Das traufständige Fachwerkhaus in Stockwerksbauweise mit zwei hohen Vollgeschossen steht auf einem massiven, nach hinten aus dem Hang herausragenden, terrassenförmig verlängerten Sockel. An der Straßenseite befindet sich links eine Kellertreppe parallel zum aus Bruchstein bestehenden Sockel. Die nördliche Fassade sowie die Eingangsfassade sind symmetrisch aufgebaut und mit einem zentralen, später verkleinerten Portal versehen. Auch an den beiden begleitenden Fensterachsen sind die wohl zunächst hochrechteckigen durch breitere Fenster ersetzt. Das an der Frontseite im Original sowie an der westlichen Giebelseite als nachträgliche Aufdoppelung sichtbare Fachwerkgefüge besitzt als auffällige Besonderheit x-förmige Verstrebungen (Andreaskreuz). Die Ost- und Südseite sind mit Asphalt-Tafeln in Riemchenoptik verkleidet. Möglicherweise verfügte das Haus früher über eine Zinkblechverkleidung, wie sie in Resten und vermutlich in Zweitverwendung noch am Haus Kastor 29a zu sehen ist. Während die hintere, südliche Traufseite drei regelmäßige Fensterachsen mit einer Tür aufweist, befinden sich auf der Ostseite kleinere, unregelmäßig angeordnete Fenster. Das mittlere Fenster belichtet ein Treppenpodest. Die übrigen, paarweise angeordneten Fenster gehören vermutlich zu später etagenweise eingebauten Sanitärräumen (Bad und WC).
Am benachbarten Weg zum Oberen Stollen befinden sich zwei weitere ursprüngliche Gebäude, die 1874 als „Arbeiterwohnung“ und „Aufseherwohnung“ eingetragen wurden. Das Aufseherhaus (Kastor Nr. 6) zeigt noch seine historische Fachwerkkonstruktion, die beim Arbeiterhaus, seit einer kürzlich erfolgten Sanierung, nicht mehr sichtbar ist.
(Alexander Kierdorf, BGV Rhein-Berg, 2026 nach Vorarbeit vom Bürger- und Verschönerungsverein Loope e. V. in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Oberberg, 2015. Erstellt im Rahmen des Projektes „Hecke, Hohlweg, Heimat – Kulturlandschaftsvermittlung analog und digital“. Ein Projekt im Rahmen des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege)