabeben die von der Familie Scheibler gestiftete evangelische Pfarrkirche von 1787-1789 und im Hintergrund die Ruinen der Befestigungsanlage "Haller".

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  • Flurhecke bei Monschau-Höfen (2007).

    Flurhecke bei Monschau-Höfen (2007).

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  • Das Rote Haus in Monschau, daneben Altstadthäuser, die Ruinen von Haller und die Brücke über die Rur (2013).

    Das Rote Haus in Monschau, daneben Altstadthäuser, die Ruinen von Haller und die Brücke über die Rur (2013).

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Monschau und das Obere Rurtal sind hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Kulturlandschaftsbereich im engen Felsental des Oberlaufs der Rur, insbesondere geprägt durch die Anlagen der Burgen Reichenstein und Monschau und die Relikte unterschiedlicher Nutzungen:

Schieferbrüche, Tuchindustrie, Eisenproduktion (Hämmer); weitere charakteristische Elemente des Kulturlandschaftsbereiches sind die Belgenbacher Mühle: 18./19. Jahrhundert, mit Nebengebäuden und Teichen, Steinbrücke und kleiner Kapelle des 19. Jahrhunderts, Bergbaurelikte, in charakteristischer Alleinlage die Ölmühle in Tiefenbachtal (Bruchsteingebäudegruppe des 17. Jahrhunderts mit Resten wasserbautechnischer Anlagen), das Dorf Dedenborn (aus Einzelsiedlungen zusammengewachsenes lockeres Straßendorf oberhalb des Tals, regionaltypisch in Erscheinung und Maßstab, überwiegend Fachwerkhöfe des 18./19. Jahrhunderts), Bruchsteinbrücken an der Einmündung des Brommersbachtals und bei Rauchenauel (Rurweg) sowie Hohlweg und Steinbrüche an der Althausley; Hecken bei Widdau.

Linkes Seitental des Perlenbaches bei Dreistegen (ehemalige Mühle) mit zahlreichen Felsformationen und Steinbrüchen; Wassermühle mit Graben im Seitental des Ermesbaches.

Monschau: aus einer Burg des 12. Jahrhunderts der Herzöge von Limburg in strategisch wichtiger Lage oberhalb der Rur entstandene Burg-Tal-Siedlung; vom 17. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert bedeutender Tuchmacherort. - Wohlerhaltene historische Stadt in besonderer topographischer Situation (Vereinigung 2010) mit der Burgruine, schönen Patrizierhäusern, historischen Kirchen und Resten der Stadtbefestigung sowie Bruchsteinterrassen (Rahmenberg zur Tuchbleiche und Gärten).

Gut Reichenstein: aus einer im 10. Jahrhundert gegründeten Burg hervorgegangenes Prämonstratenserkloster des 12. Jahrhunderts an strategisch wichtiger Stelle im Rurtal. Im 17. Jahrhundert Zentrum der Gegenreformation für das Monschauer Land, Barockkirche; heute Gutshof und Kloster, erhaltene klösterliche Alleinlage.

Trasse der Vennbahn, Dammlagen, Einschnitte, Brücke über den Ermesbach bei Reichenstein, Bahnhof Monschau / Montjoie.

Bodendenkmäler: mittelalterliche Wüstung Lauscheid, Burg und Kloster Reichenstein, neuzeitliche Tuchfabrik Grünental in Grünental mit Wasserführung; Relikte des Westwalls mit Höckerlinie und Bunker bei Freienthal.

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern der Elemente und Strukturen, von Ansichten und Sichträumen von historischen Stadt- und Ortskernen sowie des industriekulturellen Erbes – Bewahren der Struktur des Straßendorfs
  • Bewahren des Kulturlandschaftsgefüges
  • Bewahren und Sichern archäologischer und paläontologischer Bodendenkmäler in ihrem Kontext
  • Bewahren überlieferter naturnaher Landschaftselemente und -strukturen

Aus: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, Köln 2016.

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln (abgerufen am 01.10.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2016)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. S. 190, Köln.

Monschau, Oberes Rurtal (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 215)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung, Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2016
Koordinate WGS84
50° 33′ 46,82″ N, 6° 17′ 0,06″ O / 50.56301°, 6.28335°
Koordinate UTM
32U 307602.59 5604755.22
Koordinate Gauss/Krüger
2520120.89 5603072.15

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„Monschau, Oberes Rurtal (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 215)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252190 (Abgerufen: 17. August 2018)
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