Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Homburger Land (KLB 22.07)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Gemeinde(n): Much, Nümbrecht, Reichshof, Ruppichteroth, Waldbröl, Wiehl
Kreis(e): Oberbergischer Kreis, Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Schloss Homburg bei Nümbrecht mit seinen zwei Türmen inmitten des Schlossparks (2009).

    Schloss Homburg bei Nümbrecht mit seinen zwei Türmen inmitten des Schlossparks (2009).

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  • Ausschnitt aus der "Karte der politischen und administrativen Eintheilung der heutigen preussischen Rheinprovinz für das Jahr 1789, Blatt IV, Köln" (Geschichtlicher Atlas der Rheinprovinz von Wilhelm Fabricius, 1894).

    Ausschnitt aus der "Karte der politischen und administrativen Eintheilung der heutigen preussischen Rheinprovinz für das Jahr 1789, Blatt IV, Köln" (Geschichtlicher Atlas der Rheinprovinz von Wilhelm Fabricius, 1894).

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  • Schloss Homburg in Nümbrecht (2016), Sitz von Museum und Forum Schloss Homburg.

    Schloss Homburg in Nümbrecht (2016), Sitz von Museum und Forum Schloss Homburg.

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    Franz-Josef Knöchel
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Das Homburger Land liegt rund um Schloss Homburg, Zentrum einer ehemals reichsunmittelbaren Herrschaft, welche sich über 500 Jahre im Bergischen Machtbereich behauptete. Dieses Gebiet vereint Zeugnisse der Territorialgeschichte mit einer interessanten Mühlen- und Industriegeschichte in einer überwiegend ländlich strukturierten kleinteiligen Kulturlandschaft.

Die drei Kirchdörfer Nümbrecht (Hauptort der Herrschaft Homburg), Drabenderhöhe, am Schnittpunkt zweier bedeutender historischer Höhenstraßen gelegen, und Marienberghausen entfalten durch ihre Lage und ihre herausragenden Bauwerke eine große Landschaftswirkung. Daneben bestimmen kleine bäuerliche Weiler, deren historische Wegestrukturen und Charakteristika wie Bauerngärten, Obstwiesen und typische Dorfgehölze teilweise noch erhalten sind, ebenso die Kulturlandschaft wie typische Kleinelemente, z.B. Hutebäume, Hohlwege, Stufenraine und alte Wegetrassen. Eine besondere Hinterlassenschaft stellen die vielen Mühlen und Hämmer, oft aus vorindustrieller Zeit und z.T. mit gut erhaltenen wassertechnischen Anlagen, dar. Im Tal der Homburger Bröl ist ein mühlen- und industriegeschichtlich bemerkenswerter Teilabschnitt erhalten, der noch deutlich die ehemals einsame Lage alter Mühlenstandorte erfahrbar macht. Die noch heute ansässige Papierproduktion lässt sich bis zu einer Papiermühle des 16. Jahrhunderts zurückverfolgen.

Spezifische Ziele und Leitbilder:
  • Erhalt der kleinbäuerlich geprägten Kulturlandschaft in Nutzung;
  • Stärkung der Wahrnehmung des historischen Gefüges;
  • Bewahrung des Systems der Höhenstraßen;
  • Erhalt der Feuchtböden als Bodenarchiv;
  • Wahrung des kulturellen Erbes bei Gewässerrenaturierungen.
Aus: Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen. Münster, Köln. 2007

Internet
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in NRW (Abgerufen: 03.11.2015)

Literatur

Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Grundlagen und Empfehlungen für die Landesplanung (Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen / Fachgutachten zum Kulturellen Erbe in der Landesplanung). S. 88, Münster, Köln.

Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Homburger Land (KLB 22.07)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2001
Koordinate WGS84
50° 54′ 17,02″ N, 7° 32′ 39,03″ O / 50.90473°, 7.54418°
Koordinate UTM
32U 397638.56 5640239.65
Koordinate Gauss/Krüger
3397672.36 5642055.7

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„Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Homburger Land (KLB 22.07)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080730-0135 (Abgerufen: 23. September 2017)
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