Quarzitsteinformation „Dicke Steine“ bei Schloss Homburg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Nümbrecht
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Die Gesteinsformation "Dicke Steine" bei Nümbrecht (2007).

    Die Gesteinsformation "Dicke Steine" bei Nümbrecht (2007).

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  • Die Gesteinsformation "Dicke Steine" bei Nümbrecht (2007).

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  • Blick auf die Gesteinsformation "Dicke Steine" bei Nümbrecht (2007).

    Blick auf die Gesteinsformation "Dicke Steine" bei Nümbrecht (2007).

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Die „Dicken Steine“ gaben in der Vergangenheit Anlass zu vielerlei Spekulationen über ihre Entstehung und Herkunft. Wie die Wiehler Tropfsteinhöhle gehören sie zu den geologischen Attraktionen des Homburger Ländchens. Sie bildeten sich bereits im Tertiär, also vor 65 bis 2 Millionen Jahren.

Damals herrschte im Bergischen Land ein tropisch warmes Klima. Den Boden prägte der heute noch vorherrschende weiche Sandstein. Dieser entstand als Ablagerung am Meeresboden im Erdaltertum (Devon). An den Stellen, an denen sich heute die Dicken Steine befinden, muss damals warmes, kieselsäurehaltiges Wasser den Sandstein durchströmt haben. Dadurch lösten sich Quarzteile im Sandstein auf, die danach wieder aus der Wasserlösung „ausgefällt“ wurden, das heißt: Sie setzten sich wieder ab. So bildete sich ein feinkörniger, eng verzahnter Quarz. Dieser war allerdings immer noch umschlossen von Sandstein – erst durch starke Auswaschungsprozesse wurden die umliegenden weicheren Sandsteinschichten entfernt. Die Quarzitsteine jedoch widerstanden dieser Erosion und blieben als „Dicke Steine“ stehen. Die häufig im Sandstein vorhandenen Fossilien fielen dem Erosionsvorgang fast vollständig zum Opfer, sind jedoch manchmal noch im Quarzit in Umrissen zu erkennen.

(Biologische Station Oberberg, 2013, erstellt im Rahmen des Projektes „Hecke, Hohlweg, Heimat – Kulturlandschaftsvermittlung analog und digital“. Ein Projekt im Rahmen des LVR Netzwerks Umwelt)

Literatur

Müller, Cornelia (2011)
Homburger Ländchen. Kultur und Landschaft eines kleinen Reiches (Reisen in die Heimat). Köln.
Oberbergischer Kreis (Hrsg.) (2011)
Hören, sehen, staunen - Mit dem Audioguide, dem mobilen, digitalen Wanderführer, durch das Homburger Ländchen – Ein Projekt im Rahmen des Regionale2010 Projekts „Kulturlandschaft Homburger Ländchen“. o. O.
(2007)
Wasser, Wald und Wiesen. Naturerlebnis Homburger Ländchen. o. O.

Quarzitsteinformation „Dicke Steine“ bei Schloss Homburg

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Schloss Homburg
Ort
51588 Nümbrecht
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, keine Angabe, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn -65000000 bis -2000000
Koordinate WGS84
50° 55′ 5,55″ N, 7° 32′ 36,71″ O / 50.91821°, 7.54353°
Koordinate UTM
32U 397622.72 5641739.55
Koordinate Gauss/Krüger
3397656.5 5643556.18

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„Quarzitsteinformation „Dicke Steine“ bei Schloss Homburg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-57899-20121207-3 (Abgerufen: 17. August 2018)
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