Fachwerkwohnhaus „Frythof“, Kirchplatz 13

Frythove, Vrythove

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Wülfrath
Kreis(e): Mettmann
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Wartungsarbeiten

    Wartungsarbeiten

    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Der „Frythof“ ist ein zweigeschossiges Fachwerk-Giebelhaus aus dem 17. Jahrhundert mit seitlichem Anbau. Das Gebäude ist Teil des Fachwerkrings um den Kirchplatz. Die beiden Giebelgeschosse sind seitlich mit Brettern verkleidet. Die Rückfront des Gebäudes stammt den Ankerzahlen zufolge aus dem Jahr 1845 und wurde in Backstein erneuert und geschlämmt. Der Haupteingang des Hauses wurde um 1800 erneuert und auf die Seite des Kirchhofes verlegt. Ursprünglich befand sich der Eingang aller Häuser des Fachwerkrings nicht auf Seiten des Kirchplatzes, denn der Platz war Eigentum der Kirche und diente der Totenbestattung. Nach und nach haben sich jedoch die Bewohner der Häuser das Recht erkauft ihre Häuser über den Kirchplatz begehen zu dürfen. Die mit Schnitzereien verzierte Tür des Hauses „Frythof“ ist zudem ein schönes Beispiel altbergischer Handwerkskunst. Der Name „Frythof“ leitet sich nicht vom Begriff Friedhof ab. In einer Urkunde des Herzogs Gerhard der II. zu Jülich und Berg vom 25. April 1459 wird eine „Lysbeth up Dem Frythove“ erwähnt. Somit trug das Haus Kirchplatz 13 schon 1459 den Namen Vrythove. Dieses aus dem Althochdeutschen stammende Wort steht für umfriedeten Vorhof, Zufluchtsort oder auch umfriedeter Gerichtsplatz.

Das Objekt „Frythof“ ist ein eingetragenes Baudenkmal (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Datenbank-Nummer 67705 / Denkmalliste der Stadt Wülfrath, laufende Nummer A 043, Eintragungstext vom 09.05.1983 siehe PDF-Datei in der Mediengalerie).

(Sandra Schmid und Axel C. Welp, LVR-Abteilung Landschaftliche Kulturpflege, 2016)

Internet
www.duessel-bv.de: Bürgerverein Düssel - Geschichte (abgerufen: 28.09.2016)
www.wuelfrath.net: Stadt Wülfrath - Bau- und Bodendenkmäler in Wülfrath (abgerufen: 28.09.2016)

Literatur

Münch, Willi (1981)
Wülfrath und das Niederbergische Museum (3. veränd. Auflage). (Rheinische Kunststätten, Heft 137.) Neuss.
Münch, Willi (1979)
Stadt Wülfrath. Ein heimatkundlicher Bericht in Wort und Bild. Köln.

Fachwerkwohnhaus „Frythof“, Kirchplatz 13

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Kirchplatz 13
Ort
42489 Wülfrath - Innenstadt
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Übernahme aus externer Fachdatenbank, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1601 bis 1845
Koordinate WGS84
51° 16′ 54,43″ N, 7° 01′ 56,18″ O / 51.28179°, 7.03227°
Koordinate UTM
32U 362769.24 5683000.17
Koordinate Gauss/Krüger
2572065.68 5683501.74

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Fachwerkwohnhaus „Frythof“, Kirchplatz 13”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/BODEON-67705-15092016-254901 (Abgerufen: 23. Mai 2018)
Seitenanfang