Stadtteil Haldern

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Rees
Kreis(e): Kleve (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Gesamtansicht der Süd- und der Ostseite des Battenbergturms am Buschkampshof in Rees-Haldern (2016).

    Gesamtansicht der Süd- und der Ostseite des Battenbergturms am Buschkampshof in Rees-Haldern (2016).

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  • Die katholische Kirche Sankt Georg im Reeser Ortsteil Haldern (2011).

    Die katholische Kirche Sankt Georg im Reeser Ortsteil Haldern (2011).

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  • Evangelische Kirche in Rees-Haldern (2015).

    Evangelische Kirche in Rees-Haldern (2015).

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  • Vereinshaus des Reit- und Fahrvereins am alten Reitplatz in Rees-Haldern (2016).

    Vereinshaus des Reit- und Fahrvereins am alten Reitplatz in Rees-Haldern (2016).

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  • Die Hauptbühne des 32. „Haldern Pop Festival“ auf dem Alten Reitplatz Haldern (2015).

    Die Hauptbühne des 32. „Haldern Pop Festival“ auf dem Alten Reitplatz Haldern (2015).

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  • Das 1865 erbaute Wesendonk'sche Haus in Rees-Haldern, Klosterstraße 15 – ein langgestrecktes, eingeschossiges, traufständiges Backsteinhaus (2011).

    Das 1865 erbaute Wesendonk'sche Haus in Rees-Haldern, Klosterstraße 15 – ein langgestrecktes, eingeschossiges, traufständiges Backsteinhaus (2011).

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  • Schwarzbunte Holstein-Rinder auf einer Weide in Rees-Haldern (2008).

    Schwarzbunte Holstein-Rinder auf einer Weide in Rees-Haldern (2008).

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Das am unteren rechten Niederrhein gelegene Haldern ist seit 1975 ein Stadtteil von Rees. Zu dem heute etwas über 5.000 Einwohner zählenden Haldern gehören die Bauerschaften Helderloh, Heeren, Herken, Wittenhorst, Sonsfeld und Aspel.

Land und Burg Aspel
Die archäologisch ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. bezeugte Siedlung Haldern gehörte zum Land Aspel, dessen Burg zu den frühesten Anlagen im Rheinland gehört. Die westlich vom heutigen Ort Haldern gelegene Burg Aspel wurde zusammen mit Rees von dem Mönch Alpert von Metz um 1020/1024 im Werk De diversitate temporum erstmals erwähnt. Die baulich immer wieder veränderte Burg Aspel mit ihrer geschichtlich bedeutenden Motte (ein mittelalterlicher Burghügel) wurde ab 1722 durch einen Neubau zu einem Schloss im Stil des Barock ausgebaut, das seit 1850 als Kloster mit verschiedenen Einrichtungen geführt wird (vgl. den separaten Objekteintrag „Haus Aspel“).

Zur Ortsgeschichte von Haldern
Ort und Pfarrei Haldern werden im Jahr 1188 erstmals urkundlich erwähnt. Ein Siegel mit dem heiligen Martin zu Pferde weist den Ort dann 1307 als sogar als civitas (= Stadt) aus (Diederich 1984), ohne jedoch, dass ein entsprechendes Privileg vorliegt oder dass Haldern unter den klevischen Städten und Freiheiten genannt wird, „so dass von einer städtischen Fehlgründung auszugehen ist“ (HbHistSt NRW 2006).
Das im Jahr 1990 gefeierte 950-jährige Ortsjubiläum bezieht sich auf die gemeinsame Gründung der Halderner Kirche mit der Reeser Stiftskirche um 1040. Für diesen Anlass fehlen jedoch urkundliche Quellen oder archäologische Belege.
1392 fiel Haldern an die Grafschaft Kleve und über das spätere Herzogtum Kleve (ab 1417) in den Jahren 1614 bis 1666 an das Kurfürstentum Brandenburg. 1805 kam der Ort zum Großherzogtum Berg und gehörte von 1810 bis 1814 zur französischen Herrschaft.
Durch den Wiener Kongress wurden Preußen wesentliche Teile des Rheinlands zugesprochen, wodurch auch die Herrlichkeit Sonsfeld-Haldern im klevischen Amt Rees des Großherzogtums Niederrhein (seit 1814) im Jahr 1815 an Preußen fiel. Seit 1806 bereits Munizipalität (auch Mairie, eine administrative Gemeindestruktur in den französisch regierten Gebieten), wurde Haldern dann 1816 preußische Bürgermeisterei.
Aus der Bürgermeisterei Haldern wurde 1927 das gleichnamige Amt, in dem der Ort als selbstständige Gemeinde blieb bis er mit Auflösung des Amtes Haldern im Zuge des zweiten kommunalen Neugliederungsprogramms zum 1. Januar 1975 in die Stadt Rees im Kreis Kleve eingemeindet wurde.

Haldern heute
Heute zählt Haldern mit den zugehörigen Bauerschaften Helderloh, Heeren, Herken, Wittenhorst, Sonsfeld und Aspel etwas über 5.000 Einwohner (die hier verzeichnete Geometrie stellt die Ausdehnung des heutigen Kerndorfs Haldern dar und nicht die amtliche Fläche des Ortsteils Rees-Haldern).
Das landwirtschaftlich geprägte Gemeindegebiet ist durch die „Weseler Landstraße“ (die Bundesstraße B 8) und die nur wenige Kilometer entfernt vorbeiführende Bundesautobahn A 3 an das Fernstraßennetz angebunden sowie über den Bahn-Haltepunkt Haldern an die zweigleisig elektrifizierte Bahnstrecke Oberhausen-Arnhem, die so genannte „Hollandstrecke“.
Südöstlich des Dorfes liegen größere Waldflächen, darunter der Sonsfelder Wald und die benachbarte Kloster- und Wittenhorster Heide, in denen zahlreiche hohe Dünen auffallen. Südwestlich des Orts und geprägt von mehreren meist durch Kiesabbau entstandenen Seen liegt vor dem Altrheinarm „Reeser Eyland“ das Naherholungsgebiet „Reeser Meer“ (zugleich Landschaftschutzgebiet LSG-4204-0007).

„Sehenswerte Bauwerke sind die katholische Pfarrkirche St. Georg (Turm aus dem 13. und 15. Jahrhundert), die evangelische Kirche (1783), das Wesendonksche Haus (Anfang 19. Jahrhundert) sowie die Gaststätte “Doppeladler„ (19. Jahrhundert). Bei einem Großbrand wurde letztere im Jahr 2001 vollkommen zerstört und nach alten Bauplänen wieder aufgebaut. Der Battenbergturm, der zu den wenigen erhaltenen Wohntürmen im nördlichen Rheinland gehört, wurde Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet.“ (de.wikipedia.org)
„Kunstfreunde schätzen die um 1806 errichtete Schledenhorster Kapelle mit einer um 1500 entstandenen sehenswerten Kreuzigungsgruppe. Die kleine Kapelle liegt in der Klosterheide, unmittelbar am Halfermannshof/Kreisstraße in Richtung Hamminkeln.“ (www.rees-erleben.de)

Zu einer überregionalen Bekanntheit gelangte der kleine Ort Haldern über das seit 1984 auf dem Alten Reitplatz an der Lohstraße veranstaltete Rock und Pop-Open Air Haldern Pop.

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2016)

Internet
www.rees-erleben.de: Der Ortsteil Haldern (abgerufen 19.01.2016)
de.wikipedia.org: Haldern (abgerufen 19.01.2016)
www.haldern.de: Heimatverein Haldern (abgerufen 19.01.2016)

Literatur

Diederich, Toni (1984)
Rheinische Städtesiegel. (Jahrbuch / Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. 1984/85.) S. 99, Neuss.
Frankewitz, Stefan (2007)
Landesburgen, Burgen, Schlösser und Feste Häuser bis 1500 im Spiegel der Schriftzeugnisse. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IV.12.) S. 37, Bonn.
Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. S. 879 u. 882-883, Stuttgart.

Stadtteil Haldern

Schlagwörter
Ort
46459 Rees - Haldern
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1188
Koordinate WGS84
51° 46′ 31,11″ N, 6° 27′ 34,42″ O / 51.77531°, 6.45956°
Koordinate UTM
32U 324739.11 5739101.08
Koordinate Gauss/Krüger
2531762.41 5738003.08

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Stadtteil Haldern”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-247023 (Abgerufen: 18. August 2018)
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